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Alexbad erhält Auszeichnung

Der Bayerische Heilbäder-Verband übergibt das Gütesiegel für vorbildliche Gesundheitsförderung. Das Gesundheitszentrum Bad Alexandersbad erfüllt alle Voraussetzungen.



Sie freuten sich über das verliehene Gütesiegel des Bayerischen Heilbäder-Verbandes (BHV): (von links)Anja Hösl, Gesundheitszentrum Bad Alexandersbad, Rudolf Weinberger, Geschäftsführer des BHV, Silke Schwichtenberg-Fuchs, Johannesbad Fachkliniken Bad Füssing, Alexander Stopp, Parkhotel Bad Füssing, Mario Hikli, Institut für Gesundheitsförderung Bad Füssing, Heinrich Saller, Praxis für Physiotherapie Bad Füssing und Gerhard Winklhofer, Fortbildungsleiter des BHV. Foto: pr.
Sie freuten sich über das verliehene Gütesiegel des Bayerischen Heilbäder-Verbandes (BHV): (von links)Anja Hösl, Gesundheitszentrum Bad Alexandersbad, Rudolf Weinberger, Geschäftsführer des BHV, Silke Schwichtenberg-Fuchs, Johannesbad Fachkliniken Bad Füssing, Alexander Stopp, Parkhotel Bad Füssing, Mario Hikli, Institut für Gesundheitsförderung Bad Füssing, Heinrich Saller, Praxis für Physiotherapie Bad Füssing und Gerhard Winklhofer, Fortbildungsleiter des BHV. Foto: pr.  

Bad Alexandersbad/Bad Füssing -

Der Bayerische Heilbäder-Verband treibt die Gesundheitsförderung erfolgreich voran. Geschäftsführer Rudolf Weinberger verlieh in Bad Füssing das Gütesiegel "Vorbildliche Gesundheitsförderung am Kurort" an das Gesundheitszentrum Bad Alexandersbad sowie vier weitere Kurorte in Bad Füssing.

"Damit gibt es aktuell 56 Gütesiegelinhaber aus 49 Betrieben und Institutionen in den bayerischen Heilbädern und Kurorten", sagte Weinberger. Anja Hösl vom Gesundheitszentrum Bad Alexandersbad nahm das Gütesiegel stolz entgegen. Auch Silke Schwichtenberg-Fuchs von der Johannesbad-Fachklinik Bad Füssing, Alexander Stopp vom Parkhotel Bad Füssing, Mario Hikli vom Institut für Gesundheitsförderung Bad Füssing und Heinrich Saller, Praxis für Physiotherapie in Bad Füssing, freuten sich über die Auszeichnung für ihr Haus.

Wie es in einer Pressemitteilung heißt, betonte Rudolf Weinberger, dass sich die bayerischen Heilbäder und Kurorte zu modernen Kompetenzzentren für Kur und Rehabilitation entwickelt haben. "Die Gesundheitsförderung ist zu einem selbstverständlichen Element der ambulanten Kur in Bayern geworden", sagte Weinberger. "Verschiedenste Entspannungsformen, Bewegungstraining, Ernährungsseminare oder auch Tabakentwöhnung sind eine sinnvolle und qualitative Ergänzung des Kurerfolges."

Um das Gütesiegel zu erlangen, müssen sich die Leistungsträger weiterbilden. Ein wichtiger Bestandteil der Weiterbildung ist die Entwicklung und Umsetzung geeigneter Kurskonzepte für den eigenen Betrieb und dies nicht nur im Rahmen einer ambulanten Kur, sondern gerade auch im Bereich der Prävention für gesundheitsbewusste Gäste und Einheimische und im betrieblichen Gesundheitsmanagement, sagte Schulungsleiter Gerhard Winklhofer.

Die gesetzlichen Krankenversicherungen berichten von einem steten Anstieg krankheitsbedingter Ausfälle in den vergangenen zehn Jahren. Weiter rechnet eine Studie der Strategieberatung Booz&Company aus: Unternehmen hätten im Durchschnitt jährlich 3598 Euro Krankheitskosten - pro Mitarbeiter.

Und die Abwesenheit wegen psychischer Erkrankungen hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. So machen seelische Leiden heute laut dem BKK Gesundheitsreport 2016 über 15 Prozent der Ausfälle aus. Sie sind dabei besonders tückisch, weil betroffene Arbeitnehmer meist sehr lang ausfallen. Hinzu kommt als eher negative Perspektive der demografische Wandel: Die Mitarbeiter werden immer älter und sind damit häufig anfälliger für Krankheiten und meist überlastet.

Die gesamte Entwicklung ist für Unternehmen zunehmend besorgniserregend und stellt eine immer größere finanzielle Belastung dar. Dabei gibt es Mittel und Wege, um die Gesundheit der Mitarbeiter positiv zu beeinflussen und aus der Negativspirale auszubrechen. Starke Partner für die betriebliche Gesundheitsförderung sind die bayerischen Heilbäder und Kurorte.

Laut Weinberger sind gesunde und motivierte Mitarbeiter für Unternehmen ein wirtschaftlicher Grundstein und Erfolgsgarant zugleich. Wer als Unternehmer die Kosten scheut: Die Initiative Gesundheit und Arbeit gibt an, dass jeder ausgegebene Euro für präventive Maßnahmen zwischen zwei und fünf Euro einspart. Zudem unterstützt der Staat die Förderung der Mitarbeitergesundheit mit bis zu 500 Euro, die ein Betrieb pro Mitarbeiter und Jahr lohnsteuerfrei für entsprechende Maßnahmen investieren kann. Nebenbei helfen die Programme nicht nur, Krankheitskosten zu reduzieren und die Produktivität zu steigern, auch Mitarbeiterzufriedenheit, -bindung und -motivation werden durch entsprechende Angebote gestärkt.

Die bayerischen Heilbäder und Kurorte seien mit ihrer Gesundheitskompetenz ideale Netzwerkpartner, um im Bereich des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und der immer länger werdenden Lebensarbeitszeit Kosten für Betriebe einsparen zu können. Hier müsse eine gemeinsame und tragfähige Präventionsstrategie für die Beschäftigten entwickelt werden, um auch den stetig ansteigenden Volkskrankheiten wie Burnout, Diabetes oder Übergewicht entgegen zu steuern.

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09. 10. 2017
18:12 Uhr

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09. 10. 2017
18:12 Uhr



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