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Fichtelgebirge

BI befürchtet Brandgefahr durch Trasse

Mit Verwunderung haben die Verantwortlichen der Bürgerinitiative "Seußen wehrt sich" auf die Ankündigung von Tennet reagiert.



Wunsiedel - Mit Verwunderung haben die Verantwortlichen der Bürgerinitiative "Seußen wehrt sich" auf die Ankündigung von Tennet reagiert. Der Netzbetreiber will, wie berichtet, in den kommenden Tagen mit Probebohrungen von bis zu 30 Meter Tiefe im Fichtelgebirge beginnen. "Hinweise von BIs auf die Bodenproblematik im Fichtelgebirge wurden seitens Tennet bisher immer mit dem Argument beiseite geschoben, dass eben der nächstgrößere Bagger kommt, wenn es der eingesetzte nicht schaffe. Die Kosten der Leitungen spielen laut BI offenbar keine Rolle, "denn der Stromkunde bezahlt sie ja".

Auch Hinweise und Befürchtungen der Landwirte, dass die geplanten massiven Gräben mit einer Tiefe von zwei Metern in Verbindung mit der Sandbettung der Kabel zur Drainage werden, wurden laut der Mitteilung der BI ignoriert. "Gerade im Fichtelgebirge mit seiner hügeligen Landschaft muss der Leitungsgraben zur Austrocknung der Äcker führen. Die Drainagewirkung wird zudem durch die Wärmeabstrahlung der Kabel verstärkt. Dürreschäden über den Leitungen werden wohl zum Normalfall. Dass dadurch die Brandgefahr steigt, wird bisher nicht diskutiert."

Bedenklich stimmt die BI die Aussage von Tennet, dass vier Kabel verlegt und daher zwei parallele Gräben in einem Abstand von fünf bis acht Metern angelegt werden müssen. Die Breite der Baustelle mit Erdaushub, Lkw-Fahrstraße und Bagger betrage etwa 40 Meter. "Das ist ein Eingriff in die Landschaft, der selbst aus dem All sichtbar sein wird."

Die BI hofft laut der Mitteilung, dass die Bohrungen die geschilderten Probleme mit dem Grundwasser bestätigen und die Kabel, wenn sie denn kommen, wie von Landrat Dr. Karl Döhler und Landtagsabgeordnetem Martin Schöffel gefordert, entlang der Autobahn verlegt werden.

"Noch besser wäre es, wenn die Politik einsehen würde, dass eine Energiewende, die nur auf Windkraft und Monstertrassen setzt, zu kurzsichtig angelegt ist." Eine Energiewende müsse neben der Stromversorgung auch die anderen Energieträger wie Gas, Treibstoffe und thermische Kohle mit berücksichtigen.

Nach Ansicht der BI ist eine dezentrale Stromversorgung, wie durch die SWW oder N-ergie Nürnberg gefordert, mit Speichermöglichkeiten, einer punktuellen Stromnetzertüchtigung sowie einer digitalen Steuerung der Stromverbraucher und des Netzes das Modell der Zukunft.

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Veröffentlicht am:
27. 08. 2018
18:58 Uhr

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