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Fichtelgebirge

Landrat Dr. Karl Döhler begrüßt Schüler-Demos

Am heutigen Freitag findet in Marktredwitz die erste Klima-Demonstration von Schülern statt. Auch der Landkreis-Chef hält die Aktion für genau richtig.



Wunsiedel/Marktredwitz - Die Bewegung "Fridays for Future" ist im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge angekommen. An diesem Freitag gehen Schüler in Marktredwitz für einen besseren Klimaschutz auf die Straße, zwei Wochen später, am 29. März, dann in Wunsiedel. "Ich begrüße das Engagement der Schüler ausdrücklich", sagt dazu Landrat Dr. Karl Döhler laut einer Pressemitteilung. Gerade hier im Fichtelgebirge spiele das Thema Klimaschutz eine große Rolle, nicht zuletzt sei die Wertschätzung und der Schutz der Natur eine Säule der Regionalmarketing-Kampagne "Freiraum für Macher", mit der der Landkreis junge Menschen hier in der Region halten und Zuzügler für das Fichtelgebirge gewinnen wolle.

Straßensperrung

Wegen der Schülerdemonstration kommt es heute zwischen 14 und 17 Uhr zu Einschränkungen oder kurzzeitigen Sperrungen in der Marktredwitzer Innenstadt. Die Schüler starten am Otto-Hahn-Gymnasium, laufen durch die Schulstraße, queren die Goethestraße, laufen in die Jahnstraße, über die Kolpingstraße, die Dürnbergstraße und die Martin-Luther-Straße in den Seilergraben und von dort entgegen der Fahrtrichtung in den Markt bis zum historischen Rathaus. Hier findet eine Kundgebung statt. Anschließend bewegt sich der Zug durch die obere Ottostraße, quert die Leopoldstraße, läuft dann über die untere Ottostraße in die Fabrikgasse und in den Auenpark. Die Demonstration wird von der Polizei gesichert.

 

Die Organisatoren der Kundgebungen packen nach Ansicht von Döhler genau da an, wo es wichtig ist. "Sie brechen das globale Thema Klimaschutz auf die Region vor Ort, auf ihr Zuhause herunter. Und sie starten mit ihrem Engagement einen Weckruf für Politik und Gesellschaft." Hier im Landkreis Wunsiedel und auch bei mir persönlich rennen sie damit offene Türen ein. Hier im Fichtelgebirge sind wir im Bereich Klimaschutz seit Jahren intensiv tätig", schreibt Döhler. Das Klimaschutz-Management sei erst ganz aktuell vor wenigen Wochen verlängert worden. Dies sei ein einstimmiger Beschluss des Kreistages gewesen, der es den beiden jungen und engagierten Klimaschutzmanagern Jessica Zeh und Sebastian Köllner ermögliche, ihre Arbeit für mindestens zwei weitere Jahre so umfangreich fortzuführen, wie sie begonnen worden ist. "Eine Entscheidung, die durchaus mit Kosten für den gesamten Landkreis verbunden ist - aber: Das ist gut angelegtes Geld und eine Arbeit, die sich für uns alle, aber vor allem für die nachfolgenden Generationen auszahlen soll und wird."

 

Die jungen Demonstranten fordern einen bedarfsgerechten Ausbau des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs. "Genau daran arbeiten wir, aber auch an vielen weiteren Themen, die den Klimaschutz betreffen. Da geht es beispielsweise um Energie-Effizienz in privaten und kommunalen Gebäuden, um eine Erweiterung des Radwege-Netzes, den Bereich Elektromobilität und nicht zuletzt um das Thema Fair Trade", schreibt Döhler.

Vieles davon sei in der Öffentlichkeit und sicher auch bei den Schülern noch nicht hinreichend bekannt. "Wir würden uns deshalb freuen, mit unseren jungen, engagierten Klimaschützern zu diesem wichtigen Thema ins Gespräch kommen zu können. Die Klimaschutzmanager des Landkreises und natürlich auch ich als Landrat sind für einen Dialog immer offen."

Die Klimaschutzberater des Landkreises sind wie folgt zu erreichen: Jessica Zeh: jessica.zeh@landkreis-wunsiedel.de, Telefon: 09232/80490 und Sebastian Köllner: sebastian.koellner@landkreis-wunsiedel.de, Telefon: 09232/80489

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Veröffentlicht am:
14. 03. 2019
18:46 Uhr

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