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Fichtelgebirge

"Nach oben sind keine Grenzen gesetzt"

Die Luisenburg-Stiftung wächst weiter. Vorsitzender Manfred Hack sieht darin ein riesiges Potenzial.



Interview: mit Manfred Hack, Vorsitzender des Fördervereins "Gesellschaft der Freunde der Luisenburg-Festspiele
Interview: mit Manfred Hack, Vorsitzender des Fördervereins "Gesellschaft der Freunde der Luisenburg-Festspiele  

Mal ehrlich, die Luisenburg-Stiftung ist schön und gut, aber handelt es sich hier nicht um einen Tropfen auf den heißen Stein?

Nein, gar nicht. Wir stehen ganz am Anfang und haben schon nach wenigen Wochen einen guten Kapitalstock aufgebaut.

Die erste Stiftung des Hamburger Luisenburg-Freundes Klaus Sörgel beträgt 25 000 Euro. Wie groß ist der Grundstock mittlerweile?

Wir liegen jetzt bei 76 000 Euro. Die Gesellschaft der Freunde der Luisenburg hat weitere 1000 Euro einbezahlt. Und nachdem der Artikel über die Gründung der Stiftung in der Frankenpost erschienen ist, hat sich ein Wunsiedler Ehepaar gemeldet, das ebenfalls die Festspiele mit der Stiftung unterstützen will. Die beiden erhöhten den Grundstock um weitere 50 000 Euro.

Was sind das für Menschen, die so viel Geld für die Luisenburg geben?

Die beiden Wunsiedler wollen öffentlich nicht genannt werden, das respektieren wir natürlich. Es sind Bürger, die in den Festspielen eine für die Region bedeutende Einrichtung sehen und die diese langfristig unterstützten wollen. Wer zum Beispiel keine Kinder hat, der sucht vielleicht nach einer Möglichkeit, seine Ersparnisse so einzusetzen, dass davon auch die Nachwelt profitiert. Das ist ein sehr edler Gedanke. Und die Luisenburg-Festspiele bieten sich als Stiftungszweck geradezu an.

Was macht die Luisenburg-Festspiele so interessant?

Es ist ein Theater, mit dem sich die Menschen im Fichtelgebirge identifizieren. Die Festspiele existieren schon so lange und werden noch viele Generationen existieren. Etwas so Imponierendes und Pittoreskes wie die Granitblöcke des Felsenlabyrinths, wo seit 126 Sommern die schönste und älteste Freiluftbühne in Deutschland zu einem breit gefächerten Programm lädt, gibt es eben nicht noch einmal.

Ganz konkret: Wie viel Geld wird die Stiftung in den kommenden Jahren abwerfen?

Ich muss dazu sagen, dass wir uns seit längerer Zeit in einer ausgesprochenen Niedrigzinsphase befinden. Daher gehe ich davon aus, dass die Zinsen auch wieder steigen. Aber gut, wir haben jetzt einen Grundstock von 76 000 Euro. Dieses Kapital haben wir mit einer Verzinsung von 2,5 Prozent angelegt. Also können wir derzeit die Festspiele mit rund 2000 Euro unterstützen.

Wie sehen Sie die Zukunft der Stiftung?

Sie wird wachsen und gedeihen, davon gehe ich aus. Die Stiftung hat ein riesiges Potenzial, da sind nach oben keine Grenzen gesetzt. Klar ist, dass sie eine langfristige Einrichtung ist. Sehen Sie, die Sigmund-Wann-Stiftung in Wunsiedel ist 600 Jahre alt. Ähnliches ist auch bei der Luisenburg-Stiftung denkbar. Aufgabe des Stiftungsrates ist es, den Kapitalstock zu mehren sowie sicher und gewinnbringend anzulegen. Im Laufe der Zeit wird die Stiftung immer größer werden und dem Theater in vielfältiger Art nutzen. Die künstlerische Leitung unterbreitet Vorschläge, für welche Zwecke die Ausschüttungen verwendet werden könnten. Das Entscheidungsgremium ist jedoch der Stiftungsrat. Wer sich für eine Zustiftung interessiert, kann sich an die Sparkasse Hochfranken oder an die Luisenburg-Freunde wenden.

Die Fragen stellte Matthias Bäumler

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Veröffentlicht am:
10. 01. 2018
21:12 Uhr

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10. 01. 2018
21:12 Uhr



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