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Fichtelgebirge

Holenbrunn: Markus Söder weiht Pelletwerk ein

Ministerpräsident Markus Söder weiht das Werk der Wun-Pellets in Holenbrunn ein. Er ist vom Wunsiedler Weg schwer beeindruckt.



Wunsiedel - Da ist Landtagsabgeordneter Martin Schöffel auf Nummer sicher gegangen. Bevor Ministerpräsident Markus Söder am Freitagnachmittag das Pellets-Werk samt Kraftwerk der Wun-Pellets GmbH einweihte, raunte Schöffel seinem Chef zu. "Damit Sie es wissen: Der Krasser wird ständig zu Kongressen in ganz Europa eingeladen, und hier in Wunsiedel steht auch der größte Energiespeicher in Bayern." Das Briefing hätte Söder nicht nötig gehabt, in den kommenden eineinhalb Stunden sollte der Ministerpräsident Marco Krasser, einen der Geschäftsführer der Wun Pelltes, und noch so einige andere Akteure rund um die Energie kennenlernen.

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Markus Söder im Gaskraftwerk in Wunsiedel

Markus Söder ist zu Gast in Wunsiedel
Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder ist zu Gast bei der Einweihung des neuen Gaskraftwerks in Wunsiedel. Vor unserer Kamera spricht er über das Thema Energiewende.
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Söder hat sich offenbar schon den ganzen Tag auf seinen Besuch in Wunsiedel gefreut. Zumindest sagte er, dass er es genieße, nach zwei Tagen in Berlin wieder in Franken zu sein. Im Laufe des Spätnachmittags ist ihm bewusst geworden, dass er hier in einer besonderen Stadt Halt macht. Mit der offiziellen Einweihung des Pellets-Werks mit angeschlossenem Regelenergie-Kraftwerk hat sich Wunsiedel nach Ansicht aller Redner endgültig den Titel "Energiestadt" verdient, den sie nun quasi offiziell neben dem der Festspielstadt führen darf. Da der Ministerpräsident wie stets in Zeitnot war, eilte er zunächst durch die Produktion. Söder wäre nicht Söder, hätte er hier nicht sofort einen Witz angebracht: Als Marco Krasser sagte, sie würden jetzt zur (Pellets-)Presse gehen, stellte sich Söder sogleich in Pose. "Presse? Presse ist immer gut." Doch nicht nur die schreibende und knipsende Zunft, die reichlich anwesend war, interessierte den Ministerpräsidenten. Vielmehr beeindruckte ihn die viele Tonnen schwere Presse oder die nur wenige Meter entfernte Leitzentrale, in der die Mitarbeiter am Computer das Werk überwachen und steuern. Angetan war der Landesvater davon, dass Krasser und der gleichberechtigte Geschäftsführer Reinhold Kellner extra für den Besuch zwei Blockheizkraftwerke abschalten ließen, damit es in der zum Festsaal umfunktionierten Werkhalle nicht zu laut ist. "Die Wunsiedler müssen jetzt aber nicht frieren.", flachste Söder.

15.03.2019 - Söder weiht Pelletwerk ein - Foto: Florian Miedl

Söder weiht Pelletwerk ein Wunsiedel
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Damit hatte es sich dann mit den Witzeleien. Immerhin ist das Werk in Wunsiedel nicht weniger als ein Vorzeigeprojekt für den Klimaschutz. "Wir werfen hier einen Blick in die Energiezukunft", sagte Söder den an die hundert Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Forst. Und dann wurde er ernst. Dass der Klimawandel menschengemacht ist, sei zwar wissenschaftlicher Konsens, jedoch nicht im Landtag. Damit spielte er auf die AfD an, die den Klimawandel anzweifelt. "Wir alle spüren den Klimawandel, und es wäre fahrlässig, wenn wir nichts unternehmen würden, ihn zu stoppen", sagte Söder. Er sei dennoch zuversichtlich, dass zumindest der Freistaat dies für sein Gebiet schaffen werde. Und innerhalb des Freistaats nannte er Wunsiedel ein Vorbild wie man den Klimawandel bewältigt.

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Pellets

So funktioniert das neue Gaskraftwerk in Wunsiedel
Das Gaskraftwerk mit angeschlossener Pelletsproduktion deckt rein rechnerisch gesehen mehr als den Bedarf des gesamten Landkreises Wunsiedel. Unser Video zeigt, wie es funktioniert.
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Auch Söder ist für das Konzept einer dezentralen Energieversorgung, glaubt aber, dass die großen Stromleitungen durch Bayern notwendig sind. "Der Bund plant die Trassen, aber uns in Bayern ist wichtig, dass die Leitungen - wo möglich - in der Erde und auch entlang der großen Straßen verlegt werden, damit möglichst wenige wertvolle Flächen verbraucht werden." Städte wie München oder Nürnberg könnten derzeit nicht dezentral mit regenerativer Energie versorgt werden.

Ein wenig mag Söder am Freitagnachmittag das kleine Wunsiedel wie ein gallisches Dorf vorgekommen sein. Auf dem Podium gaben sich Männer - und eine Frau - das Mikrofon in die Hand, die ganz eigene Ansichten zur Energiepolitik haben und mit ihren Forderungen an Söder nicht hinterm Berg hielten. Gastgeber Marco Krasser brachte zum Beispiel die Power-to-Gas-Technologie ins Spiel. "Dabei wird Strom aus erneuerbaren Energien in Wasserstoff oder synthetisches Erdgas umgewandelt." Dies habe zwei Vorteile: zum einen den Transport und die Speicherung von Energie mit der vorhandenen Infrastruktur, also ohne Neubau der großer neuer Leitungen, zum anderen die Schaffung von hocheffizienten lokalen Regelenergiekraftwerken. "Der Gesetzgeber muss solche Investitionen stärker fördern. Je mehr Strom aus Wind- und Sonnenkraftwerken kommen, desto mehr muss man für die Stabilität im Netz tun. Dafür brauchen wir viel mehr Kraftwerke wie das hier in Holenbrunn."

Am Gallier-Image Wunsiedels feilte auch Dr. Oliver Koch von der Europäischen Kommission. Er berichtete davon, dass vor einigen Jahren die Wunsiedler Stadtwerke in Brüssel angeklopft und ihn gebeten hätten, sich mal den Wunsiedler Weg anzusehen. "Normalerweise reden wir nur mit den 200 größten Verbänden und Unternehmen in Europa. Aber die Wunsiedler haben uns beeindruckt." Es sei gerade die Zeit gewesen, in der die 28 Mitgliedsstaaten ein neuen Energie-Upgrade berieten. "Was soll ich sagen: Wir haben am Ende auch die Ideen aus Wunsiedel für einen neuen Strommarkt mit vielen dezentralen Versorgern in das Gesetz für das neue europäische Strommarkt-Design mit aufgenommen." Dieses tritt demnächst in Kraft. Auch Wunsiedel hat also einen Beitrag, wenn in nicht ferner Zeit ein digitales und intelligentes europäisches Stromnetz verwirklicht wird. "Vielleicht ist Wunsiedel noch nicht das Silicon Valley der Energiewende. Aber ich wünschte, es gäbe mehr Wunsiedels."

Das wäre auch ein Traum von s Martin Bentele, dem Präsidenten des Energieholz- und Pelletsverbandes. "Es ist eine einfache Sache: Mit Holzenergie lassen sich kohlendioxidneutral große Teile Bayerns versorgen. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Wenn man Wunsiedel und das Pelletswerk klonen könnte, bräuchte man keine Trassen bauen."

Regelrecht kämpferisch war zweiter Bürgermeister Manfred Söllner. Er forderte für die Energieversorgung in Zukunft "eine Lobby für den Klimaschutz und nicht für das Geld". Ebenso will er den Klimaschutzes als kommunale Pflichtaufgabe einführen. "Vor Ort ist es am besten möglich, die Energiewende zu bewältigen, und zwar klimaschonend, kostengünstig und zuverlässig." Söllner und Krasser lobten im Rückblick den im Krankenstand befindlichen und daher nicht anwesenden Bürgermeister Karl-Willi Beck. Becks immerwährendes Anschieben sei es zu verdanken, dass der Wunsiedler Weg der Energiewende heute international beachtet werde.

Die Gesellschafter der Wun Pellets GmbH sind die Wun Bioenergie, die Gasversorgung Wunsiedel, die Baywa und Bayernwerk-Natur. Sie haben 30 Millionen Euro in das Pelletswerk investiert. Aus 9,5 Millionen Schütt-raummetern Sägespänen werden pro Jahr 105.000 Tonnen Holzpellets gepresst. Insgesamt lassen sich zusammen mit den Blockheizkraftwerken, deren Abwärme zum Trockenen der Pellets genutzt wird, je 30.000 Haushalte mit sauberem Strom und Wärme versorgen.

Lesen Sie dazu auch: Der CSU-Chef Markus Söder macht auf seiner "Basistour" in Kulmbach Station >>>

Autor

Matthias Bäumler
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Veröffentlicht am:
15. 03. 2019
20:30 Uhr

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Matthias Bäumler

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Veröffentlicht am:
15. 03. 2019
20:30 Uhr



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