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Fichtelgebirge

Jeder neunte Bürger schwerbehindert

Behindertenbeauftragte Ursula Ebert fordert noch mehr Anstrengungen, um Barrieren abzubauen. Die meisten Menschen mit Beeinträchtigungen sind älter.



Wunsiedel - Der demografische Wandel ist trotz der steigenden Geburtenzahlen eines der Megathemen im Landkreis Wunsiedel. Daher plädiert die Behindertenbeauftragte des Landkreises, Ursula Ebert, für weitere Anstrengungen, um Barrieren in der Öffentlichkeit abzubauen. "Dadurch können auch Menschen mit Behinderungen, aber auch ältere Bürger oder Eltern mit Kinderwagen, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen." Als wichtigen Mitstreiter für ihr Ziel sieht sie unter anderem den Kreis-Seniorenbeauftragten Horst Weidner, der sich ebenfalls seit Jahren dem Thema Barrierefreiheit annimmt.

Dass dies wichtig ist, belegt Ursula Ebert mit Zahlen. So sind im Landkreis 11 046 Menschen registriert, die eine Behinderung haben. "Davon sind 8305 Männer, Frauen und Kinder schwerbehindert." Bei derzeit rund 73 300 Einwohnern ist fast jeder neunte Bewohner des Landkreises von einer sogenannten Schwerbehinderung betroffen. Wie Ebert weiter ausführt, sind 3062 Menschen beim Gehen stark beeinträchtigt. Unter anderem sind 41 Frauen und Männer auf einen Rollstuhl angewiesen. "Allerdings muss letztgenannte Zahl nicht repräsentativ sein, da zum einen vielleicht auch jene registriert sind, die nicht ständig auf einen Rollstuhl angewiesen sind, und andere aber vielleicht überhaupt nicht erst in die Statistik eingegangen sind."

Weiter gibt es im Landkreis derzeit 109 Menschen die blind sind und 35, die gehörlos sind. Weiter differenziert die Statistik, dass 26 Prozent behindert sind, weil ihre inneren Organe betroffen sind, 24 Prozent sind in der Bewegung eingeschränkt, fünf Prozent sind von einer angeborenen Behinderung betroffen. Beim Rest ist eine Krankheit oder ein Unfall der Grund für die Beeinträchtigung, am öffentlichen Leben teilzunehmen.

Mit zunehmendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit an einer mehr oder weniger größeren Beeinträchtigung zu leiden. 79 Prozent der Behinderten sind 55 Jahre oder älter, 33 Prozent sogar 75 Jahre und älter. Der Anteil der Menschen im Alter von 25 Jahren und jünger an allen Behinderten beträgt hingegen lediglich vier Prozent. M. Bäu.

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30. 12. 2017
00:00 Uhr

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30. 12. 2017
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