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Kunst und Kultur

Kleines Wacken am Weidersberg

Harter Sound und friedlich feiernde Fans, das sind die Zutaten für das Sticky-Fingers-Festival. Die 17 Bands begeisterten die Besucher.



Sänger Dirk Jora von "Slime" heizte dem Publikum mächtig ein.
Sänger Dirk Jora von "Slime" heizte dem Publikum mächtig ein.   Foto: Miedl/Kuhn » zu den Bildern

Brand bei Marktredwitz - Es ist wieder geschafft: Fast 2800 Gäste an zwei Tagen, 17 Bands und jede Menge gute Laune. Das Sticky-Fingers 2019 war wieder einer der Festival-Höhepunkte in der Region und kann mit Fug und Recht als Klein-Wacken am Weidersberg bezeichnet werden.

Veranstalter planen schon für 2020

Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für das nächste Sticky-Fingers-Festival. Die Veranstalter wollen wieder neue Bands präsentieren. Das ist nicht ganz einfach, gibt es doch eine Art Gebietsschutz der großen Festivals. Das bedeutet, dass nach einem Auftritt sechs Monate in einem Umkreis von 300 Kilometern kein weiterer Gig gespielt werden darf. Daher beobachten die Veranstalter laufend die Tour-Pläne der interessanten Bands. Wenn alles koordiniert und abgeglichen wurde, dann ist wieder eine Band mehr im Line-up gesichert.

 

Das Wetter hat mitgespielt beim Open-Air in Brand bei Marktredwitz. Nur ein paar kleine Schauer am Samstag trieben manche Besucher ins Zelt. Die Meisten blieben aber draußen und feierten ein rauschendes Fest. Russkaja und Slime, aber auch Buster Shuffle aus London und die Lokalmatadoren Melodramatic Fools brachten die Zuschauer zum Kochen. Alle Hände waren oben, vor der Bühne wurde Pogo getanzt und die Stimmung war kolossal.

 

Tobias Berz, der Vorsitzende des veranstaltenden Vereins zeigte sich zufrieden mit den Besucherzahlen. Besonders freute er sich, dass die 80 ehrenamtlichen Helfer, die ihre Freizeit und ihren Urlaub opfern, um eine Woche vorher aufzubauen und danach alles wieder aufräumen, auch die 32. Auflage ermöglicht haben. "Es war ein friedliches, gelungenes Fest mit toller Stimmung."

03.08.2019 - Sticky Fingers-Festival - Samstag - Foto: Marcel Kliemann

Sticky Fingers - Samstag Brand
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"Panzertape" aus Coburg eröffneten am Freitag den Reigen mit einer dicken Punk-Breitseite. Danach kam der groovige, rifflastige Stonerrock von "Kosmodrom". Die Musiker haben sich bereits über die Region hinaus einen Namen gemacht, obwohl sie komplett auf Gesang verzichten. Als "Kick-Ass-Metal-Core" bezeichnen "Arise from the Fallen" aus Augsburg ihren Sound. Auch sie sorgten mit ihrer energiegeladenen Bühnenshow für ordentlich Stimmung. Es war die richtige Vorbereitung für "Urinal Tribunal", die sich dem Grindcore verschrieben haben. Auch sie sind über das Fichtelgebirge hinaus dafür bekannt, dass sie live ausgelassene Stimmung erzeugen. Auch "Any Given Day" sind gern gesehene Gäste auf großen Festivals und Tourneen. Die Band aus Gelsenkirchen mit ihrem Metalcore, harten Riffs und eingängigen Melodien erfüllten die Erwartungen vollends. Bei ihrem ersten Auftritt in Weidersberg zeigten sie sich von ihrer besten Seite. Da braucht es dann schon eine Formation wie "Slime" um das noch zu steigern. Seit 40 Jahren unterhält die Band mit ihrem Punk nicht nur live ihr Publikum, sondern beeinflußt auch die gesamte Punk-Szene. Jetzt kochte der Weidersberg und das "Sticky-Fingers-Festival" war nun richtig eröffnet. Somit herrschte beste Stimmung für "Kadavar", die das Publikum in die 70er zurück versetzte. Die Band, die in diesem Jahr auch bei Rock am Ring und Rock im Park vertreten war, tritt weltweit auf.

Mit dem Frühschoppen begann der zweite Tag des Festivals. Hier am Schützenhaus war Zeit, langsam wieder in den Tag zu finden. Kurz nach Mittag ging es dann mit dem "Funkenstein Projekt" auf der Bühne wieder weiter. Die Band der Lebenshilfe musste in diesem Jahr nach zahlreichen Protesten, dass sie 2018 nicht dabei war, wieder den Samstag eröffnen.

Nicht nur Wacken hat seinen Kult, auch das "Funkenstein Projekt" und das "Sticky-Fingers" gehören einfach zusammen. "Maximilian Adler & The SPNB" boten dann mit Akustik-Folk-Punk einen Grund, sich vor der Bühne einzufinden. Sonst meist Solokünstler, hat der aus Hof stammende Künstler diesmal seine Band dabei. "Pesterous Mind", ebenfalls aus der Saalestadt, hauten dann voll brachial rein. Death Metal mit gutem Songwriting und vollem Groove brachten Bewegung in die Zuschauer. "Parasite" führten diese Linie fort. Die Formation aus Wunsiedel ist ein weiterer Vertreter der regionalen Bands, die immer gern gesehen sind. "Dust Bold" sind ebenfalls Vertreter der härteren Gangart und ließen mit ihrem Trash immer wieder die Haare der Besucher fliegen. Jetzt tanzten wieder etliche vor der Bühne Pogo.

Die "Melodramatic Fools" haben sich inzwischen auch über das Fichtelgebirge hinaus einen Namen gemacht. Ihre gelungene Mischung aus eingängigen Melodien, die noch lange im Kopf nachhallen, und fetten Riffs, gepaart mit der unverwechselbaren Stimme von Simon Pachali ließ so manchen Fan vor der Bühne nicht nur per T-Shirt bekennen: "I’m a Fool!" Nach einigen Frühschoppenauftritten in den letzten Jahren haben sie jetzt ihren richtigen Platz gefunden: die Hauptbühne. Auch ein gerissener Gurt an der Gitarre stoppte die Show auf der Bühne nicht. Mit Klebeband wurde das Problem kurzerhand während der Show aus der Welt geschafft. Die Marktredwitzer Musiker überließen die Bühne dann "Buster Shuffle" aus London. Ska und Rock’n’Roll lieferten die Elemente für ihre Musik. Mit ihrer Entschuldigung für Landsleute, die immer noch den Brexit verfolgen, ernteten sie viel Applaus. Doch ihr musikalisches Feuerwerk zündete noch massiver. Weiter ging es mit Klängen, die sofort in die Beine gehen: Russische Polka, Ska, Eastern Rock, und jede Menge Spaß ergaben eine Mischung, die man live erlebt haben muss. "Russkaja" hatten vom ersten Song an das Publikum im Griff. So konnte "Ektomorf" einen gut vorgeheizten Kessel übernehmen. Dass eine Band an zwei aufeinanderfolgenden Jahren spielt, ist eher unüblich. Doch die Ungarn waren würdig, das Festival 2019 zu beenden.

Autor

Matthias Kuhn
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
05. 08. 2019
00:00 Uhr

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Matthias Kuhn

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Veröffentlicht am:
05. 08. 2019
00:00 Uhr



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