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Wunsiedel will eigenen Leerstands-Manager

Ein Profi soll sich um das Thema kümmern. Die Daten der bisherigen Erhebungen sind nicht mehr aufzufinden.



Wunsiedel - Leere Häuser sind in der Region ein großes Problem. Daher will der Landkreis Wunsiedel zusammen mit den Nachbarn in Hof und Bayreuth eine Datenbank mit den Leerständen in allen Städten und Gemeinden aufbauen. Interessenten können sich dann schnell über freie Immobilien informieren. Klingt gut. Doch ein Problem muss die jeweilige Kommune lösen: Sie soll sogenannte Leerstands- oder auch Raumwohlstandslotsen finden, die ehrenamtlich arbeiten.

Der Wunsiedler Stadtrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung gegen das Vorhaben des Landkreises entschieden und setzt auf einen eigenen Kümmerer. Wie zweiter Bürgermeister Manfred Söllner sagte, wird der Leerstandsbeauftragte nicht bei der Stadt angestellt. "Es handelt sich um einen von uns beauftragten externen Anbieter." Diese Lösung hat auch die Regierung von Oberfranken vorgeschlagen. Insgesamt darf das bis Ende 2020 laufende Projekt nicht mehr als 50.000 Euro kosten, die Stadt muss dafür einen Eigenanteil von 5000 Euro aufbringen.

Die vom Landkreis favorisierte Lösung hätte der Stadt nichts gekostet. "Allerdings gibt es für die Aufgaben des Leerstandsloten weder in der Stadtverwaltung Kapazitäten, noch haben wir ehrenamtliche Helfer." Die Mitglieder des Wunsiedler Bürgerforums, die der Landkreis ins Spiel gebracht hatte, lehnten ab, da auch sie keine Möglichkeit sehen, diese Aufgabe zu erfüllen.

In den vergangenen Jahren sind die Wunsiedler Leerstände immer wieder mal systematisch erfasst worden. Zunächst hat Professor Lothar Koppers im Rahmen des Projektes "Wunsiedel 10.000" mit Hilfe von Studenten der Hochschule Anhalt ein Verzeichnis aller leeren Häuser erstellt. Nach Ende des Projektes hat er die Daten "mitgenommen", sodass weder die Verwaltung noch die Stadträte darauf einen Zugriff haben. Danach hat sich der seinerzeitige Citymanager Michael Fuchs in die Arbeit gestürzt und eine Datenbank aufgebaut, die fortlaufend weitergeführt hätte werden sollen. Nachdem die Stelle des Citymanagers gestrichen wurde, ist die Datenbank in Vergessenheit geraten. Zumindest hatte in der Stadtratssitzung niemand einen Schimmer, wo das Werk ist. Bürgermeister Söllner hofft, dass es sich im Kommunalunternehmen Immobilien befindet.

Unabhängig davon wird demnächst ein externer Anbieter noch einmal alle Leerstände erfassen. Das klingt angesichts der vielen im Nachhinein sinnlosen Vorarbeiten nach einer Schildbürgerei, doch der Immobilienmanager der Verwaltung, Helmut Kauer, sieht das nicht so. "Seit der letzten Erhebung hat sich viel verändert. Die alten Daten hätte man sowieso in die Tonne treten können." M. Bäu.

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Veröffentlicht am:
14. 04. 2019
17:18 Uhr

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