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Kunst und Kultur

Melancholie, gehüllt in dicke Streicher

Bayreuth - Wie ihre Namensgeberin, die schwarze Tollkirsche, ist auch die Bayreuther Band Bella Donna ein Nachtschattengewächs.



Melancholie, gehüllt in dicke Streicher
Melancholie, gehüllt in dicke Streicher  

Bayreuth - Wie ihre Namensgeberin, die schwarze Tollkirsche, ist auch die Bayreuther Band Bella Donna ein Nachtschattengewächs. Die Songs des neuen Albums "The Edge" entfalten ihre Wirkung am besten zu nachtschlafender Zeit, bei Kerzenschein und schwerem Rotwein. Sie versetzen den Hörer in einen traumtrunkenen Taumel betörend melancholischer Gemütsregungen. Wer etwa der weltmusikalisch gefärbten Neoklassik von Dead Can Dance etwas abgewinnen kann, dürfte sich auch an Bella Donna die Sinne berauschen können.

Album kaufen

"The Edge" gibt es im regulären Tonträgerhandel oder unter www.etagemusic.de. Als Download und Stream ist das Album auf allen gängigen Plattformen verfügbar.

 

Dabei ist der Stil der Bayreuther jedoch stets eigenständig. Kein Wunder: Jochen Schoberth, der kreative Kopf der Formation, musiziert schon seit den frühen 1990er-Jahren für die Kinder der Nacht. In dieser Zeit hat der Musiker eine eigene Handschrift entwickelt. Die Vorgänger-Formation Artwork entsprang der Bayreuther Gothic-Szene, aus der auch heutige Szene-Stars wie Goethes Erben oder Das Ich hervorgingen. Wie bereits Artwork, erreicht auch Bella Donna nicht deren Popularität. Dennoch treten alle drei Gruppen heuer beim Wave-Gotik-Treffen in Leipzig auf, dem weltweit größten Festival der Gothic-Szene.

 

Auf "The Edge" kleidet Bella Donna die Melancholie mit dicken Streicherteppichen aus, ohne in suizidale Schwermut zu verfallen. Stattdessen schwingt die ausgebildete Opernsängerin Catriona Gallo ihren glockenhellen Sopran jubilierend in die Höhe. Akustikgitarren und Kastagnetten verbreiten im Titelsong kurz spanisches Flamenco-Flair. Dazu Synthesizer-Sounds, die so altbacken klingen, dass sie schon wieder retro und somit cool sind. Der ausschweifende Charakter der Stücke erinnert zuweilen an Kraut- und Psychedelic Rock. Besonderes Schmankerl: die bewegende Live-Neuaufnahme des Artwork-Klassikers "Liebling der Götter" mit Luci van Org am Mikro, die 1994 mit dem Song "Mädchen" unter dem Namen Lucilectric einen Hit landete. Nico Schwappacher

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Veröffentlicht am:
16. 05. 2019
18:40 Uhr

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16. 05. 2019
18:40 Uhr



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