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Fichtelgebirge

Weniger Komasäufer im Kreis Wunsiedel

Marktredwitz - Der Fall dürfte vielen noch in Erinnerung sein: Im vergangenen Herbst hatte die Marktredwitzer Polizei zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren nahe der



Das Komasaufen ist laut der DAK nicht mehr so ausgeprägt wie vor einigen Jahren. Doch noch überschätzen sich Jugendliche. Foto: Uwe Anspach, dpa
Das Komasaufen ist laut der DAK nicht mehr so ausgeprägt wie vor einigen Jahren. Doch noch überschätzen sich Jugendliche. Foto: Uwe Anspach, dpa  

Marktredwitz - Der Fall dürfte vielen noch in Erinnerung sein: Im vergangenen Herbst hatte die Marktredwitzer Polizei zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren nahe der Skateanlage gefunden - beide völlig betrunken, vermutlich, weil sie sich eine Flasche Wodka geteilt hatten. Sie mussten wegen des Verdachts auf eine Alkoholvergiftung ins Krankenhaus.

Dabei ist die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen aus dem Landkreis Wunsiedel gesunken. Dennoch bleibt das Rauschtrinken bei Schülern ein Problem. Nach aktuellen Informationen der DAK-Gesundheit landeten im Jahr 2016 28 aus dem Landkreis Wunsiedel stammende Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes Bayern sank die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2015 um zehn Prozent. Darin sind auch Fälle enthalten, in denen die Jugendlichen in Kliniken anderer Regionen Bayerns behandelt wurden.

Wie die DAK mitteilt, mussten im Jahr 2016 zwölf Jungen und 16 Mädchen im Alter zwischen zehn und 20 Jahren aus dem Landkreis Wunsiedel nach Alkoholmissbrauch in eine Klinik gebracht werden. "Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, Alkohol gehört zum Feiern und Spaß haben dazu", sagt Stefan Schößel von der DAK-Gesundheit in Marktredwitz. "Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, damit sich die positive Entwicklung auch dauerhaft fortsetzt."

Zur Aufklärung setzt die Krankenkasse auch in diesem Jahr die Kampagne "Bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" fort. Beim bundesweiten Wettbewerb werden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Auch die Schulen der Region wurden zur Teilnahme eingeladen. Landesschirmherrin ist Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml. An der Kampagne nahmen seit dem Jahr 2010 mehr als 87 000 junge Künstler teil, heißt es in der Mitteilung der DAK abschließend.

Weitere Infos zur Aktion gibt es unter www.dak.de im Internet.

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Veröffentlicht am:
23. 01. 2018
22:15 Uhr

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22:15 Uhr



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