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Kunst und Kultur

Wolfgang Niedecken von BAP im Interview: "Ich bin ein Familienmensch"

BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken hat seine fünfte Solo-CD herausgebracht. Ein Sonntagsgespräch über Erinnerungen, alte Geschichten und neue Projekte.



Wolfgang Niedecken hat in alten Fotos gewühlt und Familiengeschichte aufgespürt.
Wolfgang Niedecken hat in alten Fotos gewühlt und Familiengeschichte aufgespürt.   » zu den Bildern

So!: Herr Niedecken, warum heißt das neue Album "Reinrassije Strooßekööter"?

Kurz & knapp

Wolfgang Niedecken, 1951 in Köln geboren, gehört zu den ganz Großen der deutschen Rockmusik. Mit seiner Gruppe "BAP" stürmt er seit mehr als vierzig Jahren immer wieder die Charts, obwohl die Texte in Kölner Mundart für Nicht-Rheinländer auf Anhieb nur schwer verständlich sind. Daneben hat Niedecken mehrere Bücher geschrieben und - er hat ursprünglich Malerei studiert - auch als bildender Künstler auf sich aufmerksam gemacht. Niedecken ist bekannt für sein politisches und soziales Engagement, das sich seit Jahren auf die Hilfe für Kinder in Afrika konzentriert. Im November 2011 erlitt der Vater von vier Kindern einen Schlaganfall, ist aber wieder völlig genesen. Sein neuestes Solo-Werk ist die Doppel-CD "Reinrassije Strooßekööter - Das Familienalbum".


Niedeckens BAP live 2018

24. Februar Essen, Alfried-Krupp-Saal

29. Mai Kempten, Bigbox Allgäu

30. Mai Stuttgart,Liederhalle

31. Mai Trier, Arena

2. Juni Köln, Laxness-Arena

6. Juni München, Circus Krone

8. Juni Frankfurt, Jahrhunderthalle

9. Juni Hamburg, Stadtpark

10. Juni Berlin, Tempodrom

1. September Hartenholm, Flugplatz

29. September Soest, Stadthalle

30. September Mainz, Rheingoldhalle

2. Oktober Karlsruhe, Schwarzwaldhalle

4. Oktober Wuppertal, Historische Stadthalle

5. Oktober Bielefeld, Stadthalle

6. Oktober Bremen, Pier 2

7. Oktober Lingen, Emsland-Arena

9. Oktober Oberhausen, König-Pilsener-Arena

13. Oktober Wetzlar, Rittal-Arena

14. Oktober Leipzig, Haus Auensee

15. Oktober Dresden, Alter Schlachthof

17. Oktober Hannover, Swiss Life Hall

19. Oktober Erfurt, Thüringen-Halle

21. Oktober Mannheim, Rosengarten

22. Oktober Tuttlingen, Stadthalle

23. Oktober Basel, Musical-Theater

24. Oktober Zürich, Volkshaus

27. Oktober Künzelsau, Carmen-Würth-Forum

29. Oktober Münster, Halle Münsterland


Wolfgang Niedecken: Na ja, das ist - wie mir meine Tochter beigebracht hat - ein Oxymoron, ein Wortpaar, bei dem sich die beiden Begriffe gegenseitig ausschließen. Wie "alter Knabe" oder "schwarzer Schimmel". Wenn man es genau nimmt, ist es die reduzierteste Form einer Aussage. Etwas Unmögliches in nur zwei Worten auszudrücken: Reduzierter geht nicht mehr. Im übertragenen Sinne sind wir ja alle reinrassige Straßenköter, unsere Familien sind ja alle von irgendwo her gekommen. Ganze Kontinente haben sich aus Vermischung bevölkert, man nehme nur die USA: Die Menschen dort sind von überall her gekommen, leider wurde die Urbevölkerung dabei fast ausgerottet. Wenn man über diese zwei Worte nachdenkt, dann wird das wirklich abendfüllend. Meine Familie, wir sind auch reinrassige Straßenköter.

So!: Geht es bei diesem Titel auch um Toleranz?

Niedecken: Natürlich. Das sind aber Sachen, auf die die Leute wirklich selber kommen müssen, wenn sie darüber nachdenken. Es ist doch die Hauptaufgabe eines Künstlers, dass er Gedanken anstößt und die Leute dazu animiert, ihre Toleranz und ihre Empathie zu entdecken. Was wäre unsere ganze Zivilisation ohne Empathie? Wenn wir anfangen, nur noch an uns zu denken, geht unsere komplette Zivilisation den Bach runter. Das haben wir doch alle in der Schule gelernt, im Religionsunterricht, im Ethikunterricht mittlerweile: Es geht darum, dass wir uns in einer Gemeinschaft sozialisieren, denn wir sind ja alle auch aufeinander angewiesen. Das ist eigentlich das Hauptding, das man auch in meinem Beruf transportieren muss. Ich schreibe Texte für eine Band und versuche die auf Tonträgern und auf der Bühne zu vermitteln. Wenn ich es schaffe, dem Verfall der Empathie entgegenzuwirken, dann ist das auf jeden Fall ein wunderbarer Effekt.

So!: Was bedeutet Ihnen Familie? Sind Sie ein Familienmensch?

Niedecken: Ja, würde ich schon sagen. Ich wäre ohne meine Familie ziemlich aufgeschmissen. Ich fühle mich in meiner Familie gut aufgehoben. Die Familie gibt einem ja auch Halt. Das sind doch arme Menschen, die allein im Leben stehen müssen, nirgendwo Verständnis finden. Wenn man komplett allein ist, ist das schon bitter. Ich wäre ohne Familie mit Sicherheit ein anderer.

So!: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein monothematisches Album dazu zu machen?

Niedecken: Das fing im Grunde genommen an, als ich 2012 in Woodstock das vorige Solo-Album "Zosamme alt" aufgenommen habe. Das handelte ja in erster Linie von meiner Frau und von mir. Wenn man dann den Zoom ein bisschen weiter aufzieht, merkt man: Ah, da sind ja noch mehr Leute beteiligt. Da kommt die Familie zum Vorschein. Wenn man den Zoom auch zeitlich aufzieht, dann kommen auf einmal auch meine Eltern, meine Großeltern, meine Urgroßeltern zum Vorschein. Diese Idee fand ich interessant. Ich habe damals den Leuten, die mit mir das "Zosamme alt"-Album aufgenommen haben, gesagt: Wenn das halbwegs gut ankommt, dann werden wir noch mal sowas miteinander machen. Das haben wir jetzt diesen Mai in New Orleans getan. Es war wieder eine wunderschöne Atmosphäre, mit dieser Band aufzunehmen. New Orleans ist ohnehin großartig. Das war schon ein Highlight.

So!: Warum gerade New Orleans?

Niedecken: Ach, wir haben uns 2012 in Woodstock oft über New Orleans unterhalten. Es waren ja fast alles amerikanische Musiker, mit denen ich da aufgenommen habe. Die schwärmten alle von New Orleans. Ich hatte damals sogar den Arbeitstitel schon: "Family Affairs". Und es war klar: Sobald sich ein Zeitfenster bietet, nehmen wir das auf - und zwar in New Orleans. Anfang des Jahres war mir klar: Jetzt können wir das machen, denn in diesem Jahr läuft mit BAP nichts, also habe ich Zeit für so etwas. Und siehe da: Bis auf einen Musiker konnten alle dabei sein.

So!: Ist New Orleans jetzt die neue Lieblingsstadt neben Köln?

Niedecken: Das auf jeden Fall. Ich bin jetzt im September noch mal da gewesen. Ich war unterwegs für eine fünfteilige Fernsehserie "Auf den Spuren von Bob Dylan", eine Gemeinschaftsproduktion von WDR und Arte. Wunderbar! Ich brauche immer Gründe, um nach New Orleans zu kommen. Es ist wirklich eine tolle Stadt. Gefällt mir sehr, sehr gut. Es gibt auch leichte Parallelen zwischen New Orleans und Köln: breiter Fluss, lebensfrohe Menschen. Gut, der Karneval ist jetzt nicht unbedingt ein Argument, um von Köln nach New Orleans zu müssen, aber: Auch da gibt's Parallelen (lacht) .

So!: Zurück zur Familie. Leiden Sie noch darunter, dass es mit Ihrer ersten Familie nicht geklappt hat?

Niedecken: Was heißt leiden? Mittlerweile weiß ich ja, warum es nicht geklappt hat. Natürlich hätte ich es schon lieber gehabt, wenn meine Söhne mit einem Vater zu Hause aufgewachsen wären. Dass das nicht passiert ist, das wurmt mich. Weil ich weiß, dass Jungs - wahrscheinlich auch Mädchen - in einer gewissen Phase ihres Lebens einen zu Hause anwesenden Vater benötigen. Das habe ich ihnen nicht bieten können. Das tut mir leid, klar. Aber es ist nicht so, dass ich deswegen immerzu schlaflose Nächte habe.

So!: Haben Sie sich schon immer für Familiengeschichte interessiert? Es gibt ja viele BAP-Songs, in denen es um Familie geht.

Niedecken: Ja. Ich habe schon als kleiner Junge immer die Ohren aufgesperrt, wenn die Großen Geschichten erzählten. Das habe ich aufgesogen, da habe ich mir sehr viel gemerkt. Einige dieser Geschichten kommen ja tatsächlich auch auf diesem Album vor. Etwa die Geschichte von der Evakuierung meiner Großeltern mit ihrer ganzen Sippschaft nach Thüringen. Das Stück heißt: "Dä letzte Winter em letzte Kreech". Das ist so eine Geschichte, die bei uns erzählt wurde. Manchmal habe ich sogar gesagt: Erzählt doch noch mal die Geschichte! Weil ich noch einige Details wissen wollte. Aber es gibt noch deutlich mehr. Es gibt ohne Ende Geschichten, die mit meiner Familie zusammenhängen. Viele davon kommen in meinen Stücken vor. In "Chippendale-Desch", zum Beispiel. Ich habe immer zu ganz vielen Sachen, die ich irgendwo gehört hatte, nachgefragt, Details abgefragt. Und das hat dann seinen Niederschlag in den Texten gefunden.

So!: Gut, wenn dann jemand da ist, bei dem man nachfragen kann.

Niedecken: Ja, klar. Mittlerweile bin ich der Drittälteste aus der Familie, aus der Linie meiner Mutter. Ich habe noch zwei Cousinen, die älter sind als ich.

So!: Werden Erinnerungen wichtiger für Sie? Können Sie jetzt Geschehnisse aus der Vergangenheit anders bewerten als früher?

Niedecken: Das ist immer eine Frage der Perspektive. Ich bin jetzt 66, da gibt es schon einen Perspektivwechsel. Als der Severin geboren wurde, war ich 32. Da war ich ein anderer Vater, als ich das jetzt bin. Heute kann ich einige Sachen aus meiner Erfahrung heraus auch anders beurteilen, als wenn man gerade in der Situation drinsteckt. Mittlerweile sind alle vier Kinder aus dem Haus. Es steckt ganz viel Erlebtes in diesen Zwischenräumen. Wenn man das erlebt hat und das auch reflektiert, dann denkt man anders darüber. Erfahrungen sind da, um gemacht zu werden. So ist das halt.

So!: Sie mögen gerne alte Fotos als Zeitdokumente. Stimmt es, dass Sie für das Foto-Archiv der ganzen Familie zuständig sind?

Niedecken: Wenn ein altes Mitglied einer Familie stirbt, dann wissen die Nachkommen oft nicht, wo sie mit den Sachen hin sollen. Bei uns in der Familie ist allerdings klar: Die Fotos gehen in der Regel an mich. Ich versuche, die auf jeden Fall zu bewahren. Viele der Fotos, mit denen ich mich für dieses Album auseinandergesetzt habe, stammen teilweise von Cousinen und Vettern, die sie mir gegeben haben, als ihre Eltern gestorben sind. Sie wissen: Bei mir sind die Fotos gut aufgehoben.

So!: Ist eine Person auf dem Foto, die niemand kennt, dann versuchen Sie auch herauszufinden, wer das ist.

Niedecken: Ja. Ich habe momentan noch eine ganze Zigarrenkiste voller Fotos, wegen der ich dringend noch meine beiden älteren Cousinen fragen muss, wer denn da drauf ist (lacht). Da steht drauf: "Käthi fragen" (lacht). Sie haben ja das Booklet gesehen, oder? Da ist meine Tante Netta drauf, mit zwei blonden Töchtern. Diese beiden leben noch. Die Käthi ist meine gefühlte Schwester. Sie war die einzige, die mir die Nase putzen durfte, wenn meine Spielkameraden dabei waren (lacht).

So!: Sie sammeln auch Erinnerungsstücke der Familie. Zum Beispiel soll es da eine besondere Puddingform geben?

Niedecken: Ja, genau. Sie sind ja gut informiert. Es gibt sie tatsächlich, diese Puddingform in Form eine Weinrebe. Als meine Mutter gestorben war, habe ich die beim Ausräumen ihrer Küchenutensilien gefunden. Ich konnte mich nicht davon trennen, weil ich mich immer sehr gerne daran erinnert habe, wie sie mir darin den großartigen dreistöckigen Lieblingspudding gemacht hat. Eine Schicht Schokoladenpudding, eine Schicht Vanille und eine Schicht so rotegrützeartiges Glibberzeug. Das wurde dann gestürzt - und man hatte diesen wunderbaren Pudding in Form einer Weinrebe. Der war sensationell! Das Auge isst ja mit (lacht).

So!: Gibt es aus der Form heute noch Pudding?

Niedecken: Ja, ab und zu kriege ich meine Frau dazu, dass sie mir das macht (lacht). Aber ich bin auch der einzige, der das dann isst (lacht). Na ja.

So!: Noch mal zum Album: Es ist gleich toll in die deutschen Charts eingestiegen: Platz zwei.

Niedecken: Ich hatte, ehrlich gesagt, schon gehofft, dass wir damit in die Top-Ten gehen. Dass es dann tatsächlich auf zwei eingestiegen ist, hat mich dann schon sehr erstaunt. Und mich total gefreut. Jetzt nicht aus kommerziellen Interessen, sondern weil das für mich bedeutete, dass die Leute dieses Album kapiert haben. Denn eine Zusammenstellung von Stücken, die man womöglich auf anderen Alben schon hat, hätte es womöglich nicht geschafft, die Leute zum Kaufen zu bewegen. Wer alle BAP-Alben zu Hause hat, kann sich das Album auch selbst hintereinander schneiden, wenn er will. Bis auf zwei Songs: "Reinrassije Strooßekööter" und "Jebootsdaachspogo". Aber: Das wäre ein anderes Album, das hätte keinen Bogen, das würde von der Musik her sehr springen, weil die Stücke ja zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen wurden, auch qualitativ unterschiedlich von der Musikalität her. Ich glaube, ich habe es geschafft, dass die Leute dieses Album wirklich auch verstehen. Ich habe mir große Mühe gegeben, ein vernünftiges Booklet zu machen, wo man das auch mitlesen kann. Das Album ist fast so etwas wie ein Hörbuch. Man kann sich wirklich einen gemütlichen Abend machen, das Album hören, im Booklet dazu lesen und die Fotos ansehen. Es ist kein Easy-Listening-Album, man muss sich damit schon ein bisschen auseinandersetzen. Aber das war gerade das Schöne und auch mein erster Gedanke, als ich hörte, dass es auf Platz zwei eingestiegen ist: Die Leute haben das verstanden. Bevor man so ein Ding veröffentlicht, denkt man ja oft darüber nach, hinterfragt sich ja. Kann das einer verstehen? Wenn diese Message angekommen ist, dann beruhigt mich das schon.

So!: Haben Sie in den älteren Liedern, die auf dem Album sind, neues Potenzial entdeckt?

Niedecken: Es sind einige Stücke drauf, bei denen ich bei den ursprünglichen Aufnahmen nicht hundertprozentig zufrieden war. Ich habe mich beispielsweise immer darüber geärgert, dass wir "Suwiesu" nicht live spielen konnten. Da waren zu viele Effekte drauf. Außerdem habe ich es in einer Tonlage gesungen, die für mich nicht bequem ist. Dieses Stück haben wir jetzt in der Tonart runtergesetzt und sehr minimalistisch arrangiert. Ich freue mich sehr, dass ich das jetzt auf der nächsten Tour auch mal spielen kann. Es ist nämlich wirklich eines meiner absoluten Lieblingsstücke. Es sollte sogar ursprünglich mal das Titelstück des "Aff un zo"-Albums werden, aber dann habe ich noch dieses Reggae-Stück geschrieben, dass dann das Titelstück wurde. Wir haben "Suwiesu", glaube ich, nur einmal live gespielt. Und das war eine Qual, weil es mir einfach zu hoch war. Und auch zu effektüberladen. Aber diese Version jetzt mag ich sehr.

So!: Sie haben vor einem Jahr das offizielle Rentenalter erreicht. Haben Sie sich darüber überhaupt Gedanken gemacht?

Niedecken: Nicht wirklich. Das ist ein Geburtstag wie jeder andere. Ich war erstaunt, dass er medial begleitet wurde. Es kamen eine Menge Anfragen zu dem Thema, und ich dachte: Was ist denn los? Normalerweise kommen diese Anfragen doch nur, wenn genullt wird. Ich dachte also, das würde mir erst wieder bevorstehen, wenn ich siebzig werde. Aber 65 war dann plötzlich auch interessant. Mir ging es dann schon auf: Stimmt, da ist man ja normalerweise in der Rente. Aber: Da habe ich gar keine Zeit für.

So!: Das Langsamer-Machen nach dem Schlaganfall hat demnach überhaupt nicht geklappt?

Niedecken: Na ja, was geklappt hat, ist, dass ich nur noch Sachen mache, die ich gerne tue. Und positiver Stress ist ja keiner. Was ich in diesem Jahr alles gemacht habe - die Ausstellung, das Buch zur Ausstellung, mein Logbuch, die Reise auf Bob Dylans Spuren in Amerika, das Familienalbum, das Booklet dazu - habe ich gerne getan, das hat ja alles Spaß gemacht. Stressig wird es nur, wenn etwas dazwischen kommt. Weil ja vieles wirklich auf Kante genäht ist. Da kann es dann schon mal negativ werden.

So!: Langweilig wird es Ihnen also nicht?

Niedecken: Ganz sicher nicht! Aber im nächsten Jahr muss ich besser aufpassen, dass ich nicht alles auf Kante nähe.

So!: Ist das ein positiver Effekt des Schlaganfalls, dass Sie jetzt nur noch machen, was Ihnen wirklich wichtig ist?

Niedecken: Das ist auf jeden Fall ein positiver Aspekt. Ich muss halt aufpassen, dass ich mich nicht in irgendetwas hineinziehen lasse, wo ich die Konsequenzen nicht weiß. Da hab' ich keine Zeit für. Also: Ich muss mein Time-Management ein bisschen optimieren.

So!: Sie gehen ja im Frühjahr und im Herbst wieder auf Tour. Ist das nur Freude oder...

Niedecken: Das ist nur Freude! Ich sage immer: Auf Tour gehen und für die Leute spielen, das ist das Allerhöchste. Dafür machen wir das ja alles. Ich könnte mir gar nicht vorstellen, eine Platte aufzunehmen und dann nicht damit auf Tour zu gehen. Das wäre doch furchtbar. Ich will ja sehen, wie das bei den Leuten ankommt. Das ist eine sinnliche Erfahrung, die mir sehr wichtig ist. Auf Tour gehen, das mache ich wirklich am allerliebsten.

Interview: Andrea Herdegen

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Andrea Herdegen
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Veröffentlicht am:
02. 12. 2017
00:00 Uhr

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Andrea Herdegen

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02. 12. 2017
00:00 Uhr



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