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Fichtelgebirge

Führungswechsel im SPD-Unterbezirk

Jörg Nürnberger steht an der Spitze der Sozialdemokraten in Hochfranken. Ulrich Scharfenberg zieht sich zurück, Pascal Becher rückt als Stellvertreter nach vorn.



Der neue Vorstand der SPD in Hochfranken und Ehrengäste freuen sich auf die Zusammenarbeit im Unterbezirk (von links): Landtagsabgeordneter Klaus Adelt, Holger Grießhammer, Luca Scheuring, Jörg Mielentz, Pascal Bächer, Jörg Nürnberger, Stefan Dittmar, Ulrich Scharfenberg, Melanie Graf, Michael Unglaub und Florian Pronold. Foto: Herbert Scharf
Der neue Vorstand der SPD in Hochfranken und Ehrengäste freuen sich auf die Zusammenarbeit im Unterbezirk (von links): Landtagsabgeordneter Klaus Adelt, Holger Grießhammer, Luca Scheuring, Jörg Mielentz, Pascal Bächer, Jörg Nürnberger, Stefan Dittmar, Ulrich Scharfenberg, Melanie Graf, Michael Unglaub und Florian Pronold. Foto: Herbert Scharf  

Kirchenlamitz - Nach 13 Jahren gibt es einen Chef-Wechsel des SPD-Unterbezirks Hochfranken: Jörg Nürnberger löst den bisherigen Unterbezirksvorsitzenden Ulrich Scharfenberg ab. Scharfenberg hatte nach 13 Jahren an der Spitze nicht mehr kandidiert. Derzeit hat der Unterbezirk 1810 Mitglieder, der Altersdurchschnitt liegt bei 63 Jahren, wie Scharfenberg seine Parteifreunde über die aktuelle Situation informierte.

Der neue Vorstand

Vorsitzender der SPD Hochfranken: Jörg Nürnberger. Stellvertreter: Pascal Bächer, Melanie Graf und Jörg Mielentz. Schatzmeister: Michael Unglaub. Schriftführer: Bernd Köhler, Stellvertreter sind Stefan Dittmar und Luca Scheuring. Pressesprecherin: Mirjam Drechsel. Medienbeauftragte: Frank Bürger und Markus Tichai. Europabeauftragter: Sebastian Fischer, Migrationsbeauftragter: Pascal Bächer.

 

"Die Wähler haben es satt, wenn an ihnen vorbei regiert wird", sagte Scharfenberg. "Fridays for future" sei ein Zeichen dafür. Es gebe dringende Probleme in Deutschland. Wenn die Politik künftig darauf nicht eingehe, habe sie versagt und müsse die Folgen tragen. Scharfenberg bedauerte, dass kurz vor der Europawahl, von einigen Parteien sogar das vereinte Europa in Frage gestellt werde. Hier stehe die SPD einhellig gegen Hass, Hetze und Demagogie. Der Brexit sei ein Warnzeichen für Europa, unterstrich der scheidende Unterbezirksvorsitzende. Deshalb stehe viel auf dem Spiel, was in den vergangenen Jahrzehnten mühevoll erreicht worden sei.

 

Scharfenberg ging auf die bevorstehenden Kommunalwahlen ein: "In Hof hat man einen inhaltslosen und vor sich hin taumelnden Oberbürgermeister." Hier biete die SPD mit Eva Döhla eine gute Alternative. Und auch im Landkreis Wunsiedel stelle man mit dem neuen Bezirksrat Holger Grießhammer einen tatkräftigen Landratskandidaten.

Der Vorsitzende erklärte anschließend, dass er sich nicht mehr zur Wahl stellen werde. 13 Jahre seien genug. Deshalb wolle er Platz machen für einen Jüngeren. Er betonte, dass er nicht im Streit gehe. Der Rücktritt sei ganz alleine auf seinen persönlichen Entschluss zurückzuführen. Schließlich rief er dazu auf, gemeinsam für die SPD einzutreten und ihre Ziele zu verfolgen. Bei der Frauenquote allerdings gebe es noch Nachholbedarf.

Der Kirchenlamitzer Bürgermeister Thomas Schwarz sprach in seinem Grußwort von guten Nachrichten von der einstigen Industriebrache Winterling: "Die Winterling-Gebäude sind komplett ausgebucht."

Landtagsabgeordneter Klaus Adelt würdigte den Unterbezirksvorsitzenden Scharfenberg. Er habe eine gute Arbeit geleistet, sagte er.

Bezirksrat Holger Grießhammer berichtete aus dem Bezirk. Er würdigte die Unterstützung der Oberfrankenstiftung, ohne die manches Projekt nicht möglich wäre. Von dem 145-Millionen-Euro-Haushalt seien 95 Prozent der Ausgaben für soziale Aufgaben bestimmt. Leider gebe es besonders bei den Bezirkskrankenhäusern einen Investitionsstau. Deshalb sei der Hebesatz von derzeit 17,5 Punkten wohl kaum zu halten.

Scharfenberg blickte anschließend auf das vergangene Jahr zurück. Er sagt: "Wunsiedel und Hof stellen für die SPD die größten Kreistagsfraktionen Bayerns." Leider aber habe die SPD auch manche Position verloren. Auch deshalb brauche man einen inhaltlichen und personellen Erneuerungsprozess. Die SPD Hochfranken sei auch konsequent, fuhr Scharfenberg fort. Er erinnerte an die Ausladung der Parteivorsitzenden Andrea Nahles nach dem Beschluss, doch in eine große Koalition einzutreten. Er kündigte eine hohe Ehrung für die frühere Bundestagsabgeordnete Petra Ernstberger an.

Anschließend berichteten die einzelnen Arbeitsgruppen, Ali Cemil Sat für die Jusos und Dieter Darkow für die Arbeitsgemeinschaft 60 Plus von ihren Aktivitäten im vergangenen Jahr. Kassier Michael Unglaub berichtete von einem guten Kassenstand und einem finanziellen Polster für die kommenden Wahlen.

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Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
31. 03. 2019
17:28 Uhr

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Herbert Scharf

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31. 03. 2019
17:28 Uhr



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