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Kunst und Kultur

30 Bühnen unter einem Dach

Die 35. Bayerischen Theatertage finden vom 29. April bis zum 14. Mai in Hof statt. Das Publikum darf sich auf über 40 Vorstellungen freuen.



Das Ein-Personen-Stück "Dschihad one-way" von Bernd Plöger mit Alexander Wipprecht als Vater ist eines der Stücke, mit denen sich das Theater Hof beim Festival zeigt. Foto: Harald Dietz
Das Ein-Personen-Stück "Dschihad one-way" von Bernd Plöger mit Alexander Wipprecht als Vater ist eines der Stücke, mit denen sich das Theater Hof beim Festival zeigt. Foto: Harald Dietz   » zu den Bildern

Hof - Theatervielfalt ist programmiert, wenn sich vom 29. April an über 30 bayerische Staats-, Stadt-, Landes- und Privattheater in Hof zu den 35. Bayerischen Theatertagen treffen. An 17 Tagen zeigen sie mehr als 40 Vorstellungen. "Da muss auch das Publikum eine ganze Menge leisten", sagte der Leiter des Fachbereichs Kultur bei der Stadt Hof, Peter Nürmberger, gestern aus der Erfahrung vergangener Festivals in Hof, als der Hofer Intendant Reinhardt Friese und Organisator Kristoffer Keudel das Programm vorstellten.

Die Sponsoren

Medienpartner der 35. Bayerischen Theatertage sind die Frankenpost und der Bayerische Rundfunk . Außerdem unterstützen das Festival das bayerische Kultusministerium, die Stadt Hof, die Oberfranken-Stiftung, der Deutsche Bühnenverein, die LfA Förderbank Bayern, die Rehau AG, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Landkreis Hof, der Bezirk Oberfranken, die Meinel-Brauerei, ETC., Lightpower und World of Textiles.

Leistungen hat bereits vor allem Kristoffer Keudel erbracht: Ihm ist das Kunststück gelungen, die 41 Vorstellungen auf zwei Bühnen im Theater Hof sowie an externen Spielstätten so zu einem ansprechenden Festival-Programm zu schmieden, dass das Angebot nicht nur den Gast-Theatern von Würzburg bis Regensburg, von Coburg bis München und von Memmingen bis Hof gerecht wird: Er musste schon bei der Auswahl der Stücke darauf achten, dass sie auch dem Motto "Schichtwechsel" und seinem Themenbereich "Arbeit und Macht" entsprechen.

"Die Theatertage sind keine Veranstaltung, die von einer Jury zusammengestellt wurde", betonte gestern auch Intendant Friese noch einmal. Er lobte seine Mitarbeiter, die aus den vielen unterschiedlichen Angeboten - darunter nicht nur Schauspiel, sondern auch Ballett und viel Kinder- und Jugendtheater - "ein tolles Theater-Programm gebastelt" hätten und erlaubte sich den Kalauer: "Die Vielfalt der bayerischen Theater-Landschaft hat uns viele Falten beschert."

Ab sofort Karten

Karten für die 35. Bayerischen Theatertage gibt es ab sofort an der Theaterkasse, 09281/7070290,

per E-Mail unter kasse@theater-hof.de sowie

online. Dazu gibt es besondere Festivalangebote und Ermäßigungen wie die "BTT card 100" für alle Vorstellungen der Theatertage im Großen Haus und im Studio oder die "BTT card 50", die fünf Vorstellungen umfasst.

www.theater-hof.de/karten

Bei den Theatertagen 2017 in Hof, werden, wie der Organisator sagte, anders als in der Vergangenheit, keine Preise vergeben. Keudel: "Es gibt auch keinen Publikumspreis. Das Festival ist kein Wettbewerb! Wir wollen zeigen, wie viel unterschiedliches, tolles Theater es in Bayern gibt." Parallel zum inhaltlichen Motto seien die Theatertage überhaupt "eine Art Schichtwechsel": "Ganz unterschiedliche Theater geben sich bei uns die Klinke in die Hand, zeigen ihre Stücke und sind eingeladen, über ihre eigene Vorstellung hinaus zu bleiben." Der Aspekt der Begegnung sei den Gastgebern sehr wichtig.

Das "durchwegs anregende" Programm (siehe untenstehende Übersicht) biete Klassiker wie "Medea" oder "Odyssee" neben Roman-Adaptionen wie "Die Entdeckung der Langsamkeit" nach Sten Nadolny oder "Die Päpstin" nach Donna Woolfolk Cross und modernste Inszenierungen wie "Und dann kam Mirna" vom Staatstheater Nürnberg und nicht zuletzt "Das letzte Band" vom Theater Hof. Dazu würden am 15. Mai noch zwei "Überstunden" angehängt mit einem Schauspiel-Doppelabend der Theaterakademie August Everding München und einem Gastspiel des Westböhmischen Theaters Eger.

Außerdem, fügte Kristoffer Keudel hinzu: "Es gab vielleicht noch nie einen so großen Fokus auf das junge Publikum." Im Schwerpunkt Kinder- und Jugendtheater, erläuterte Bernd Plöger, der Leiter des Jungen Theaters Hof, arbeite das Theater auch hier mit seinen Kooperations-Schulen zusammen: Die Gast-Theater werden ihre Klassenzimmerstücke, die zum Teil höchst aktuelle Themen aufgreifen, in Schulen in der Stadt und im Landkreis Hof zeigen; eines findet sogar in einer Turnhalle statt.

Thomas Schwarzer vom Landesverband des Deutschen Bühnenvereins lobte die Vorbereitungen und das Programm: "Wir freuen uns auf die Theatertage in Hof."

Autor

Kerstin Starke
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Veröffentlicht am:
06. 03. 2017
20:00 Uhr

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Kerstin Starke

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06. 03. 2017
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