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Fichtelgebirge

Eine halbe Million für das Info-Zentrum

Mit dem Zuschuss der Regierung kann im kommenden Jahr der Bau am Labyrinth unter dem Epprechtstein beginnen. Auch ein Parkplatz und eine Toilette sind geplant.



Ortsbesichtigung am künftigen Standort des Touristenzentrums: (von links) Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Stadtarchivar Werner Bergmann, Bürgermeister Thomas Schwarz und die Architekten Peter Kuchenreuther und Susann Schäfer.	Foto: Magdalena Dziajlo
Ortsbesichtigung am künftigen Standort des Touristenzentrums: (von links) Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Stadtarchivar Werner Bergmann, Bürgermeister Thomas Schwarz und die Architekten Peter Kuchenreuther und Susann Schäfer. Foto: Magdalena Dziajlo  

Kirchenlamitz - Dem Bau eines Informationszentrum für Touristen am Granit-Labyrinth Epprechtstein in Kirchenlamitz steht nichts mehr im Weg. Die Regierungspräsidentin von Oberfranken, Heidrun Piwernetz, übergab nun den Förderbescheid in Höhe von 476 704 Euro an Bürgermeister Thomas Schwarz. "Jetzt können wir endlich loslegen. Der Bau des Infozentrums war eigentlich schon 2009 bei der Planung des Labyrinths als zweiter Bauabschnitt geplant", sagte Schwarz. Außer der Tourist-Info mit einer öffentlichen, behindertengerechten Toilette lässt die Stadt einen neuen Parkplatz und neue Wege anlegen.

Rund 650 000 Euro kosten die Maßnahmen insgesamt. Im kommenden Jahr beginnt der Bau des Info-Zentrums. Dort erfahren die Gäste in Zukunft Wissenswertes über die Geschichte des Granitabbaus in der Region und erhalten Tipps und Vorschläge für die Rad- und Wanderwege rund um den Epprechtstein. "Es wird sich dann zeigen, ob wir jemanden brauchen, der dauerhaft vor Ort ist", sagte der Bürgermeister.

Peter Kuchenreuther, Architekt des neuen Informationszentrums, erklärte vor Ort, wie das Gebäude aussehen soll: zwölf mal zwölf Meter wird das Zentrum aus Holz groß werden, quadratisch, wie das Labyrinth selbst. Etwa die Hälfte des Gebäudes soll später einmal als öffentlicher Informationsraum für die Touristen dienen, aber auch für Vorträge, Workshops oder kleine Veranstaltungen genutzt werden.

Die zweite Hälfte wird geteilt - in einen kleinen Versorgungsraum mit Teeküche und eine öffentliche Toilette. Direkt zwischen dem bereits vorhandenem Parkplatz und dem Epprechtstein Labyrinth gelegen, blicken die Besucher direkt auf rund 1500 Tonnen Granit.

Vor dem Labyrinth war beim Buchhaus eine Industriebrache gestanden. Die neue Nutzung erinnere an die ehemalige Steinhauerindustrie, erklärte Kuchenreuther. Die Granitwerke im Fichtelgebirge belieferten Kunden weltweit. Granit aus der Region stecke in der Siegessäule in Berlin, dem Rinderbrunnen in München oder der Befreiungshalle in Kelheim.

"Es ist schön zu sehen, was schon entstanden ist und dass die touristischen Angebote so beliebt sind", sagte Heidrun Piwernetz. Erfreulich sei auch die positive Entwicklung der Touristenzahlen. Kamen 2010 noch etwa 6400 Tages- und Übernachtungsgäste nach Kirchenlamitz, seien es 2015 bereits mehr als 8000 gewesen. Das vielseitige Tourismusangebot wie das Granit-Labyrinth oder die Wiedereröffnung der leer stehenden Gaststätte 'Waldschmiede' gegenüber dem Labyrinth trage zu dieser Entwicklung bei. Die Städtebauförderung fördere vor allem Projekte, die Einheimischen und Touristen Qualität bieten. "Das Ergebnis hier in Kirchenlamitz kann sich sehen lassen", sagte die Regierungspräsidentin.

Die Mittel stammen aus dem regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm. Das bayerische Wirtschaftsministerium gewährt diese nach der Richtlinie zur Förderung von touristischen Einrichtungen. Der Fördersatz liegt bei 80 Prozent.

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Magdalena Dziajlo
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Veröffentlicht am:
11. 08. 2017
17:24 Uhr

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Magdalena Dziajlo

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11. 08. 2017
17:24 Uhr



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