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Fichtelgebirge

Luchs-Drama im Steinwald

Luchs-Drama im Steinwald: "Hotzenplotz" ist tot

Jungluchs "Hotzenplotz" ist offenbar Opfer eines Revierkampfs geworden. Jetzt regiert "Iwan" die Wälder um Friedenfels.



Die Fotofalle im Steinwald lieferte ein Bild von "Iwan", von dem die Luchs-Experten noch nicht wissen, wo er herkommt.
Die Fotofalle im Steinwald lieferte ein Bild von "Iwan", von dem die Luchs-Experten noch nicht wissen, wo er herkommt.   Foto: Fotofallenmonitoring

Friedenfels - Im Steinwald ist Mitte März ein toter Luchs gefunden worden. Dies hat das Bayerische Landesamt für Umwelt am Mittwoch mitgeteilt. Alle bislang bekannten Fakten weisen darauf hin, dass es sich dieses Mal jedoch nicht um einen Fall von Wilderei handelt. Der Luchs ist offenbar das Opfer eines in der Natur nicht ungewöhnlichen Revierkampfs geworden. Der Luchs war stark abgemagert und trug Kampfspuren.

Bei dem toten Männchen handelt es sich um "Hotzenplotz", einer der beiden Jungluchse, die in den vergangenen Jahren im Steinwald vorigen Jahr ausgewildert wurden - "Hotzenplotz" im April 2018, das Weibchen "Fee" schon im August 2016. Beide waren zuvor gesundgepflegt worden. Naturfreunde, wie Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg, Besitzer großer Waldflächen im Steinwald, hatten große Hoffnungen in das Paar gesetzt. Sie sollten eine natürliche Luchspopulation in dem als Lebensraum besonders gut geeigneten Steinwald begründen.

 

 

Bereits im Oktober des vorigen Jahres belegten Fotos von Fotofallen, dass offenbar ein dritter Luchs durch den Steinwald streift. Die Aufnahmen zeigten einen stattlichen Kuder, der nach Expertenmeinung den russischen Typ der Art repräsentiert. Deswegen erhielt er auch den Namen "Iwan". Kurz darauf riss der Funkkontakt zum Sendehalsband von "Hotzenplotz" ab. Alle Anzeichen sprechen dafür, dass der Jungluchs seinem stattlichen Rivalen in einem Revierkampf unterlegen ist. Männliche Luchse beanspruchen und verteidigen Reviere von 150 bis 400 Quadratkilometern, die sich nur mit den Revieren der Weibchen überlappen dürfen.

Unbekannt ist, ob es zu einer Verpaarung mit "Fee" gekommen ist. Dies könnte sich bald ändern, denn Luchse werden zumeist im Mai oder Juni geboren.

 

 

 


 

Autor

Joachim Dankbar
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
23. 05. 2019
15:08 Uhr

Aktualisiert am:
23. 05. 2019
16:26 Uhr

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Autor

Joachim Dankbar

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Veröffentlicht am:
23. 05. 2019
15:08 Uhr

Aktualisiert am:
23. 05. 2019
16:26 Uhr



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