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Flicks «Cut» vor Countdown, Pavard-Lösung steht fest

Der FC Bayern fühlt sich bereit für das Achtelfinale dahoam, der einstige Finalschreck FC Chelsea kommt dagegen mit einem Frust-Erlebnis. Die Rechtsverteidiger-Frage bei Bayern ist geklärt, ein Comeback erfreut alle.



Leroy Sane nimmt an einer Trainingseinheit teil
Leroy Sane nimmt an einer Trainingseinheit teil.   Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Diese Leistung von 0 auf 100 gefiel Hansi Flick. Nach der «guten Generalprobe» für das Achtelfinal-Duell gegen den gefrusteten FC Chelsea ließ der Coach die Bayern-Stars am Sonntag noch einmal durchschnaufen. Vor dem Start in die entscheidende Trainingswoche für die Blues freute sich Flick über wichtige Erkenntnisse aus dem einzigen Test beim 1:0 gegen Olympique Marseille: Die Rückversetzung von Joshua Kimmich auf den Rechtsverteidiger-Posten ist problemlos, die umformierte Zentrale mit Thiago und Leon Goretzka funktioniert, und Niklas Süle ist nach langer Leidenszeit zurück.

«Wir haben da angeknüpft, wo wir aufgehört haben - und das ist für mich elementar», sagte Flick. Zwar war der Test gegen den schon länger in der Vorbereitung schwitzenden französischen Vizemeister nur bedingt aussagekräftig. Aber Vorstand Oliver Kahn bescheinigte dem Münchner Doublesieger nach kurzem Urlaub und nicht einmal zwei Trainingswochen schon wieder «ein erstaunlich hohes Niveau». Die Chance auf das zweite Triple im deutschen Fußball treibt das Ensemble nach kurzer Verschnaufpause weiter an, das Finalturnier der Champions League vom 12. bis 23. August in Lissabon lockt.

«Erstmal müssen wir aber gegen Chelsea spielen, und ich glaube, das wird relativ eng», warnte Flick trotz eines 3:0 aus dem Hinspiel vor der Corona-Zwangspause in London. Chelsea, das die Münchner beim Finale dahoam vor acht Jahren schockte, muss vor der Partie am Samstag (21.00) allerdings schlechte Nachrichten wegstecken. Nach der 1:2-Niederlage im FA-Cup-Finale gegen den Londoner Stadtrivalen FC Arsenal fallen der Ex-Dortmunder Christian Pulisic, Kapitän César Azpilicueta und Pedro aller Voraussicht nach gegen die Bayern aus.

Da sind die Münchner personell besser dran, wenngleich Flick nach dem Erfolg durch Serge Gnabry gegen Marseille auf den schwerwiegenden Ausfall von Benjamin Pavard hinwies. «Er hat eine sensationelle Runde gespielt und war der Mr. Zuverlässig», sagte der Bayern-Trainer. Kimmich, einst rechts hinten gesetzt, aber mittlerweile zum Chef auf der Sechs aufgestiegen, hatte bei der Rückkehr auf die Stammposition keine Schwierigkeiten. «Joshua hat auf der rechten Seite immer wieder nach vorne Impulse gesetzt, seine Seite zu gemacht», sagte Flick.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge äußerte die leise Hoffnung, dass Pavard in Lissabon nach einer Fußverletzung wieder mitwirken kann. Flick mochte nicht mutmaßen. «Über alles, was nach Chelsea kommt, können wir uns Gedanken machen, wenn wir die Tür zum Viertelfinale ganz aufgestoßen haben», sagte der Trainer-Aufsteiger des Jahres.

Wie mit Kimmich war er auch mit dem für diesen im Mittelfeld aufgebotenen Thiago und Stammkraft Goretzka «sehr zufrieden». «Sie haben das sehr gut gemacht», sagte Flick. Thiago war stets anspielbereit, grätschte einsatzfreudig bei der Defensivarbeit. Muskelmann Goretzka überzeugte wie schon in den Vorwochen bei Pokalsieg und Meistertitel. Die Aufstellung der ersten Hälfte aus dem Marseille-Spiel dürfte in etwa die für Chelsea sein; vermutlich nur mit Kingsley Coman auf dem Flügel anstelle von Ivan Perisic.

«Wir werden versuchen, alles möglichst dem Erfolg unterzuordnen. Wir fangen mit Chelsea an und alles weitere wird man sehen», sagte Flick. Im Training vollzieht er nun einen «Cut»: Es gibt einen Champions-League-Kader und eine Gruppe um Neuzugang Leroy Sané, die sich für den Saisonstart im September in Form bringen soll.

«Wir wollen wieder das hohe Level erreichen, dass wir am Saisonende und im Pokalfinale hatten. Wir haben noch ein paar Tage, um unseren Rhythmus zu bekommen», sagte Jérôme Boateng, der nach 60 Minuten für Rückkehrer Süle Platz machte. Neun Monate nach seinem Kreuzbandriss fügte sich der 24-Jährige gut ein. «Wenn ich gebraucht werde, bin ich da», versprach der Nationalspieler.

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dpa

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Veröffentlicht am:
02. 08. 2020
13:53 Uhr

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02. 08. 2020
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