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Fichtelgebirge

"Es geht um das Fichtelgebirge"

Sybille Kießling entschuldigt sich für den entstandenen Eindruck. Auch der Förderverein Fichtelgebirge betont, dass es sich um eine überparteiliche Veranstaltung handle.



Viele Besucher, angeregte Gespräche: Die Sommerlounge des Fördervereins Fichtelgebirge hat sich in den vergangenen Jahren etabliert. Archivfoto: Florian Miedl
Viele Besucher, angeregte Gespräche: Die Sommerlounge des Fördervereins Fichtelgebirge hat sich in den vergangenen Jahren etabliert. Archivfoto: Florian Miedl  

Wunsiedel - "Ich entschuldige mich, dass der Eindruck entstanden ist, die Sommerlounge würde in irgendeiner Form als Wahlkampfveranstaltung genutzt werden. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass es sich bei der Sommerlounge um eine parteineutrale Veranstaltung der Region handelt." Mit diesen Sätzen beginnt eine Pressemitteilung von Sybille Kießling, in der die Vorsitzende des Fördervereins Fichtelgebirge auf den Artikel "Sommerlounge soll Martin Schöffel dienen" (Frankenpost vom 27. Juli) reagiert.

Kießling erklärt, dass sich auf der Sommerlounge schon immer unterschiedlichste Institutionen und Interessengruppen präsentiert hätten. Ziel sei es gewesen, das Fichtelgebirge als vielfältigen Lebens- und Wirtschaftsraum zu zeigen. Martin Schöffel werde auf der diesjährigen Sommerlounge genauso auf der Bühne stehen wie Vertreter von SPD (der Hohenberger Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Albrecht Schläger, Petra Ernstberger sowie Moderator Jens Stenglein) oder Vertreter von anderen Parteien, Firmen und Vereinen dort. Alle sollen dort Projekte und ihr Engagements für die Region präsentieren.

Sybille Kießling schreibt weiter: "Als Leiterin des Abgeordnetenbüros und Vorstandsmitglied des Fördervereins Fichtelgebirge arbeite ich seit Jahren in einer Doppelfunktion für eine gute Entwicklung der Region Fichtelgebirge, die mir am Herzen liegt. Ich bin mir bewusst, dass ich meine Tätigkeiten täglich klar trennen muss. Dies mag in der zitierten E-Mail vom 27. Februar und der Darstellung in der Frankenpost nicht deutlich genug vermittelt worden sein. Dafür entschuldige ich mich." Auch kommunale Gebietskörperschaften und Partnerinstitutionen aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft seien von ihr angeschrieben worden, um nach weiteren Projekten zur Präsentation auf der Sommerlounge zu suchen.

"Nach diesen persönlichen Angriffen, die mich sehr verletzen und belasten, möchte ich die Bürger des Fichtelgebirges darum bitten, am Donnerstag, 2. August, zur Sommerlounge nach Hohenberg zu kommen und sich selbst ein Bild von der Überparteilichkeit dieser Veranstaltung für die Region zu machen." So endet das Schreiben von Sybille Kießling.

Zuvor hatte am Freitag bereits der Vorstand des Fördervereins Fichtelgebirge zu dem Zeitungsartikel sowie zu der seitdem entstandenen Diskussion Stellung genommen. In dieser Pressemitteilung heißt es: "Der Förderverein Fichtelgebirge unterstützt in engagierter und ehrenamtlicher Arbeit stets die positive Entwicklung des Fichtelgebirges. Ziel und Zweck des Vereins ist insbesondere die Steigerung der Attraktivität der Region und die Verbesserung der Innen- und Außenwahrnehmung."

Hierfür sei die seit Jahren organisierte Sommerlounge ein hervorragendes Beispiel. "Wir haben mit dieser Veranstaltungsreihe gemeinsam mit vielen Partnern unterschiedlicher Interessensbereiche bereits viel erreicht. Die Vorstandschaft des Vereins distanziert sich ausdrücklich von Versuchen aller politischen Richtungen, den Förderverein für wie auch immer geartete politische Aktionen zu instrumentalisieren." Wohlwissend, dass der Verein mit seiner Arbeit im öffentlichen Raum agiere, dadurch zwangsläufig auch politische Themen berühren und die Politik nicht ausschließen könne, sei der Verein mit seinem Handeln immer überparteilich, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

"Unser Verein lebt vom ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder. Gerade die Vorstandsmitglieder und die Vorsitzenden engagieren sich dabei in ihrer Freizeit, weit über das normale Maß hinaus, um die Region vorwärts zu bringen."

Seit Jahren arbeite der Vorstand mit seiner Vorsitzenden sehr gut zusammen. "Wir wissen deren außerordentliches Engagement sehr Wert zu schätzen und freuen uns auf viele weitere Projekte und eine gemeinsame Sommerlounge 2018 in Hohenberg an der Eger", schließt die Pressemitteilung des Fördervereins.

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Veröffentlicht am:
27. 07. 2018
19:24 Uhr

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27. 07. 2018
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