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Kunst und Kultur

Bühnenangst? Ignorieren, bitte!

Die Organisatoren der Hofer Kulturnacht arbeiten an einem bunten Programm. Viele Teilnehmer stehen fest. Trotzdem starten die Verantwortlichen noch einen Aufruf.



Die Sammlung läuft: Anja Staroske von der Freiheitshalle, rechts, und Monika Jessin aus dem städtischen Kulturamt sammeln Anmeldungen für die Hofer Kulturnacht 2019. Sie trudelten so zahlreich wie gewohnt ein, freuen sich die beiden - und starten trotzdem noch einen Aufruf.	Foto: cp
Die Sammlung läuft: Anja Staroske von der Freiheitshalle, rechts, und Monika Jessin aus dem städtischen Kulturamt sammeln Anmeldungen für die Hofer Kulturnacht 2019. Sie trudelten so zahlreich wie gewohnt ein, freuen sich die beiden - und starten trotzdem noch einen Aufruf. Foto: cp  

Hof - Musikprogramm: voll. Tanzdarbietungen: reichlich. Infostände, Vorführungen anderer Art: vorhanden, aber noch ausbaufähig. "Wir haben Rückmeldungen im gewohnten Umfang", freut sich Peter Nürmberger, Fachbereichsleiter Kultur bei der Stadt Hof. Und schiebt hinterher: Daraus lasse sich ein tolles Programm stricken, das erstens den Besuchern einen schönen Abend bescheren und zweitens den Kulturschaffenden einen echten Mehrwert in Sachen Auftrittsresonanz bieten wird. Das i-Tüpfelchen wäre nun noch: "Wir würden uns noch über ein paar Beiträge freuen, die gar nicht so sehr dem normalen Bühnen-Denken entsprechen, um die Sache noch etwas bunter zu machen." Soll heißen: Jeder, der eine Performance zeigen möchte, jeder, der eine Idee hat - ob für eine kleine Ausstellung, eine Lesung, eine Videopräsentation oder einen Walking Act - ist noch willkommen. Dafür gibt es sogar mehr Bühnen als bisher.

Die Anmeldung

Wer sich noch für die Kulturnacht am Samstag, 1. Juni, anmelden möchte, kann das in den nächsten Tagen noch tun: per E-Mail an

kulturnacht@stadt-hof.de. Wichtige Angaben sind Kontaktdaten, erste Informationen zum Beitrag, Infos zu Zahl und Art der Mitwirkenden und Technik-Anforderungen.


Die Botschaft der Macher: "Wir machen vieles möglich, um eine Idee vors Publikum zu bringen", sagt Anja Staroske. Die Veranstaltungs-Organisatorin aus dem Team der Hofer Freiheitshalle ist eine der Planer der Kulturnacht: Zusammen mit Monika Jessin und Peter Nürmberger aus dem Kulturamt sowie Thomas Schindler vom Theater Hof hat sie nun die eingegangenen Bewerbungen gesammelt. Und die Hofer Kulturszene hat sich nicht bitten lassen: Ein paar Dutzend Anmeldungen liegen bereits vor, die Verantwortlichen freuen sich über einen bunten Querschnitt des künstlerischen Treibens in der Stadt - von Akrobatik bis Chor-Musik, von Ballett-Solo bis Rockband. Aus den Anmeldungen stricken die Akteure nun einen Zeitplan, der Freiheitshalle und Theater und die Klangmanufaktur und die Flächen dazwischen - einen langen Abend lang zur Bühne werden lässt. Die 13. Auflage der Kulturnacht am 1. Juni 2019 ist die vierte Variante, die nicht im Theater allein, sondern eben auch in und vor der Freiheitshalle Kunstgenuss bietet. Die Ursprungsform wäre für die Veranstalter kaum mehr denkbar.

"Wenn bei einer der früheren Kulturnächte 1700 Menschen im Theater waren, hat alles sehr gedrängt gewirkt. Vor zwei Jahren hatten wir 2500 Menschen in Theater und Halle, und es war eine ganz lockere Wahrnehmung", erzählt Peter Nürmberger. In der Halle errichte man beispielsweise wieder zwei Bühnen für Bands - die Hofer Teilnehmer des Rio-Bandcontests, "Counting Sheep", haben sich schon angemeldet. Ebenso wie der Chor Hof-Moschendorf, die Filmtage-Freunde mit einem Mini-Kino oder der Indie-Verein mit einer Info-Theke über seine Aktionen. Der Bogen könnte breiter nicht gespannt sein - der Grundansatz der Hofer Kulturnacht hat sich daher auch nie geändert: "Die Nacht ist mehr als die Summe der einzelnen Beiträge: Es geht um ein gemeinsames Gefühl, um etwas, das man miteinander schafft. Und durch das sich Besucher und Teilnehmer auch ganz andere Dinge ansehen, als sie es sonst tun würden", sagt Peter Nürmberger.

Eine Gebrauchsanweisung für die Kulturnacht sei nicht nötig: "Der Wechsel von einem Beitrag zum nächsten ist ja gewünscht, auch gern zwischendurch." Und auch für die Teilnehmer gilt nur eine Sache strikt: Ein Auftritt darf - inklusive Auf- und Abbau auf der Bühne - 30 Minuten nicht übersteigen. Kürzer werden dürfe er aber schon, betont Anja Staroske: "Wenn also jemand nur ein einziges Stück auf seinem Instrument vortragen möchte, kann er sich gern noch mit jemand anderem zusammentun - und schon haben wir wieder einen Auftritt mehr." Ob das das selbst komponierte Stück ist oder der Beitrag, den man ohnehin gerade für "Jugend musiziert" und Co. einstudiert hatte, ob es sich um einen selbst geschriebenen Text handelt oder um einen, den man schon immer einmal vortragen wollte: Ideen, mit denen man sich nicht trauen kann, zu kommen, gibt es nicht. "Wir können auch für skurrile Ideen Räume finden, unsere Ohren sind offen", sagt Peter Nürmberger.

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Christoph Plass

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Veröffentlicht am:
20. 04. 2019
00:00 Uhr

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Christoph Plass

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20. 04. 2019
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