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Fichtelgebirge

Lift am Kornberg geöffnet - Am Ochsenkopf fährt nur eine Seilbahn

Der Lift am Kornberg ist auch am Wochenende in Betrieb. Die Hütte dagegen bleibt geschlossen. - Am Ochsenkopf geht der Betrieb am Südhang wieder seinen Gang, am Nordhang noch nicht.



Seit Freitag läuft der Lift am Kornberg, sehr zur Freude der Ski- und Snowboardfahrer. Foto: Uwe von Dorn
Seit Freitag läuft der Lift am Kornberg, sehr zur Freude der Ski- und Snowboardfahrer. Foto: Uwe von Dorn   » zu den Bildern

Schönwald/Bischofsgrün - Eine zünftige Après-Ski-Party ist in diesem Winter nicht drin; zumindest nicht in der Kornberghütte. Sie bleibt geschlossen, wie Stefan Krippendorf vom Hofer Landratsamt bestätigt. "Wir haben leider keinen Wirt gefunden."

Das dürften viele Wintersportler schade finden, denen die Schneefälle der vergangenen Tage beste Bedingungen am Schönwalder Hausberg beschert haben. Schon am Donnerstag hatte das Hofer Landratsamt mitgeteilt, dass die Pisten vorbereitet werden, am Freitag ging der Skilift in Betrieb. An diesem Samstag und Sonntag ist der Lift von 9.30 bis 22 Uhr geöffnet. Die Ringloipe und die Loipe Kornberg-Ost sind ebenfalls gespurt und befahrbar.

Umso bedauerlicher, dass die Gäste auf dem Trockenen sitzen. Das sieht auch Stefan Krippendorf so. Er hat aber auch Verständnis dafür, dass potenzielle Pächter skeptisch sind: "Wenn man sich die vergangenen Winter mit durchschnittlich 15 bis 20 Bewirtungstagen ansieht, muss man sich schon fragen, wer das übernehmen will." Dazu komme die bekannt komplizierte Situation der Wasserver- und -entsorgung.

Wie mehrfach berichtet, gibt es derzeit keine Leitungen zur Kornberghütte. Wasser musste bislang in Kanistern herbeigeschafft und in einen Tank gefüllt werden. Eine Reinigungsanlage garantierte die Trinkwasserqualität, was allerdings einen zusätzlichen Aufwand bedeutete. Dazu kommt, dass das kleine Lokal nur über eine eingeschränkt nutzbare Küche verfügt - eine "Aufwärmküche" nennt sie Stefan Krippendorf.

Im vorvergangenen Winter hatten sich die Wirtsleute des "Alten Pfarrhauses" in Göringsreuth bei Schönwald entschlossen, die Hütte immer dann zu öffnen, wenn der Lift läuft. Da die Wirtsleute inzwischen aber eine andere Gaststätte führen und das "Alte Pfarrhaus" leer steht, gibt es auch niemanden mehr, der die Kornberghütte quasi nebenbei betreiben könnte.

Es wäre aber sowieso nur ein Gastspiel gewesen. "Im Frühjahr kommt die Hütte weg, und wir bauen neu", sagt Stefan Krippendorf. Die Landkreise Wunsiedel und Hof planen gemeinsam für 2020 am Kornberg ein Freizeitzentrum für Wanderer, Mountainbiker und Skifahrer, zu dem auch eine Gastronomie gehören soll. Rund 800 000 bis 900 000 Euro soll die neue Kornberghütte samt Garage für Pistenfahrzeuge kosten. "Die Wasserleitungen bauen wir im kommenden Jahr", sagt Stefan Krippendorf, "und in die neue Kornberghütte kommt auch eine vollwertige Gastroküche rein." Wirtsleute könnten so das ganze Jahr über einen normalen Gaststättenbetrieb anbieten.

Bis es soweit ist, müssen sich die Besucher am Kornberg eben selbst verpflegen. Wobei es für ein ganz anderes Grundbedürfnis eine Lösung gibt: "Die Toilettenanlage hat der Landkreis Hof übernommen. Wir lassen sie reinigen und sie ist auch geöffnet", lautet die gute Nachricht.

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Weitere Informationen zur Lage am Kornberg gibt es am Schneetelefon, 09287/2225, und unter der Adresse www.skilift-kornberg.de im Internet. Loipen-Infos gibt es unter www.fichtelgebirge.bayern.

 

Am Ochsenkopf fährt nur eine Seilbahn

Forstmitarbeiter fällen Bäume entlang der Trasse. Ab diesem Samstag geht der Betrieb am Südhang wieder seinen Gang, am Nordhang noch nicht.

Der Ochsenkopf dürfte an diesem Wochenende zum Ziel zahlreicher Wintersportler werden. Wie das Bayreuther Landratsamt mitteilt, wird die bislang gesperrte Seilbahn zumindest auf der Südseite am Samstag wieder in Betrieb gehen.

Wie berichtet, war am Dienstagmorgen bei der Nordbahn kurz vor dem Gipfel das Seil der Bahn von einem der Trägermasten gerutscht. Grund dafür war, dass ein Baum unter der Schneelast umgeknickt und aufs Seil gestürzt war. Zu dem Zeitpunkt hielten sich noch keine Personen in der Seilbahn auf.

Ein Experte des Tüv-Süd habe bestätigt, dass ein größerer Ast oder eine Baumspitze durch Schneelast auf das Seil gefallen ist, erläutert Michael Benz, Pressesprecher des Bayreuther Landratsamtes. "Dieser Aufschlag hat eine starke Schlagwelle verursacht. Diese Welle staute sich an der Stütze, und das Seil schnellte über die Sicherungsstäbe. Wären diese tangiert worden, wäre sofort die Notbremse aktiviert worden." Die visuelle Prüfung hat keine Beschädigung ergeben. Allerdings müssten zur Entschärfung der Situation einige Bäume herausgenommen werden, so die Forderung des Tüv.

Die Bayerischen Staatsforsten, Forstbetrieb Fichtelberg, haben am Donnerstag mit der Fällung von sturzgefährdeten Bäumen entlang der Seilbahn Ochsenkopf-Nord und -Süd begonnen, bestätigt der stellvertretende Forstbetriebsleiter Martin Hertel. Die Aktion werde von einem Harvester-Unternehmer durchgeführt. Konkret sollen 30 bis 40 Fichten weichen, deren Krone Richtung Seilbahn hängt. Am Freitag sollten die Arbeiten abgeschlossen sein. "Unser Ziel ist, dass die Bahnen spätestens am Wochenende wieder laufen können." Zumindest auf der Südseite hat das geklappt. Die Seilbahn Ochsenkopf-Nord bleibt an diesem Wochenende noch gesperrt.

Wer einfach nur im Wald spazieren gehen will, kann das aber tun. "Es gibt keine Gefahr", sagt Forstbetriebsleiter Martin Hertel. Die Staatsforsten würden keine Warnungen vor einem Betreten des Waldes im Fichtelgebirge aussprechen. "Die Wintersportbedingungen sind wunderbar", sagt auch Andreas Munder, Geschäftsführer der Tourismus & Marketing GmbH Ochsenkopf. Im Hohen Fichtelgebirge gibt es laut Munder rund 30 Kilometer gut präparierte Winterwanderwege und etwa 80 Kilometer gespurte Loipen. "Wir sollten die wunderschöne Winterlandschaft genießen", meint er.

Zumindest gelassen nimmt die weiße Pracht Alexander Ordnung, Eigentümer des Fichtelgebirgs-Imbiss-Stüberls. Rund um den Seehausparkplatz an der B 303 liegen 40 Zentimeter Schnee. Kein Wunder, dass Ordnung kräftig schippen muss. Aber er sagt: "Wir hatten früher schon schlimmere Winter." Der Parkplatz nahe Fichtelberg ist mit 777 Metern Höhe ein markanter Punkt. Die Leute würden sich auf den Schnee einstellen, der Verkehr auf der B 303, die nach Tschechien führt, laufe normal. Das Winterwetter sei für seinen Imbiss gut, es kämen auch Spaziergänger und Langläufer zum Aufwärmen vorbei. Regen und Nebel seien viel schlechter, da gehe keiner mehr raus in die Natur.

 

Autor

Tamara Pohl und Peter Engelbrecht
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Veröffentlicht am:
11. 01. 2019
19:54 Uhr

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11. 01. 2019
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