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Fichtelgebirge

Freiraum-Kampagne wächst weiter

Eine Agentur feilt mit den Machern im Landratsamt Wunsiedel am Fichtel- gebirgs-Image. Nach dem vielbeachteten Auftakt klinken sich Orte des Kreises Bayreuth ein.



Wollen die Innen- und Außenwirkung des Fichtelgebirges mit vielen Ideen weiter verbessern: Cosima Benker und Katharina Hupfer vom Landratsamt Wunsiedel sowie Tobias Langmeyer und Magdalena Aderhold von der Kulmbacher Agentur Dynamic Commerce (von links). Foto: Brigitte Gschwendtner
Wollen die Innen- und Außenwirkung des Fichtelgebirges mit vielen Ideen weiter verbessern: Cosima Benker und Katharina Hupfer vom Landratsamt Wunsiedel sowie Tobias Langmeyer und Magdalena Aderhold von der Kulmbacher Agentur Dynamic Commerce (von links). Foto: Brigitte Gschwendtner  

Wunsiedel - Viel Lob und mediale Aufmerksamkeit gibt es für die Image-Kampagne des Landkreises Wunsiedel. Seit rund eineinhalb Jahren wirbt sie mit öffentlichkeitwirksamen Aktionen für das Fichtelgebirge als "Freiraum für Macher". "Die Kampagne ist der Wahnsinn, sie hat eingeschlagen wie eine Bombe": Diese Bilanz zog Freiraum-Verantwortliche Katharina Hupfer bei einer Pressekonferenz am Mittwoch im Landratsamt Wunsiedel. Ziel sei nun, die Innen- und Außenwahrnehmung des Fichtelgebirges weiter zu verbessern. Daher gab der Leiter der Entwicklungsagentur Fichtelgebirge, Thomas Edelmann, grünes Licht für die Zusammenarbeit mit einer großen Digital-Agentur. Projektmanagerin Magdalena Aderhold von Dynamic Commerce in Kulmbach erklärte im Landratsamt, wie die Freiraum-Kampagne jetzt weiterlaufen soll.

"Firmenhochzeit"

Wiktoria Kleindiensts Marktredwitzer Werbeagentur Blue Frog Concept gehört seit Jahresbeginn zu Oberfrankens größter Digital-Agentur Dynamic Commerce in Kulmbach. Kleindienst bleibe mit der Entwicklung der Freiraum-für-Macher-Kampagne betraut, versicherten am Mittwoch im Wunsiedler Landratsamt Geschäftsführer Tobias Langmeyer und Projektmanagerin Magdalena Aderhold.

Das Dynamic-Commerce-Team bestehe nun aus knapp 60 Beratern, Entwicklern, Grafikern, Content Managern und Marketing-Experten. Kleindienst leite den Kreativ-Bereich und steuere die Zusammenarbeit interner Teams und externer Dienstleister. Die Standorte Kulmbach und Marktredwitz blieben nach der "Firmenhochzeit" erhalten, ebenso die Arbeitsplätze.

 

Über den Sommer seien drei große Themenfelder vorgesehen, sagte Aderhold. Die Würfel-Aktionen in Großstädten, die verdeutlichten, wie gut es sich im Fichtelgebirge leben lasse, sollten in Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und München weiterlaufen. Anbieten werde das Freiraum-Team nun auch VR-Brillen, die Passanten mit Aufnahmen von der Kösseine, der Luisenburg oder anderen tollen Plätzen der Region verdeutlichen, wie attraktiv das Fichtelgebirge ist. Aderhold: "Wir zeigen, wo sind wir, was sind wir und wie schön ist es hier." Als drittes Element komme "Reverse Graffitiy" dazu.

 

Eine verschmutzte Fläche auf einer Straße, in einem Tunnel oder anderswo im öffentlichen Raum werde mit einem Hochdruckreiniger gesäubert, um das Freiraum-für-Macher-Logo zu platzieren. "Wir zerstören nichts, aber wir bleiben in Erinnerung", erklärte die Projekt-Managerin. Das Ganze halte so lange, bis die Fläche wieder verschmutze. In weiteren Guerilla-Aktionen sollen Stärken des Fichtelgebirges werbewirksam herausgestellt werden, zum Beispiel freie Kita-Plätze, bezahlbare Mieten oder anspruchsvolle Job-Angebote. Zu finden sein sollen diese Nachrichten auf Existenzgründer-Portalen ebenso wie an Schwarzen Brettern in Kitas oder Supermärkten, sagte Aderhold. Auch auf Edgar-Freeecards, die in Großstadt-Lokalen oft kostenlos auslägen und begehrt seien, wolle man die Fichtelgebirgs-Imagekampagne ausdehnen, ergänzte Katharina Hupfer.

Zudem werde ein neuer Image-Film mit kurzen, coolen Schnitten entstehen, "der es wert ist, auf sozialen Medien geteilt zu werden", informierte Aderhold. Dafür habe man Gerhard Bittner gewonnen, der aus der Region stamme und in München lebe. "Wir wollen nichts Langatmiges, sondern nehmen uns selbst witzig auf die Schippe, ohne überzogen zu wirken." Herausgearbeitet werde, dass auch das Fichtelgebirge zu Bayern gehöre. Tolle, einzigartige Menschen kämen vor, innovative Technologien aus der Region seien Thema. Der Film solle insgesamt 1,20 Minuten lang sein und in einzelne Sequenzen von je 20 Sekunden heruntergebrochen werden, die tauglich für Instagram oder Facebook seien. "Anfangs zeigen wir nur einzelne Sequenzen, bis Weihnachten soll dann der ganze Film laufen."

Dynamic-Commerce-Geschäftsführer Tobias Langmeyer betonte, Freiraum für Macher lasse sich "wahnsinnig toll" mit Hilfe von Video, Print und Digitalem weiterführen. Seine Firma stelle pro Jahr selbst zehn neue Mitarbeiter ein und wisse, wie schwer gute Leute zu finden seien: "Deshalb kämpfen wir selbst mit der Kampagne dafür, Macher zu gewinnen".

Aktuell werde die Freiraum-Website überarbeitet, in der kommenden Woche sei sie fertig, erklärte Cosima Benker, Social-Media- und Internetmangererin beim Landratsamt. "Wir wollen noch mehr Content auf allen Kanälen spielen, der unsere Zielgruppe anspricht, angefangen von Bauplätzen für Familien bis hin zu Job-Angeboten samt Links zu passenden Portalen." Benker plant auch einen Blog und will Suchmaschinen-Schlagworte verbessern.

Um die Innen- und Außenwirkung der Kampagne gleichzeitig im Blick zu behalten, setze die Freiraum-Strategie in Kooperation mit Firmen und Kommunen künftig weniger auf Etappen denn auf Langfristigkeit, betonte Katharina Hupfer. "Wir wollen ein Lebensgefühl entwickeln."

Freiraum für Macher sei eine tolle, bewährte Kampagne, betonte Alexander Popp, Regionalmanager des Landkreises Bayreuth. "Daher wäre es Blödsinn, wenn wir die Highlights der westlichen Seite des Fichtelgebirges nicht einbrächten." Der Lebens- und Verwaltungsraum Fichtelgebirge müsse über Verwaltungsgrenzen hinweg vermarktet werden.

Auch die Bürgermeister stünden über politische Grenzen hinweg hinter der Kampagne, betonte Thomas Edelmann. "Diese erste emotionale Klammer zeigt, was in uns steckt: Das müssen wir hinaustragen in die Welt", forderte Peter Berek, Bürgermeister in Bad Alexandersbad. Ebenso hervorragend, wie sich die Region in der Kampagne verkaufe, sei auch das Zusammenspiel der Verantwortlichen, sagt Thiersheims Bürgermeister Bernd Hofmann.

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Brigitte Gschwendtner
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Veröffentlicht am:
22. 05. 2019
18:56 Uhr

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Brigitte Gschwendtner

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Veröffentlicht am:
22. 05. 2019
18:56 Uhr



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