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Kunst und Kultur

Restaurierung des Dresdner Zwingers geht in Endphase

Der Dresdner Zwinger, einst Ort fürstlicher Repräsentation, ist Touristenmagnet und Kunstdomizil. Reihum werden die Gebäude des barocken Areals saniert - seit nunmehr 28 Jahren.



Dresden - Die seit 1991 laufende Restaurierung des weltberühmten Dresdner Zwinger geht in die Endphase. Bis 2020 wird für rund 14,3 Millionen Euro die Bogengalerie L rekonstruiert, wie Finanzminister Matthias Haß (CDU) am Mittwoch sagte. Für weitere zehn Millionen Euro soll bis 2022 der Hof des Barockareals erneuert werden. Die Sanierung der Gemäldegalerie Alte Meister steht nach sechs Jahren bereits vor dem Abschluss, sie wird den Staatlichen Kunstsammlungen am 7. August übergeben. Laut Haß flossen bisher 176 Millionen Euro in die bauliche Sanierung des Barockareals und damit in eine der touristischen Hauptattraktionen Sachsens. "Das ist gut angelegtes Geld."

 

Die Bogengalerie L samt Französischem Pavillon wird Domizil einer multimedialen Schau über den Zwinger, sagte der Chef der staatlichen Schlösserverwaltung, Christian Striefler. Ab 28. Juni gibt die audiovisuelle 270 Grad-Projektion "Zwinger Xperience - Die Jahrhunderthochzeit 1719" einen Vorgeschmack darauf. In einer Filmkuppel im Innenhof macht sie Feierlichkeiten zur Hochzeit des sächsischen Kurprinzen Friedrich August II. mit Kaisertochter Maria Josepha von Österreich 300 Jahre an authentischem Ort nacherlebbar.

Nach dem Umzug der Präsentation ins Zwinger-Museum wird ab Sommer 2020 der Innenhof des Zwinger neu gestaltet. Nach Angaben von Ulf Nickol von der staatlichen Bauverwaltung ersetzt künftig ein Gemisch aus Kies und Sandstein den zertretenen roten Belag auf den Wegen. Der steht seit langem in der Kritik, weil er die Architektur beschädigt und auch in die Museen gelangt. Der Asphalt der Hauptwege wird durch Sandsteinplatten ersetzt.

Der 1709 bis 1728 für höfische Feste und herrschaftliche Sammlungen erbaute Zwinger gilt als Hauptwerk europäischer Barockarchitektur. Die Anlage aus Bogen- und Langgalerien sowie Pavillons um einen symmetrischen Hof mit fast 700 Skulpturen auf Balustraden, Attika, Nischen und Konsolen wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, als Domizil mehrerer Museen bis 1963 wiederaufgebaut, aus Geldmangel in der DDR aber nur zum Teil saniert.

Mit Bogengalerie L, Sempergalerie und Zwingerhof ist die aktuelle Restaurierung des Zwinger, der eine eigene Bauhütte hat, fast geschafft. "Nach etwa 30 Jahren sind wir ein Mal rum", sagte Nickol. Letztes Stück sei der Deutsche Pavillon. "Dafür fehlt derzeit noch das Konzept."

Autor

Simona Block
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Veröffentlicht am:
12. 06. 2019
17:23 Uhr

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Simona Block

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12. 06. 2019
17:23 Uhr



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