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Fichtelgebirge

Nagel birgt kulinarische Schätze

Das Kräuterdorf wird als einer von 100 Genussorten Bayerns ausgezeichnet. Bürgermeister Bauer ist stolz auf den Titel, der den Ort noch mehr ins Rampenlicht rückt.



Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (rechts) zeichnet Bürgermeister Theo Bauer für den Genussort Nagel aus. Foto: Fotos Baumgart/StMELF
Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (rechts) zeichnet Bürgermeister Theo Bauer für den Genussort Nagel aus. Foto: Fotos Baumgart/StMELF  

Nagel - Das Kräuterdorf am Fuße der Kösseine zählt zu den 100 Genussorten Bayerns. Nagel ist eine von 46 Kommunen, die Landwirtschaftsminister Helmut Brunner als erste Genussorte ausgezeichnet hat. Bürgermeister Theo Bauer nahm stolz die Trophäe samt Urkunde bei einem Festakt in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz entgegen.

100 Jahre Freistaat Bayern: Das Jubiläumsjahr 2018 ist der Grund dafür, der Öffentlichkeit die kulinarischen Schätze und Traditionen im Freistaat näherzubringen. Und jene Schätze gibt es auch im Kräuterdorf. "Dieser Preis bedeutet uns unendlich viel", betont Bürgermeister Theo Bauer im Gespräch mit der Frankenpost. "Das ist eine Bestätigung dafür, dass wir in der richtigen Richtung unterwegs sind."

"In diesen Orten ist der Genuss zu Hause, sie sind die idealen Botschafter für die außergewöhnliche kulinarische Vielfalt in ganz Bayern", sagte der Minister in seiner Festrede. Nach seinen Worten haben die Sieger mit einer gelungenen Kombination aus regionalen Spezialitäten, handwerklicher Herstellung und gelebtem Genuss überzeugt. Eine unabhängige Jury mit Vertretern aus Gastronomie, Tourismus, Landwirtschaft, Kultur, Kirche, Verbraucherschutz und Medien hatte sie zuvor aus mehr als 150 Bewerbungen ausgewählt.

"Der kulinarische Reichtum Bayerns und seiner Regionen ist weltbekannt und hoch geschätzt", so der Minister bei der Preisverleihung. Doch was macht einen Ort zum Genussort? Es sind die kulinarisch hochwertigen Besonderheiten, wie zum Beispiel ein ortstypisches Gebäck oder eine Wurstspezialität. Oder eben Kräuter, die vor der Haustür wachsen und als gesunde Leckerei auf dem Teller, im Glas oder heilend in einer Salbe landen. Kriterien sind unverwechselbarer Genuss, Bezug zur lokalen Geschichte, das aktive Erleben der Verarbeitung oder eine lange Tradition.

Als der Minister Bürgermeister Theo Bauer die Trophäe überreicht, verdeutlicht er: "Hier reden wir über einen staatlich anerkannten Erholungsort." Das Kräuterdorf habe sehr viele FFH-Gebiete, wo das Klima beste Voraussetzungen für eine vielseitige Pflanzen- und Tierwelt schaffe. Vor allem für Kräuter, die als Grundlage für viele Spezialitäten in Gaststätten oder auch in Workshops im Haus der Kräuter benutzt werden, unter anderem für Wildkräuter-Pizza oder Wildkräuter-Quark. "Drei thematische Kräutergärten sind eine Attraktion, und es gibt Wildkräuter-Wanderungen mit zertifizierten Kräuterführerinnen." Außerdem verwendeten die Wildkräuter-Köchinnen in ihren Gerichten natürlich die heimischen Kräuter.

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau haben es sich nach Worten Brunners zum 100. Jubiläum zum Ziel gesetzt, 100 Genussorte in Bayern auszuzeichnen. "Mit dieser Auszeichnung sollen unsere Heimat genussreicher, die Orte noch attraktiver werden."

Um herauszufinden, wo in Bayern der Genuss zu Hause ist, wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. In der ersten Runde, an der sich Nagel beteiligt hat, sind jetzt die ersten 46 Genussorte gefunden worden. Über 150 Bewerber haben daran teilgenommen. "Die Gewinner ragen durch außerordentliche Vielfalt und ein großes Engagement heraus", freute sich Minister Brunner über den großen Zuspruch aus allen Regierungsbezirken Bayerns.

Nagels Bürgermeister Theo Bauer ist hoch erfreut, dass die Anstrengungen seines Ortes gewürdigt worden sind. "Die Regierung von Oberfranken hat von unseren Kräuterfrauen sogar schon zweimal ein Kräuter-Büfett bestellt." Nicht nur mit den Kräuterfrauen und den Kräutergärten könne das Kräuterdorf punkten. "Wir haben auch eine hervorragende Infrastruktur mit drei Bäckereien, die noch selbst produzieren." Beworben habe sich Nagel mit zahlreichen Dokumentationen, "unter anderem mit einigen Berichten aus der Frankenpost". Die Trophäe und die Urkunde finden jetzt einen Ehrenplatz im Haus der Kräuter. "Und mit dem Logo, dass wir zu den 100 Genussorten Bayerns gehören, werden wir in Zukunft werben", kündigt Theo Bauer an.

Die Sieger der gerade abgeschlossenen zweiten Auswahlrunde werden laut Minister Brunner voraussichtlich im April bekanntgegeben. Ende des Jahres soll ein kulinarischer Genussführer aufgelegt werden, der alle Genussorte ausführlich beschreibt.

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Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
12. 03. 2018
17:34 Uhr

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Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
12. 03. 2018
17:34 Uhr



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