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Fichtelgebirge

Festival Mediaval: Am Donnerstag öffnen sich die Tore

Aus Anlass des Jubiläums wird das Mittelalterfest heuer einen Tag länger dauern. Mitfeiern kann auch, wer kein Ticket hat.



Mit einem Festzug erobert das mittelalterliche Volk den Goldberg.	Foto: Silke Meier
Mit einem Festzug erobert das mittelalterliche Volk den Goldberg. Foto: Silke Meier  

Selb - Am Mittwoch gibt es zum Warmwerden schon einmal das Kirchenkonzert mit "VoCaMe", am Donnerstag geht's dann auf dem Goldberg richtig los: Das Festival Mediaval findet zum zehnten Mal statt, und das wird richtig groß gefeiert.

Um 16 Uhr öffnen sich am Donnerstag die Tore zum Festplatz ganz offiziell, um 17 Uhr setzt sich der Festzug der Darsteller und Veranstalter vom Andres-Turm aus durch die Stadt zum Goldberg in Bewegung. Um 18 Uhr ist die Eröffnung auf der Schlossbühne. Dabei sein lohnt sich, denn während der Eröffnungsshow werden Gratis-T-Shirts in die Menge geschleudert, verspricht Veranstalter Bläcky Schwarz.

Wie in den vergangenen Jahren auch können alle ein bisschen Festivalluft schnuppern: Wer sich kein Ticket kaufen kann oder will, hat zumindest zur Goldbergbucht am Haidteich freien Zutritt. Dort treten verschiedene Bands und Artisten auf, es gibt das Raubvogellager, Workshops und den Wettbewerb im Tauziehen, und am Sonntagabend um 19 Uhr als furiosen Höhepunkt "Die Schlacht um die Goldbergbucht", bei der mit Kanonendonner und Säbelrasseln Schaukämpfe gefochten werden. In diesem Jahr rechnet Teamleiter Sascha Hoffmann mit seinem Bühnentod: "Wir haben da beim Wunsiedler Collis Clamat eine kleine Fehde mit den Schotten vom Lager ,Der Tross' angefangen, und ich glaube, das hat Konsequenzen", sagt er lachend.

Bewährt haben sich auch die verbilligten Einwohnertickets für all jene, die Selb als Wohnort im Ausweis stehen haben. Zu haben sind die noch bei der Tourist-Info.

Aber wie in jedem Jahr haben sich der Veranstalter und sein Team auch dieses Mal etwas Neues einfallen lassen. Premiere wird zum Beispiel das Literaturzelt haben, die Ehre der Eröffnung gebührt dem bekannten Fantasyautoren Markus Heitz. Der wird zusammen mit den Musikern von Corvus Corax den Musik-Literatur-Mix "Der Fluch des Drachen" vortragen. Ein völlig neues Format, wie das Künstler-Kollektiv betont.

Völlig neu ist auch die sogenannte Black Stage, wo ein Gruselkabinett auf nervenstarke Besucher wartet.

Auch Einzigartiges wird bis Sonntagabend zu erleben sein, zum Beispiel bei den vielen Jubiläumsshows der Musiker. Die Selber Formation "The Blackbeers" feiert mit einem Augenzwinkern ihr einjähriges Bestehen, das zehnte Jubiläum haben die Gruppen Purpur, Euphorica und Pyrates; seit 15 Jahren im Geschäft sind Rhiannon. Die Musiker von Dunkelschön stellen außerdem erstmals ihre brandneue CD "Abraxas" live vor. Die Bühnen teilen sie sich mit Szenegrößen wie In Extremo, Omnia, Faun und Dikanda, um nur einige wenige zu nennen - 32 Bands werden zu hören sein, darunter auch die Hohenberger Burgmusiker von Grex Confusus.

Dazu kommen noch 14 Künstlergruppen wie die Selber Bauchtänzerinnen um Kahira oder der indische Magier Shri Magada. 26 Gruppen haben sich für das Lagerleben angemeldet, darunter die Köhler vom Selber Verein ENKL, die Brüder und Schwestern vom Kloster Wellerthal und die Wunsiedler Hundlinge. Die haben übrigens drei Mini-Katapulte im Gepäck, wie Michael Fuchs verrät: "Wir machen ein Kinderprogramm. Wir schießen Schaumküsse und die Kids können sie fangen. Oder die Mama mit der Stirn", sagt er schmunzelnd.

Wer mag, kann sich außerdem bei einem der vielen Workshops beteiligen und dort seine Fertigkeiten im höfischen Gesellschaftstanz vergangener Jahrhunderte ebenso ausbauen wie seine Talente im Schwertkampf oder an der Drehleier erproben. Eine umfassende Händlermeile und ein gut bestückter Kunsthandwerkermarkt runden das Erlebnis ab.

Zwei Dinge wird es in diesem Jahr aber nicht geben: Zum einem ein musikalisches Themenspecial; in den Vorjahren waren das zum Beispiel schottische oder keltische Klänge. Zum anderen fällt heuer der Nachwuchspreis aus. Aber bei dem üppigen Programm dürfte das kaum tragisch sein. Nachzulesen ist es unter www.festival-mediaval.com im Internet. tami

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Veröffentlicht am:
04. 09. 2017
18:06 Uhr

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04. 09. 2017
18:06 Uhr



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