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Fichtelgebirge

SPD schwer enttäuscht

Das Kompetenzzentrum Wald und Holz kommt nicht ins Fichtelgebirge. Die Sozialdemokraten geben auch der örtlichen CSU eine Mitschuld.



Albrecht Schläger
Albrecht Schläger  

Wunsiedel - Das im Koalitionsvertrag vereinbarte neue Kompetenzzentrum für Wald und Holz kommt nicht ins Fichtelgebirge, sondern nach Mecklenburg-Vorpommern. Dies geht aus einer Mitteilung der SPD-Kreistagsfraktion hervor. Für einen Standort in der Region hatten sich ursprünglich die SPD-Kreistagsfraktion Wunsiedel und Hof sowie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Regionalgruppe Fichtelgebirge und der Bund Deutscher Forstleute (BDF) Oberfranken eingesetzt. Sie hatten sich mit der Bitte an die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, gewandt, das Fichtelgebirge zu berücksichtigen. "Die Waldgebiete des Fichtelgebirges und des Frankenwaldes zusammen mit dem benachbarten Thüringer Wald und dem Erzgebirge bieten sich dafür geradezu als Standort an", sagte der frühere forstpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Albrecht Schläger.

"Leider kam inzwischen von der Bundesministerin die Absage. Das Kompetenzzentrum wird künftig bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) in Güstrow eingerichtet", heißt es in der Mitteilung. Und weiter: "Der SPD-Kreisvorsitzende und Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Jörg Nürnberger, und sein Hofer Kollege Ulrich Scharfenberg haben sich für diese Einrichtung eingesetzt." Diese sei für Wissenschaft und Praxis eine Institution, die dazu dienen solle, dass die Forstwirtschaft den künftig hohen Anforderungen an die Wälder gerecht werden könne. Umso bedauerlicher sei es, dass dieses zukunftsweisende Kompetenzzentrum nicht in die Region gekommen sei. "Dies ist allerdings kein Wunder, hat sich doch von Seiten der CSU und der anderen Parteien niemand für den Standort in unserer Region eingesetzt", heißt es in der Mitteilung.

Schläger ist davon überzeugt, dass die Klimaerwärmung mehr Aufmerksamkeit für den Wald erfordert. "Es braucht mehr Forschung, weiter entwickelte Berufsbilder, mehr Fachkräfte und Engagement."

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Veröffentlicht am:
19. 08. 2018
21:06 Uhr

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