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Bayern

Coronavirus: 86-Jährige stirbt in Seniorenheim

Am Freitag kam eine 86-Jährige mit Atemnot ins Krankenhaus - nun ist sie gestorben. Sie hatte sich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Es ist der zweite Todesfall in Bayern.



Atemmasken
Ein Mundschutz liegt auf einem Tisch.   Foto: Georg Wendt/dpa/Archivbild

In Bayern ist ein weiterer Mensch einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus erlegen. Es handelt sich um eine 86-jährige Frau aus einem AWO-Seniorenheim, die am Freitag mit Atemnot in das Kemptener Klinikum eingewiesen wurde, wie die AWO Schwaben am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Das Gesundheitsamt Kempten habe das Heim darüber informiert, dass die Erkrankung und der Tod der Frau durch eine Infektion mit dem Virus verursacht wurde. Die 86-Jährige in dem Seniorenheim hatte nach Auskunft der Pflegenden bis Donnerstag keine Erkrankungssymptome gezeigt.

Damit sind in Bayern inzwischen nachweislich zwei Menschen an Covid-19 gestorben. Am Donnerstag war ein Über-80-Jähriger im Klinikum Würzburg der Krankheit erlegen. Bundesweit sind somit neun Menschen an der Krankheit gestorben.

Die AWO erinnerte am Sonntag daran, dass bereits in der vergangenen Woche an den Eingängen ihrer Seniorenheime in Schwaben ein Aushang dazu aufruft, «Besuche auf ein dringendes und unbedingt notwendiges Maß einzuschränken, um akute Ansteckungen zu verhindern». Besucher wurden zudem aufgefordert, beim Betreten und beim Verlassen des Hauses ihre Hände zu desinfizieren.

AWO-Schwaben-Vorstandsvorsitzender Dieter Egger sagte am Sonntag, dass die AWO diese Maßnahmen bereits traf, noch bevor von Amts wegen eine Schließung oder ein Besuchsverbot der Heime angeordnet wurde. «Wir begrüßen das am Freitag staatlicherseits verhängte allgemeine und klare Besuchsverbot im Sinne der uns anvertrauten Menschen deshalb sehr.»

In Bayern lag die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bis Samstag (Stand 13.00) bei 681 Menschen, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitteilte.

In die 681 Fälle eingerechnet sind die ersten 14 Infizierten, die allesamt mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens in Zusammenhang standen, als auskuriert gelten und wieder aus den Krankenhäusern entlassen wurden. Mit eingerechnet sind zudem drei Bayern, die außerhalb des Freistaats positiv getestet wurden.

Zur Eindämmung des Coronavirus liegt das öffentliche Leben im Freistaat weitgehend lahm. Publikumsträchtige Veranstaltungen wurden abgesagt. Ab Montag bleiben bis 19. April landesweit alle Schulen, Kindertagesstätten und Krippen geschlossen. Zudem traten am Samstag von der Staatsregierung verhängte, weitreichende Auflagen für den Besuch von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen in Kraft.

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dpa

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Veröffentlicht am:
15. 03. 2020
12:44 Uhr

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15. 03. 2020
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