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Selb: Turnhallenproblem zur Hälfte gelöst

Auf eine Generalsanierung folgt die nächste: Im Selber Schulzentrum macht sich der zuständige Ausschuss ein Bild von den abgeschlossenen und anstehenden Arbeiten.



Kreisräte mal zwei: Der Ausschuss für das Schulwesen besichtigte am Montag auch die neuen Sanitärräume in der komplett sanierten Turnhalle des Walter-Gropius-Gymnasiums. Unser Bild zeigt (von rechts): Schulleiterin Tabea-Stephanie Amtmann mit den Kreisräten Uschi Schricker, Johanne Arzberger, Irene Pohl und Hermann Sirtl. Foto: Florian Miedl
Kreisräte mal zwei: Der Ausschuss für das Schulwesen besichtigte am Montag auch die neuen Sanitärräume in der komplett sanierten Turnhalle des Walter-Gropius-Gymnasiums. Unser Bild zeigt (von rechts): Schulleiterin Tabea-Stephanie Amtmann mit den Kreisräten Uschi Schricker, Johanne Arzberger, Irene Pohl und Hermann Sirtl. Foto: Florian Miedl  

Selb - Tabea-Stephanie Amtmann, die Chefin des Walter-Gropius Gymnasiums ist zufrieden. Zumindest zufriedener als ihre Kollegin Kerstin Janke, Leiterin der Realschule Selb. Denn während die Halle des Gymnasiums bereits saniert ist, muss die Realschule noch ein bisschen warten. Davon, wie eine generalsanierte Sporthalle aussieht, überzeugte sich am Montag der Ausschuss für Schulwesen des Wunsiedler Kreistages, der im Selber Schulzentrum tagte.

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Während der Besichtigung erneuerte Hermann Sirtl (CSU) seine Forderung nach einem Glasfaseranschluss für das Selber Schulzentrum. Wie Landrat Döhler sagte, plant die Stadt die Verlegung des Kabels, "weil die Stadt dafür auch Förderung beantragen kann". Der Landkreis werde sich dann um den Anschluss der einzelnen Schulen kümmern.

Dass die Sanierung der Gymnasiumshalle gelungen ist, kann man schon riechen. Alles duftet neu: der Hallenboden, die Geräte, die Umkleiden, alles. "Wir sind wieder trockengelegt und haben auch den letzten Wasserschaden überstanden", beschreibt Amtmann den Ausschussmitgliedern bei der Führung durch das WGG. "Und wir sind hochzufrieden mit der Zusammenarbeit mit dem Sachaufwandsträger, den Arbeiten der Handwerker und den Ergebnissen."

Bei der Sanierung der Halle, deren Generalsanierung im Februar 2017 begonnen hatte und die kurz nach Ende der Arbeiten bei dem schweren Unwetter am 9. Juni 2018 "abgesoffen" war, ist außer den Außenmauern und dem Dach kaum etwas stehen geblieben. Wie Amtmann den Ausschussmitgliedern erläuterte, habe man bei der Planung der neuen Halle die Fachschaft Sport eng eingebunden. Und so ist eine Sportstätte gelungen, die ihresgleichen sucht: Nicht nur, dass die Umkleideräume samt Duschen und Toiletten komplett erneuert wurden, in der Halle gibt es an der Stirnseite eine aufklappbare Boulderwand zum Klettern, auf der Längsseite einen Kraft- und Konditionsraum samt neuer Geräte. Gerade über die neuen Sportgeräte zeigt sich die Schulleiterin sehr glücklich. "Wir haben sehr viele Möglichkeiten und bekommen auch viele positive Rückmeldungen", sagt Tabea-Stephanie Amtmann. Mit einer Trennwand ist die Halle schnell in zwei Hälften teilbar.

Das ist aber nicht die einzige Neuerung im WGG. Die Schulleiterin führte den Ausschuss in den Astronomie-Raum und das zukünftige MINT-Labor. Der Astro-Raum, der derzeit noch im zweiten Stock untergebracht ist, soll in den Keller ziehen, damit der Raum oben als normales Klassenzimmer genutzt werden kann.

Eine Besonderheit wird das Schülerlabor. Mit Unterstützung der Firma Rausch & Pausch (Rapa), die die Finanzierung der Ausstattung übernimmt, wird hier eines der modernsten Schullabore der Region entstehen: "Wir konkurrieren mit dem Labor der Uni Bayreuth", sagte Amtmann. So seien am WGG dann auch DNA-Analysen möglich.

Basieren soll die Arbeit im Labor auf mehreren Säulen: einmal auf der eigenständigen Arbeit der Schüler, zum Zweiten auf der Zusammenarbeit mit dem Gymnasium in Asch und zum Dritten auf der oberfrankenweiten Lehrerfortbildung im Fach Chemie. Auch Schülern der benachbarten Schulen soll das Labor zur Verfügung stehen. "Es geht auch darum, das Schulzentrum enger zusammenzubringen", machte Amtmann deutlich. Wenn alles gut läuft, soll das Labor Ende 2019 eröffnet werden.

Noch nicht ganz so glücklich ist Kerstin Janke, Schulleiterin der benachbarten Realschule. Deren Turnhalle hat ebenfalls bei dem Unwetter im Juni des vergangenen Jahres herbe Schäden erlitten. Wie Gerhard Reger, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement im Landratsamt, bei dem Rundgang sagte, liegt das Problem an der falsch konstruierten Dachentwässerung. Bei einem Stark-regen drückt das Regenwasser durch die Gullys zurück in die Halle. Das bestätigte Kerstin Janke: Der Boden sei seitdem uneben und gewellt, Schulsport und Vereinstraining sind ist zwar erlaubt, Punkt- und Ligaspiele aber nicht. "Das alles spricht für eine Generalsanierung", befand dann auch Landrat Dr. Karl Döhler. Wie er, Gerhard Reger und Kreiskämmerer Stefan Pommerenke sagten, sollen rund fünf Millionen Euro investiert werden. Das Geld soll in den Haushalten 2020 und 2021 eingestellt werden.

In der Sitzung fragte der stellvertretende Landrat Roland Schöffel, warum die Realschulhalle zwar für den Schulsport, aber nicht für die Vereine geöffnet sei. Döhler machte deutlich, dass Vereinstraining durchaus möglich sei. "Wir können aber die Halle nicht für eine langfristige Planung etwa im Ligenbetrieb freigeben. Denn es kann sich sehr schnell etwas ändern, falls beispielsweise Schimmel festgestellt würde. Dann müssen wir die Halle kurzfristig sperren." Und das wiederum mache eine langfristige Planung für die Vereine unmöglich. "Wir können einfach nicht garantieren, dass die Halle die ganze Saison offen ist." Man müsse leider davon ausgehen, dass die Halle bis 2021 für Punkt- und Ligenspiele gesperrt bleibe.

Lesen Sie dazu auch: 60 Millionen Euro für die Schulen im Landkreis Wunsiedel >>>

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Andreas Godawa

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Veröffentlicht am:
26. 02. 2019
16:28 Uhr

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Andreas Godawa

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Veröffentlicht am:
26. 02. 2019
16:28 Uhr



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