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Kunst und Kultur

Festival bringt angesehene Gitarristen nach Hof

Die Gitarrenkonzerte, organisiert von Dietmar Ungerank, finden nun in der Klangmanufaktur statt. Das Programm kann sich auch heuer sehen lassen.



Festival bringt angesehene Gitarristen nach Hof
Festival bringt angesehene Gitarristen nach Hof  

Hof - Das zehnte Jubiläum seines Gitarrenfestivals wird für Dietmar Ungerank zu einem Neubeginn: Da das Klostercafé als Veranstaltungsort nicht mehr zur Verfügung steht, wird mit dem Festival am Wochenende vom 18. bis zum 20. Oktober die Klangmanufaktur die neue Heimat der Gitarristen aus aller Welt.

"Der Raum ist toll und hat eine wunderbare Akustik, die perfekt geeignet ist für die klassische Gitarre. Nun wollen wir versuchen, die Reihe der Klostercafé-Gitarrenkonzerte und -Festivals in der Klangmanufaktur weiterzuführen", erklärt Organisator Dietmar Ungerank. Neben der Stadt Hof und der Sparkasse Hochfranken, die die Festivals bisher schon unterstützt haben, kommen außerdem beim zehnten Festival zwei neue Partner hinzu: die Hofer Symphoniker und der Tonkünstlerverband Hochfranken.

Besonders wichtig war und ist es dem Gitarristen, Komponisten und Fachbereichsleiter Zupfinstrumente an der Musikschule der Hofer Symphoniker, in seinen Konzerten und Festivals auch den musikalischen Nachwuchs mit ins Boot zu holen. "Die Gitarrenschüler aus Hof und Umgebung, also nicht nur unsere aus der Symphoniker-Musikschule, sondern alle und deren Eltern sollen die Gelegenheit bekommen, internationale Gitarrenkünstler zu erleben und zu sehen und zu hören, was die Kinder erreichen können, wenn sie üben", sagt der Organisator.

Den Anfang macht am Freitag um 19.30 Uhr das Cracow Guitar Quartet. Die polnischen Gitarristen, eines der führenden Quartette ihres Landes, werden ein gemischtes klassisches Programm präsentieren, das von Preatorius (Renaissance) über fünf Jahrhunderte bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen von Dietmar Ungerank reicht.

Jan Hengmith, der Gitarrist des zweiten Abends am Samstag um 19.30 Uhr, ist in Hof kein Unbekannter: Nachdem er seit 1999 bereits fünf Mal in Hof gastiert hat, kommt er auch gern zur zehnten Auflage des Gitarrenfestivals. Sein Programm: reiner Flamenco. "Jan Hengmith ist auf einer Platte mit der Weltspitze des Flamenco zu hören und hat es geschafft, im Flamenco-Lexikon genannt zu werden - das ist nahezu unmöglich für einen deutschen Gitarristen und zeigt, welchen Stellenwert er hat", bemerkt Ungerank.

Den Nachmittag des dritten Festivaltags am Sonntag bestreiten studierende Gitarristen der Hochschule für Musik Nürnberg unter der Leitung von Björn Colell, Studienbereichsleiter der Zupfabteilung, und des Dozenten Sebastián Montes. Auch sie werden Gitarrenmusik aus fünf Jahrhunderten präsentieren - teils auf historischen Instrumenten. Dabei werden sie in sehr vielfältigen Techniken Klassik und Moderne verknüpfen. Der Eintritt zu diesem Konzert, das um 17 Uhr beginnt, ist frei.

Zum Abschluss sind am selben Abend um 19 Uhr Nikolas Göhl und Damien Lancelle mit einem Überraschungsprogramm zu hören. Den Hofern bestens bekannt sein dürfte Nikolas Göhl, der als Gitarrenschüler Dietmar Ungeranks bereits zu Schulzeiten extrem erfolgreich und in zahlreichen Konzerten zu erleben war. "Nikolas hat 1996 bei mir angefangen und ich erinnere mich noch gut daran, dass er als Fünfjähriger bereits mit seinen Eltern bei fast jedem Konzert der Klostercaféreihe dabei war und ab und zu, aufgrund der vielen musikalischen Eindrücke, eingeschlafen ist", erzählt Dietmar Ungerank mit einem Schmunzeln. Auch im Klostercafé lernte Nikolas Göhl den Gitarristen Damien Lancelle kennen, den er später an der Hochschule in Wien wiedertraf und die musikalische Freundschaft vertiefte.

"Alle Künstler, die wir angefragt haben, haben sich sehr über die Einladung nach Hof gefreut und sofort zugesagt", freut sich Ungerank. Kein Wunder: Immerhin lädt er bereits seit 1982 zu internationalen Meisterkursen, Wettbewerben und Festivals nach Hof ein, die der Saalestadt in der Presse den Titel "Mekka der Gitarre" eingebracht haben.

Der Eintritt pro Konzert beträgt 15 Euro, für Schüler und Studenten zehn Euro. Eine Karte für den Besuch aller Konzerte kostet 38 Euro oder ermäßigt 22 Euro. Karten in der Geschäftsstelle der Hofer Symphoniker, Klosterstraße 9-11, Telefon: 09281/720029, und an der Abendkasse.

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Christine Wild

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Veröffentlicht am:
16. 10. 2019
19:26 Uhr

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16. 10. 2019
19:26 Uhr



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