Topthemen: "Tannbach"-FortsetzungZentralkauf weicht Hof-GalerieKaufhof-UmbauGerch

Fichtelgebirge

Ein neuer Freund

Der kleine Leser Finn ist elf Jahre alt und schon ein richtiges Schreibtalent. Er hat sich eine Geschichte von Freundschaft und Vergebung ausgedacht.



Der böse Karlos oder Max (er)lebt Weihnachten

Hallo, ich bin Max und wohne in einem kleinen Haus, in einem kleinen Dorf. Bald ist Weihnachten und es schneit immerzu. Manche fahren Schlitten, manche fahren Schlittschuh oder Ski.

„Max, kommst du zum Frühstück?“, ruft meine Mama. „Ich komme gleich!“ Übrigens haben wir den 23. Dezember. Ein schönes Gefühl, zu wissen, dass morgen Weihnachten ist! Schnell rufe ich noch meine Freunde Jakob und Ruben an und frage, ob wir Schlitten fahren wollen. „Ja!“, lautet die Antwort und wir verabreden uns für 14 Uhr am Schlittenberg. Mein Frühstück esse ich aber noch auf, denn Mama hat Pfannkuchen mit Marmelade gemacht. Mein Lieblingsessen! „Und, schmeckt‘s dir, mein Sohn?“ „Es ist wie immer sehr gut, Mama“, erwidere ich schmatzend. „Ich gehe später mit Jakob und Ruben zum Schlittenberg, okay?“ „Na klar, kein Problem!“

Als es Zeit zum Aufbrechen wird, ziehe ich mich warm an, schnappe ich mir meinen Schlitten und marschiere los. Auf dem Weg treffe ich den bösen Karlos. Ihr fragt euch, wieso er böser Karlos heißt? Immer wenn man einen Schneemann oder eine Burg baut, kommt der böse Karlos und macht es kaputt. Dann war die ganze Sache umsonst. Deswegen heißt er so. Am Schlittenberg angekommen, sehe ich, dass Kinder einen Schneemann bauen. Kaum ist er fertig, kommt der böse Karlos und zerstört ihn. Das macht mich so wütend, dass ich auf ihn einen Schneeball werfe: „Au!“ Er dreht sich um und schreit: „Warst du das?“ „Ja“, gebe ich mutig zu, „du sollst nicht immer alles kaputt machen!“ Er rast auf mich zu und jagt mich, aber unten am Berg kann er nicht mehr und stampft wütend nach Hause. Ich renne zurück zu meinen beiden Freunden. „Warum schnaufst du denn so?“, wollen sie wissen. Und ich erzähle ihnen, was passiert ist.

Inzwischen bei Karlos daheim. „Ich bin wieder da, Mama!“ „Wo warst du?“ Karlos meint: „Mit Freunden unterwegs.“ Seine Mutter schaut ihn an: „Quatsch! Du hast doch gar keine Freunde! Außerdem bekommst du kein Taschengeld mehr und jetzt geh mir aus den Augen!“ Traurig verlässt Karlos das Haus und läuft Richtung Schlittenberg.

Dort fahren die drei Freunde mittlerweile gemeinsam den Schlittenberg im Affenzahn hinunter. Unten angekommen, treffen sie auf den bösen Karlos. Doch halt! Sie bemerken, dass er auf einmal traurig aussieht. Sie gehen auf ihn zu: „Was ist los mit dir, Karlos?“  Er blickt zu Boden: „Ich wurde daheim rausgeschmissen…“ Die drei blicken sich verwundert an: „Warum gehst du dann nicht zu deinen Freunden, die muntern dich schon wieder auf!“ „Na, weil…weil ich keine Freunde habe. Keinen einzigen!“ Jakob, Ruben und ich nicken uns zu und sagen fast gleichzeitig: „Wollen wir vier Freunde sein?“ Jetzt blickt Karlos hoch, staunend sagt er: „Oh, gerne!“ Ich schüttle ihm die Hand und sage noch: „Aber du musst uns versprechen, dass du nichts mehr kaputt machst.“ „Geht klar!“, antwortet Karlos. Und dann fahren die vier Freunde noch lange Schlitten. Erst als es dunkel wird, geht jeder heim.

Müde falle ich in mein Bett. Am nächsten Morgen, es ist der Weihnachtsmorgen, wache ich früh auf und treffe mich mit Jakob, Ruben und Karlos zum Schlittschuh fahren. Es ist ein herrlicher Tag. Erst abends trennen wir uns, denn da kommen Oma und Opa zum Feiern. Wir essen Gans mit Klos. Bei den Geschenken ist auch ein neuer Schlitten dabei! Ich freue mich schon darauf, ihn mit unserem neuen Freund auszuprobieren!

Autor

Redaktion
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
22. 12. 2017
09:35 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Freunde Frühstück Geschichte Leser Leserweihnacht 2017 Mütter Schlittschuhlaufen Schneemänner Weihnachten Wut
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Zweiter Weltkrieg - Ardennenoffensive

20.12.2017

Zwischen Freude und dem Hungern

Anton Röll ist während des Zweiten Weltkrieges in französische Gefangenschaft geraten. Erst 1948 kehrte er zurück, es veschlug ihn nach Bayern. Seine Nichte Margit Hofmann lebt in Thiersheim. Sie hat die Aufzeichnungen i... » mehr

Weihnachtsgeschenke

19.12.2017

Kritischer Blick auf den Gabentisch

Erika Mix aus Eisenbühl bei Berg feiert an Weihnachten die Geburt Jesu Christus. Der Rummel um Geschenke und Konsum hat sie zu diesen Zeilen inspiriert: » mehr

Blumen im Wintermantel

20.12.2017

Hier blüht die Rose

Dass man auch im Winter Wärme finden kann, fasst Edeltraud Lutz aus Wunsiedel in ihrem mundartlichen Gedicht über eine Rose und eine Begegnung zusammen. » mehr

Schneefall

20.12.2017

Gedicht zur Winterzeit

Edeltraud Lutz aus Wunsiedel findet Gefallen an der Oberpfälzer Mundart, auch wenn es nicht ihre Muttersprache ist. Sie hat ein Gedicht über die Stille im Winter verfasst. » mehr

Kerze an Weihnachtsbaum

19.12.2017

Gedanken in Gefangenschaft

Margit Hofmann lebt in Thiersheim. Ihr Onkel Anton Röll hat den 23. Dezember 1946 in französischer Kriegsgefangenschaft in Saint Philibert verbracht und dieses Gedicht geschrieben. Im vergangenen September ist er im Alte... » mehr

BR_Radltour_in_Marktredwitz_03.jpg Marktredwitz

01.08.2016

Ja, mir san mit'm Radl da

Durch die BR-Radltour hat Marktredwitz viele neue Freunde gewonnen. Die Teilnehmer sind voll des Lobes. Viele Helfer stemmen ein logistisches Mammut-Projekt. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

"Arthurs Gesetz": Dreharbeiten in Hof Hof

"Arthurs Gesetz" Dreharbeiten in Hof | 16.01.2018 Hof
» 5 Bilder ansehen

VLF-Ball in Münchberg

VLF-Ball in Münchberg | 14.01.2018 Münchberg
» 23 Bilder ansehen

Blue Devils Weiden - Selber Wölfe 5:10

Blue Devils Weiden - Selber Wölfe 5:10 | 14.01.2018 Weiden
» 27 Bilder ansehen

Autor

Redaktion

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
22. 12. 2017
09:35 Uhr



^