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Fichtelgebirge

Bald schon Fairtrade-Kreis

Die Kreisräte trinken in ihren Sitzungen bereits fair gehandelten Kaffee. Nun soll die gesamte Region ein Herz für Arbeiter in Entwicklungländern zeigen.



In 18 Läden im Landkreis gibt es Fairtrade-Produkte. Foto: TransFair
In 18 Läden im Landkreis gibt es Fairtrade-Produkte. Foto: TransFair  

Wunsiedel - Wer Kaffee trinkt, kann Gutes tun. Wie bei kaum einem anderen Produkt lassen sich anhand des Kaffees die Probleme des Welthandels zeigen. Während die Arbeiter auf den meisten Plantagen Kaffeebohnen unter unmenschlichen Bedingungen ernten, gibt es einige, vor allem genossenschaftlich organisierte Betriebe, deren Beschäftigte Kaffee zu fairen Konditionen produzieren. Genau diesen "guten" Kaffee trinken seit Mitte 2017 die Kreisräte in Wunsiedel während ihrer häufig langen Sitzungen. Im Sommer vor zwei Jahren hat der Kreisausschuss beschlossen, dass der Landkreis eine Fairtrade-Region wird. Mittlerweile ist viel geschehen und es ist gut möglich, dass der Landkreis bald ein Fairtrade-Siegel erhält.

Nach Selb vielleicht auch Marktredwitz

In der näheren Region gibt es erst eine anerkannte Fairtrade-Stadt: Kemnath im Landkreis Tirschenreuth. Auf dem besten Weg, zur Nummer Zwei im Fichtelgebirge zu werden, ist Selb. Die Stadt erfüllt mittlerweile die meisten Fairtrade-Kriterien und wird wahrscheinlich bald das Siegel führen dürfen. Die in Marktredwitz wohnende Grünen-Kreisrätin Brigitte Artmann forderte in der Kreisausschuss-Sitzung Oberbürgermeister Oliver Weigel auf, sich ein Beispiel an Selb zu nehmen. Wie Weigel sagte, hat er bereits einen Termin mit der regionalen Fairtrade-Promoterin ausgemacht. "Wir treffen uns in zwei Wochen."

 

Jessica Zeh von der Entwicklungsagentur Fichtelgebirge berichtete in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses von vielen Aktionen. So gibt es zum Beispiel Postkarten mit dem Spruch "Fairliebt ins Fichtelgebirge", die als Denkanstoß gedacht sind. "Auch 18 Einzelhändler und neun Gastronomen werben explizit mit fair gehandelten Produkten", sagte sie. In Schönwald habe die Kolpingsfamilie ein "faires Dinner" veranstaltet, und zahlreiche andere Organisationen griffen ebenfalls bei Veranstaltungen zu Produkten mit dem Siegel.

 

Damit aus einzelnen Aktionen eine langfristige Bewegung wird, hat Jessica Zeh ein Netzwerk mit vielen Akteuren aus der Eine-Welt-Bewegung gegründet. Unter anderem sind Vertreter von Bildungseinrichtungen, Kirchen und natürlich der Eine-Welt-Läden mit dabei. "Wir veranstalten regelmäßig Netzwerktreffen."

Da der Landkreis Wunsiedel offenbar besonders intensiv auf Fairtrade setzt, hat das PR-Magazin der Metropolregion Nürnberg den Aktionen im Fichtelgebirge in der jüngsten Ausgabe mehrere Seiten gewidmet. Wie Jessica Zeh sagt, sind die Eine-Welt-Netzwerke nach wie vor dabei, weitere Gastronomen für ihre Bewegung zu begeistern. Mittlerweile habe der Landkreis aber sämtliche Kriterien erfüllt, die für ein Fairtrade-Siegel Voraussetzung sind.

Das Siegel verleiht der gemeinnützige Kölner Verein TransFair. Dessen Ziel ist es, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch den fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen langfristig zu verbessern. Matthias Bäumler

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Veröffentlicht am:
28. 05. 2019
18:20 Uhr

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28. 05. 2019
18:20 Uhr



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