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Fichtelgebirge

Luisenburg 2019: Zwischen Päpstin und Manfred Mann

Die kommende Saison ist gespickt mit Stars und Überraschungen. Es gibt allein zwölf Konzerte und eine Hauptrolle für eine Kommissarin aus dem Franken-Tatort.



Sie freuen sich auf die neue Luisenburg-Saison (von links): Komponist Paul Graham Brown, Schauspielerin Eli Wasserscheid, Bürgermeister Karl-Willi Beck, künstlerische Leiterin Birgit Simmler, Verwaltungsleiter Harald Benz und Schauspieler Marc Schöttner. Foto: Florian Miedl
Sie freuen sich auf die neue Luisenburg-Saison (von links): Komponist Paul Graham Brown, Schauspielerin Eli Wasserscheid, Bürgermeister Karl-Willi Beck, künstlerische Leiterin Birgit Simmler, Verwaltungsleiter Harald Benz und Schauspieler Marc Schöttner. Foto: Florian Miedl  

Wunsiedel - Da sitzt doch tatsächlich Kommissarin Wanda Goldwasser aus dem Franken-Tatort im Sitzungssaal des Rathauses. Die junge Frau, die im richtigen Leben Eli Wasserscheid heißt, ist einer der Stars der kommenden Luisenburg-Saison. Auf der altehrwürdigen Felsenbühne wird sie nicht ermitteln, sondern die Päpstin in dem gleichnamigen Stück spielen.

25 neue Telefone und Sonderschicht

Der Kartenvorverkauf startet am 23. November um 8 Uhr. Luisenburg-Verwaltungsleiter Harald Benz hat extra 25 neue Telefone und einen dritten Schalter einrichten lassen, um des erwarteten Andrangs Herr zu werden. Am Samstag, 24. November, legen die Mitarbeiter in der Touristinfo der Stadt Wunsiedel (Telefon (09232/602162) bis 15 Uhr eine Sonderschicht ein. Karten gibt es auch im Ticket-Shop der Frankenpost , Lindenstraße 2, in Marktredwitz, (Telefonnummer 09231/9601611).

Künstlerische Leiterin Birgit Simmler und Bürgermeister Karl-Willi Beck präsentierten am Freitag in einer Pressekonferenz bestens gelaunt Details zum Programm. Bekannt waren bisher das Familienmusical "Madagascar", das Musical "Grease", die Theateradaption des Film-Hits "Shakespeare in Love", das lokale Historienstück aus der Feder von Birgit Simmler, "Zucker", sowie der Bertolt-Brecht-Klassiker "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui", der in einem Theaterzelt auf dem Burgermühlweiher-Platz aufgeführt wird.

Als eigenständigen Block und nicht nur als musikalische Einsprenkel sieht Birgit Simmler die Konzerte. "Wir haben so viel Musik wie noch nie auf der Bühne."

Los geht es am Montag, 22. Juli, mit einem Auftritt von The Magnets . "Die Boygroup ist eine Wucht", sagt Birgit Simmler voller Begeisterung. Die Briten seien zwar hierzulande noch nicht so bekannt, aber die Zuschauer dürften sich auf eine A-cappella-Show der Extraklasse freuen.

Die bekannteste Formation auf der Bühne wird Manfred Mann’s Earth Band sein, die am Samstag, 7. September, um 17.30 Uhr rockt. Kaum nennt Birgit Simmler den Namen der Band, stimmt sie mit "Blinded by the Light" und "Mighty Quinn" zwei der Hits an. Bürgermeister Beck wunderte sich über die Textsicherheit der 46 Jahre alten Luisenburg-Chefin. Diese lächelt und verweist auf ihren Mann Peter Hohenecker, "der retromäßig unterwegs ist". Manfred Mann’s Earth Band sei im Gegensatz zu Bands wie Deep Purple noch immer in der kompletten Besetzung on Tour, sagt Birgit Simmler.

Apropos Deep Purple. Der Bassist der Band, Glenn Hughes, gibt ebenfalls am Samstag, 7. September, ein Gastspiel auf der Bühne. Er rockt gegen 21 Uhr Songs wie "Smoke on the Water" und all die anderen bekannten Stücke der Hardrocker.

"Ich woat auf an Abschied, oba er kummt net." So lässt sich der neuerliche Auftritt der auf der Luisenburg vor zwei Jahren umjubelten Ersten Allgemeinen Verunsicherung am 29. Juli umschreiben. "Eigentlich ist EAV heuer wieder mal auf Abschieds-Tournee. Aber ich kann mir vorstellen, dass sie es wie die Rolling Stones halten und wir sie in einigen Jahren ein weiteres Mal erleben", sagt Birgit Simmler.

Ein "unglaublicher Abend" erwartet die Besucher laut der künstlerischen Leiterin am 24. Juli bei der Michael-Jackson-Tribute-Show . Koffi Missah ist seit 15 Jahren als Michael Jackson auf der Bühne und wird zudem vom Tanz-Choreografen des verstorbenen Superstars gecoacht.

Bayerisch wird es am 28. Juli, wenn Da Blechhauf’n auf der Bühne steht. Dabei handelt es sich um eine siebenköpfige Bläser-Formation im Stile von La Brass Banda.

Das Trio Süden II ist für Birgit Simmler zwar "die Unbekannte" im Konzert-Block. "Aber ich habe mir sagen lassen, dass Werner Schmidbauer, Pippo Pollina und Martin Kälberer am 31. Juli einen begeisternden Auftritt hinlegen werden."

Die Operettenbühne Heinz Hellberg gastiert am 25. August auf der Luisenburg. "Was soll ich sagen? Eine Operettengala ist eine Operettengala, ist eine Operettengala", kommentiert Birgit Simmler, die sich auf die Melodien freut.

Nach dem Erfolg heuer im Sommer gibt es am 23. Juli den zweiten Teil von Rock the Opera . Das Philharmonic-Rock-Orchestra Prag interpretiert Hits von Queen, Pink Floyd und anderen Größen.

Auch in der Region gibt es Kultbands. Dies beweist das "Beat-Fieber" am 4. September. Die lebenden Legenden der hiesigen Szene Silhouettes, Fellow Rovers und Pepitas werden den Besuchern einen Querschnitt ihres Schaffens bieten.

Aus Gefrees und damit ebenfalls aus dem Fichtelgebirge ist die Celtic-Music-Legende Andy Lang . Der Barde bringt am 6. September den Gospelchor Joy in Belief mit.

Mit einem Paukenschlag klingt die Festspielsaison am Ende der Sommerferien aus: Carmina Burana ist am 8. September ein letzter Höhepunkt der Saison. "Carl Orffs Meisterwerk passt auf die Bühne wie gespuckt", ist sich Birgit Simmler sicher. Die Aufführung von Carmina Burana sei einer ihrer Herzenswünsche gewesen.

Noch immer spielt auf der Luisenburg das Theater die Hauptrolle. Und hier setzt Birgit Simmler in der neuen Saison auf junge Autoren. Eine davon ist sie selbst. Mit dem Stück "Zucker" setzt die künstlerische Leiterin der Wunsiedler Geschichte während der Zeit Napoleons und dem Felsenlabyrinth ein literarisches Denkmal. Die Musik zu dem Musical stammt von Paul Graham Brown, der im Sitzungssaal einen Song spielte - Gänsehaut pur.

Ganz gewiss Gänsehaut hatte auch eine der anwesenden Journalistinnen, die sich als "Grease"-Fan outete. Birgit Simmler versprach der Frau, dass auf der Luisenburg der "neue John Travolta" zu sehen sein werde. Die Journalistin quittierte dies mit innigem Seufzen.

Für Bürgermeister Beck ist Birgit Simmler mit ihrem Händchen für hochkarätige Publikumsstücke (In Simmlers erster Saison kamen 150 000 Besucher) und Stars erster Güte die ideale Chefin auf der Bühne. Riesig freut er sich über das Engagement von Schauspielerin Eli Wasserscheid. "Vielleicht können Sie ja nach der Saison gleich oben auf der Luisenburg bleiben und einen Franken-Tatort drehen."

 

Lesen Sie dazu auch: Festspiele als eigene Gesellschaft

Autor

Matthias Bäumler
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
16. 11. 2018
10:49 Uhr

Aktualisiert am:
16. 11. 2018
12:04 Uhr

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Matthias Bäumler

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16. 11. 2018
10:49 Uhr

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16. 11. 2018
12:04 Uhr



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