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Fichtelgebirge

Unbekannter legt Giftköder mit Glasscherben aus

Der Hund brachte das vermeintliche Leckerli seinem Frauchen: Offenbar in letzter Sekunde hat Susanne Gareis in Schönwald ihrem Vierbeiner den Köder aus dem Maul gezogen



Diesen Köder hat ein Unbekannter in Schönwald ausgelegt. Foto: pr.
Diesen Köder hat ein Unbekannter in Schönwald ausgelegt. Foto: pr.  

Schönwald - Den Schreck wird Susanne Gareis so schnell nicht vergessen: Bei einem Spaziergang in Schönwald findet ihr Hund "Simba" ein Stück Wurst. Dass der Hund seine Beute bei ihr abliefert, könnte ihm das Leben gerettet haben. Wie sich nämlich herausstellt, ist die Wurst mit einer blauen Masse und mit Glasscherben gefüllt.

"Wir waren um die Mittagszeit Gassi gehen", schildert die 53 Jahre alte Susanne Gareis die Situation. Auf dem Weg, der vom Containerstellplatz in Schönwald unterhalb des Pfaffenbergs in Richtung Friedhof führt, findet "Simba", ein 13 Jahre alter Streuner aus Rumänien, den Gareis aus dem Selber Tierheim geholt hat, das vermeintliche Leckerli.

"Simba" schluckt es aber glücklicherweise nicht hinunter, sondern liefert es ab. Susanne Gareis nimmt den Köder und wendet sich an Ivonne Korlek, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Selb, die in Schönwald wohnt. "Frau Korlek hat das Wurststückchen dann am Nachmittag mit nach Selb genommen, wo sie sowieso zum Tierarzt musste", sagt die Hundehalterin.

Dort untersucht Tierarzt Eric Falk den Köder. Und er entdeckt neben den Glassplittern den wahrscheinlich giftigen Inhalt. Wie Ivonne am Mittwoch auf Nachfrage der Frankenpost erläutert, ist die blaue Substanz höchstwahrscheinlich eine Art Rattengift. In Verbindung mit den Glasscherben hätte der Wurstzipfel einen Hund durchaus das Leben kosten können. Schon allein wegen der Glassplitter, die zu inneren Verletzungen führen können.

"Das ist leider nicht das erste Mal, dass wir auf so etwas stoßen", sagt Ivonne Korlek. Und sie ist entsetzt: "Da fällt einem ja gar nichts mehr ein." Dass jemand ganz offensichtlich mit Absicht ein Stück Wurst präpariert, aushöhlt und mit Gift und Glas füllt, macht die Vorsitzende des Tierschutzvereins sprachlos.

Susanne Gareis hat den Fund zwar der Polizei gemeldet, Ivonne Korlek glaubt aber nicht an eine Aufklärung. "Da müsste man schon jemand auf frischer Tat ertappen." Sie empfiehlt den Hundehaltern, ihre Tiere so zu erziehen, dass sie alles Gefundene zunächst abliefern.

Wie der Leiter der Polizeiinspektion Marktredwitz, Robert Roth, sagt, wird man die Angelegenheit natürlich verfolgen und ermittelt gegen unbekannt. Immerhin sei so etwas keine Ordnungswidrigkeit, sondern schon ein Straftatbestand. Auch sei der Jagdpächter verständigt worden. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise unter der Telefonnummer 09231/96760.

Auch in Marktredwitz waren in den vergangenen Wochen Giftköder ausgelegt worden. Drei Hunde mussten behandelt werden.

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Andreas Godawa
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Veröffentlicht am:
29. 08. 2018
13:05 Uhr

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29. 08. 2018
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