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Fichtelgebirge

FGV fordert 25 Millionen Euro für Ochsenkopf

Der Hauptverein will den Hausberg aufwerten. Dafür braucht er Geld. Das soll aus München kommen. Als Vorlage dient das Riedberger Horn.



Wunsiedel/Kulmbach - Der Fichtelgebirgsverein diskutiert offen über die Zukunft der eigenen Immobilien: Was den Ochsenkopf betrifft, wo der Asenturm dem Verein gehört und saniert werden muss, wendet sich der FGV nun an die Staatsregierung und Landtagsfraktionen. Die Forderung der Siebensternler lautet, ein eigenes Förderprogramm für den Berg aufzulegen.

Drei Männer packen an

Der Fichtelgebirgsverein zeichnete verdiente Mitglieder aus. Den goldenen Siebenstern erhielten Eduard Popp, langjähriger Vorsitzender Kassier und Hüttenwart in Hallerstein, und Ludwig Schindler aus Nagel, der seit 1956 im Fichtelgebirgsverein ist. Sein Schwerpunkt ist die Wegemarkierung, zudem leite er das örtliche Fotoarchiv. Ferner bekam Reinhard Reuschel aus Schwarzenbach an der Saale die bronzene Ehrennadel des FGV für seinen Einsatz beim Kartoffelfest.

 

Die Anregung dazu gab der Bischofsgrüner Ortsvorsitzende Rainer Schreier bei der inzwischen 130. Jahreshauptversammlung des Hauptvereins in Kulmbach. Schreier bezeichnete die jüngst beschlossene Förderung für das Riedberger Horn im Allgäu als Steilvorlage für das Ansinnen des FGV. Dort sollte ursprünglich eine Liftanlage, die sogenannte Skischaukel, entstehen. Umweltschützer waren dagegen Sturm gelaufen. Ministerpräsident Markus Söder hatte die Pläne kürzlich gekippt. Stattdessen will die Staatsregierung nun rund 20 Millionen Euro für umweltfreundlichen Tourismus in der Region am Riedberger Horn ausgeben.

 

Einhellig formulierten die Mitglieder eine entsprechende Resolution: "Der FGV-Hauptverein fordert die Bayerische Staatsregierung und die Landtagsfraktionen auf, zur touristischen Entwicklung des Ochsenkopfes im Fichtelgebirge ausreichende Fördermittel zur Erneuerung der Seilbahn und anderer notwendiger Infrastrukturmaßnahmen für ein zukunftsfähiges und naturschonendes touristisches Angebot bereitzustellen. In Anlehnung an andere Projekte im südbayerischen Raum bittet der Fichtelgebirgsverein, die Region Ochsenkopf mit einem Betrag von 25 Millionen Euro zu unterstützen." "Es geht darum, auf die politischen Entscheidungsträger einzuwirken. Auch und gerade im nordbayerischen Raum sind solche Entscheidungen nötig", erläuterte der stellvertretende Hauptvorsitzende Jörg Nürnberger auf Nachfrage.

Dass rund um den Ochsenkopf auf vielen Ebenen umfassend diskutiert wird, hatte sich schon bei den Grußworten zur Hauptversammlung gezeigt. "Was mich umtreibt, ist die Entwicklung am Ochsenkopf", hatte der Landtagsabgeordnete Martin Schöffel, neben Kollegin Inge Aures Gast der Versammlung, festgestellt. "Hier müssen dieses Jahr die Entscheidungen fallen."

Denn wie die Hauptvorsitzende Monika Saalfrank in ihrem Bericht darstellte, mussten zuletzt Baumaßnahmen, wie ein neuer Abwasserkanal ins Tal, zurückgestellt werden, da die nach einer Ausschreibung eingegangenen Angebote schlicht zu hoch waren. So wurden, wie Baureferent Albert Jobst auflistete, nur kleinere Maßnahmen in Angriff genommen.

Dabei werde laut Nürnberger derzeit auch intensiv diskutiert, inwieweit man Asenturm und Gaststätte in das andere Projekt eines möglichen Seilbahnneubaus einbringen könnte.

Nicht nur die Zukunft, sondern auch die Gegenwart war Thema der Versammlung. Kulmbachs Oberbürgermeister Henry Schramm stellte in seinem Grußwort fest: "Wandern liegt nach wie vor im Trend. Die Seele baumeln lassen, zur Ruhe kommen und sich daran erfreuen, was die Natur bietet - wir leben dafür in einer wunderbaren Region." Christian Kreipe ergänzte als Referent für Wanderwege, dass 60 Prozent der Markierung bis Ende 2017 erneuert wurden. Die Umstellung sollte bis Oktober fertig sein. Zertifiziert wurde zwischenzeitlich ein Winterwanderweg rund um den Ochsenkopf.

Naturschutzreferent Jörg Hacker warb für ein Seminar im September, bei dem Interessierte lernen können, wie man Kulturlandschaftselemente kartiert. Auch den Wunsch der Touristiker, die Region für Mountainbiking zu vermarkten, nahm er ins Visier. "Dabei gehört der FGV mit an den Tisch", forderte Jörg Hacker.

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Harald Judas
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Veröffentlicht am:
15. 04. 2018
16:30 Uhr

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Harald Judas

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Veröffentlicht am:
15. 04. 2018
16:30 Uhr



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