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Fichtelgebirge

Jagdszenen im Kurort

Halbstarke, Rocker und jede Menge Polizei: In Bischofsgrün entstehen Szenen für den neuen "Fichtelgebirgskrimi".



Der Marktplatz von Bischofsgrün war die perfekte Kulisse für dieses Showdown zwischen jugendlichen Halbstarken und Motorradrockern im "Fichtelgebirgskrimi" - zum Glück war’s nur ein Film, sonst läge die gute Stube des Kurorts jetzt wohl in Schutt und Asche. Fotos: Andreas Gewinner
Der Marktplatz von Bischofsgrün war die perfekte Kulisse für dieses Showdown zwischen jugendlichen Halbstarken und Motorradrockern im "Fichtelgebirgskrimi" - zum Glück war’s nur ein Film, sonst läge die gute Stube des Kurorts jetzt wohl in Schutt und Asche. Fotos: Andreas Gewinner   Foto: Andreas Gewinner » zu den Bildern

Bischofsgrün - Halbstarke fallen über den Marktplatz her, terrorisieren Kurgäste, treten gegen Mülleimer. Aber es kommt noch schlimmer. Furchteinflößend aussehende Biker rollen durch die Kurzone, Streit kommt auf. Aber die Kurgäste sind nicht echt, die Halbstarken auch nicht, nur die Biker - Dreharbeiten mitten in Bischofsgrüns guter Stube. Nur einer spielt nicht mit.

10 Uhr auf dem Marktplatz: Es herrscht mehr Leben als sonst um diese Zeit. Rund 40 Menschen tummeln sich hier, jeder hat eine bestimmte Funktion vor oder hinter der Kamera. Pärchen, die von echten Kurgästen nicht zu unterscheiden sind, müssen immer wieder durchs Bild laufen, bis Regisseur Michael von Hohenberg zufrieden ist. Er kontrolliert den Bildausschnitt auf einem kleinen Bildschirm, der auf einem Mast montiert ist.

Die Dreharbeiten haben gerade erst begonnen, und er ist im Zeitplan schon hintendran. Das Problem ist die Sonne. Mal scheint sie, mal verschwindet sie hinter Wolken. Das ist nicht gut. Denn werden im fertigen Film die einzelnen Szenen zusammengeschnitten, muss es immer die gleichen Lichtverhältnisse geben, sonst sieht der fertige Film unprofessionell aus. Und auf Professionalität legt Michael von Hohenberg Wert, auch wenn der Film mit einem Minibudget entsteht. Praktisch jeder arbeitet ohne Bezahlung. Die Biker, die überwiegend aus der Oberpfalz kommen und sich auf einen Komparsenaufruf hin gemeldet haben, sind aus Spaß an der Freud’ dabei, sie bekommen lediglich Benzingeld für ihre Bikes, zumeist Harleys, deren tiefes Wummern ein Lächeln auf die Gesichter der Schaulustigen am Marktplatz zaubert. Zwei Wochen Drehzeit hat von Hohenberg für seinen Film einkalkuliert, genauer: seine Serie "Siebenstern - der Fichtelgebirgskrimi". Darin geht es um vier kleine Polizeistationen im Bereich der Inspektion Wunsiedel, die Rationalisierungsmaßnahmen zum Opfer fallen sollen. Die Polizisten versuchen mithilfe fingierter Verbrechen das Schicksal abzuwenden.

Die ersten Szenen wurden in von Hohenbergs heimischem Studio in Weißenstadt abgedreht, wo die fiktive "Polizeistation Siebenstern" eingerichtet worden ist. Nach dem Drehtag in Bischofsgrün ging es nach Betzenstein, wo auch Stuntmen im Einsatz waren. Und obwohl es keine Gage gibt, konnte von Hohenberg durchaus namhafte Darsteller gewinnen. Darunter Nadine Badewitz, die schon im Franken-"Tatort" zu sehen war. Ebenfalls dabei sind "Tatort"-Ermittler Andreas Leopold Schadt, Giovanni Arvaneh ("Marienhof") oder Hubert Burczek. Zu sehen sein wird auch Bezirksheimatpfleger Prof. Günter Dippold - als oberfränkischer Polizeipräsident.

—————

Der fertige Film wird Ende November im Kino zu sehen sein und als Serie ab Dezember auf Amazon Prime.

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Andreas Gewinner
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Veröffentlicht am:
22. 08. 2019
17:14 Uhr

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Andreas Gewinner

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22. 08. 2019
17:14 Uhr



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