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"Denkmit" bald auch in Weißenstadt

Der Stadtrat beschließt, eine Jugendkonferenz abzuhalten. Man will zeigen, dass die Kommune die Anliegen junger Menschen ernst nimmt.



"Denkmit" bald auch in Weißenstadt
"Denkmit" bald auch in Weißenstadt  

Weißenstadt - "Unsere Jugendlichen haben was zu sagen." So fasst Stadträtin Ulrike Michael (CSU) die Stimmung im Gremium zusammen, nachdem das Konzept der Jugendkonferenz "Denkmit" vorgestellt ist. "So ein Forum ist klasse", fährt sie fort. Das finden auch ihre Ratskollegen: Einstimmig beschließen sie, im Oktober oder November auch in Weißenstadt eine derartige Konferenz durchzuführen.

Bürgerversammlungen

Die Bürgerversammlungen werden Anfang Juni stattfinden: Am 5. Juni in Voitsumra (Feuerwehr-Gerätehaus), am 6. Juni in Franken (Feuerwehr-Gerätehaus) und am 7. Juni in Weißenstadt (Bürgersaal).

 

Sarah-Alena Thoma und Martin Reschke vom Kreisjugendamt müssen mit ihrer Präsentation keine große Überzeugungsarbeit leisten. Die Stadträte sind sicher, dass die jungen Menschen in Weißenstadt diese offene und ungebundene Möglichkeit nutzen werden, um sich am Gemeindegeschehen zu beteiligen. Rund sechzig Teilnehmer - wie zuletzt bei der "Denkmit"-Konferenz in Kirchenlamitz - werde man bestimmt auch in Weißenstadt zusammenbringen, sagt Bürgermeister Frank Dreyer (SPD). Er werde alle Zwölf- bis 21-Jährigen persönlich anschreiben und sie darum bitten, mitzumachen.

 

Thoma und Reschke unterstreichen, dass "die Jugendlichen eindeutig die Experten für ihre eigenen Themen sind". Die Gemeinde zeige mit einer solchen Konferenz, dass sie die jungen Leute ernst nehme und gewillt sei, ihr Engagement projektbezogen aufzugreifen. In Workshops zu Bereichen wie "Freizeit und Vereinsleben", "Schule und Ausbildung" oder "Stadtentwicklung" sollen Standpunkte erarbeitet werden, die zur Basis städtischen Handelns werden könnten. Diese Aufforderung zur Partizipation am öffentlichen Leben sei zudem ein Beitrag dazu, die jungen Menschen in der Region zu halten.

Die Kommune gewinne durch den "Denkmit"-Prozess wichtige Erkenntnisse über soziale Räume im Stadtgebiet, könne die Wünsche der Jugendlichen in ihre Planungen einbeziehen und Projekte anstoßen. Der Landkreis unterstützt die Jugendkonferenzen mit 5000 Euro Fördermitteln jährlich. Die örtlichen Vereine erfahren, was sich die Jugendlichen an Angeboten wünschen.

Zu einem "sehr erfreulichen Tagesordnungspunkt" leitet Dreyer im Anschluss über: Wie er bekanntgibt, hat das Landratsamt den 10,2-Millionen-Euro-Haushalt der Stadt genehmigt und die Aufnahme neuer Kredite in Höhe von gut 186 000 Euro bewilligt. "Jetzt können wir loslegen", sagt Dreyer. Die ersten Aufträge vergibt der Stadtrat dann bereits in der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung. Keine Einwände haben die Weißenstädter Räte gegen die Änderung eines Bebauungsplanes der Nachbarstadt Gefrees. Hier soll mitten im Stadtgebiet an der Schulstraße ein großes Pflegewohnheim entstehen.

Einstimmig befürwortet das Gremium den Antrag zum Bau eines Gartenhäuschens auf dem Grundstück Ledererring 13.

Wert legt Bürgermeister Dreyer im Punkt "Sonstiges" auf die Feststellung, dass Weißenstadt nun auch bayerische Öko-Modellregion sei. Denn die Stadt sei - wie Wunsiedel, Tröstau, Nagel und Bad Alexandersbad - Teil der "Region Siebenstern", die jetzt staatlich anerkannt worden ist. Die Öko-Modellregionen sollen die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranbringen und der Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in Bayern Impulse geben. Zu den bisherigen zwölf Öko-Modellregionen kämen jetzt fünfzehn weitere hinzu, darunter auch die "Region Siebenstern".

Auf eine Anfrage von Hans-Jürgen Best (SPD), der anmahnt, dass man Parkverbote nicht nur beschließen, sondern auch durchsetzen müsse, antwortet der Bürgermeister, man werde diesem "immer wiederkehrenden Ärgernis" nun mit konsequenten Maßnahmen begegnen. Es sei möglich, Parksünden fotografisch zu dokumentieren und, verbunden mit einer entsprechenden Zeugenaussage, bei der Polizei anzuzeigen. Diesen Weg werde man in Zukunft verstärkt nutzen, vor allem, wenn es um von Nichtberechtigten zugeparkte Behinderten-Plätze oder mit Autos verstellte Feuerwehr-Zufahrten gehe. Dreyer gibt eine Information der Telekom an die Stadträte weiter, wonach der zweite Abschnitt des Breitbandausbaus, der vor allem die Außenorte betroffen hat, nun vollständig abgearbeitet ist.

Am See-Parkplatz werden demnächst in unmittelbarer Nähe des Seglerheims Behinderten-Parkplätze ausgewiesen. Von hier aus ist ein guter Zugang zum Seeweg gewährleistet, wie der Bürgermeister weiter ausführt.

Die Umgestaltung der Durchfahrtsbeschilderung am Kreisverkehr in der Kirchenlamitzer Straße gestaltet sich nach Dreyers Worten schwierig, da für den Vorwegweiser aus Richtung Kirchenlamitz kein geeigneter Standort gefunden werden konnte. Hier müsse man gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt weiter nach einer Lösung suchen. Der Vorwegweiser aus Richtung Sparneck solle aber schnellstmöglich montiert werden.

Die Anregung von Willi Dürrbeck (CSU), die sanierte Schule der Bevölkerung bei einem Tag der offenen Tür vorzustellen, griff Dreyer ebenfalls auf. Noch seien abschließende Arbeiten zu erledigen, aber eine öffentliche Präsentation des neugestalteten Baus habe sich die Stadtverwaltung fest vorgenommen.

Autor

Rainer Maier
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Veröffentlicht am:
16. 05. 2019
18:22 Uhr

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Rainer Maier

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Veröffentlicht am:
16. 05. 2019
18:22 Uhr



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