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Fichtelgebirge

Erfolgreiche Geschäfte im Jubiläumsjahr

Die Leitung der VR-Bank Fichtelgebirge-Frankenwald zieht Bilanz für 2018. Zufrieden verweist sie auf die positive Entwicklung der Bilanzsumme und des Betriebsergebnisses.



Erfolgreiche Geschäfte im Jubiläumsjahr
Erfolgreiche Geschäfte im Jubiläumsjahr  

Marktredwitz - "Die Bank steht in der aktuellen Lage des Minuszinses gut da", sagte Vorstandsvorsitzender Johannes Herzog am Montag bei der Vorstellung der Bilanzzahlen vor der Presse. Zum ersten Mal präsentierte der Diplomkaufmann das Jahresergebnis in der neuen lichtdurchfluteten Hauptstelle in der Marktredwitzer Kraußoldstraße, die im vergangenen Sommer im hundertsten Jahr seit der Bankgründung, damals als Darlehnskassenverein Oberredwitz-Tiefenbach, eingeweiht worden war. Nach Kriegen, Krisen und Konflikten stehe die Bank heute stärker da denn je, sagte Herzog. "Wir schauen zuversichtlich in die Zukunft."

Das Geschäftsjahr 2018 der VR-Bank Fichtelgebirge-Frankenwald in Zahlen

Bilanzsumme: 645,6 Millionen Euro.

Kundengeschäftsvolumen: 1,12 Milliarden Euro.

Kundenanlagevolumen: 817,7 Millionen Euro.

Kundenkreditvolumen: 398,9 Millionen Euro.

Umsatz Warengeschäft: 14,4 Millionen Euro.

Gesamtbetriebsergebnis: 4,5 Millionen Euro.

Eigenkapitalquote: 20,14 Prozent.

Dividende: Die Geschäftsleitung wird der Vertreterversammlung wie im Vorjahr eine Ausschüttung von zwei Prozent vorschlagen.

Mitglieder: 16 070.

Mitarbeiter: 129.

An Mitarbeiter gezahlte Entgelte: 5,9 Millionen Euro.

Geschäftsstellen: 17 zum Geschäftsjahresende am 31. Dezember 2018; ab 1. August 2019: 13 (in Arzberg, Bad Steben, Berg, Blankenstein, Hirschberg, Hohenberg an der Eger, Issigau, Marktredwitz (2), Selb, Thiersheim, Tröstau und Wunsiedel).

Warenhäuser: drei (in Berg, Gattendorf und Gefrees).

Konten, die über Online-Banking geführt werden: 12 700.

Nutzer der VR-Banking-App: 1627.

Geleistete Spenden: 65 556 Euro.


Natürlich sei er als Vorstandsvorsitzender stolz darauf, dass die Bilanzsumme erneut um 23,5 Millionen Euro auf nun 645,6 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Aber: "Wichtiger als die Größe ist uns die Solidität." Gerade in Zeiten der Minuszinspolitik sei es wichtig, die Bank in ruhigem und sicherem Fahrwasser zu halten. "Zurzeit wächst eine Generation heran, die gar nicht mehr weiß, was Zinsen sind." Selbst wer in den deutschen Staat investiert, könne sein Geld nicht mehr, wie früher, vermehren: "Die zehnjährige Bundesanleihe rentiert aktuell mit rund minus 0,1 Prozent", sagte Herzog. "Das ist keine gesunde Entwicklung." Da sich sein Institut dieser von Minuszinsen geprägten Marktentwicklung nicht entziehen könne, rechne man für 2019 mit leicht rückläufigen Bilanzzahlen. "Für regionale Genossenschaftsbanken wird es immer schwieriger, ausreichende Erträge zu erzielen." Auch vor diesem Hintergrund müsse man die Entscheidung sehen, zur Jahresmitte Filialen zusammenzulegen (wir berichteten). "Diese Kosteneinsparungen sind - neben Preisanpassungen für Dienstleistungen - eine sinnvolle und notwendige Maßnahme, um die VR-Bank fit für die Zukunft zu machen", sagte Herold.

Sein Vorstandskollege Christian Mandel ergänzte, auch mit den verbleibenden 13 Geschäftsstellen liege man noch um vierzig Prozent über dem Erreichbarkeitsdurchschnitt der 235 VR-Banken in Bayern: "Nach wie vor tragen wir damit der dünnen Besiedlung in unserer Region Rechnung."

Hoch erfreut seien Vorstand und Aufsichtsrat über die Kapitalaufstockung zur 100-Jahr-Feier gewesen. "Wir haben das Beteiligungslimit von 1000 Euro auf 10 000 Euro angehoben", sagte Herzog. "Das haben viele unserer rund 16 000 Mitglieder genutzt, um weiter in unsere Genossenschaftsbank zu investieren." Fast 2,6 Millionen Euro seien so dem Eigenkapital zugeflossen. "Ein großer Vertrauensbeweis", sagte Herzog.

Vom Gesamtbetriebsergebnis von rund 4,5 Millionen Euro werde man weitere 2,4 Millionen verwenden, um das Eigenkapital zu stärken. Die Kernkapitalquote werde dann mehr als zwanzig Prozent betragen. Herzog: "Über so eine Zahl würden sich viele große Banken freuen."

In einem Umfeld, in dem es keine Zinsen mehr gebe, aber eine Inflation von rund 1,6 Prozent, sehe sich die VR-Bank verpflichtet, der Geldentwertung ihrer Mitglieder entgegenzuwirken. Deshalb werde man der Vertreterversammlung am 6. Juni vorschlagen, die Dividende unverändert bei zwei Prozent zu belassen. Herzog: "Unsere Mitglieder waren stets eine tragende Säule in der Entwicklung unserer Bank. Diese Dividende ist Dank und Anerkennung für ihre Treue."

Auch das Anlagevolumen der VR-Bank-Kunden ist 2018 gestiegen: um 1,9 Prozent auf 817,7 Millionen Euro. Wie Vorstandsmitglied Mandel sagte, kann man auch in Zeiten von Minuszinsen mit Anlagen attraktive Renditen erzielen. Gemeinsam mit starken Partnern wie der Union Investment biete die VR-Bank Fonds, Aktien und Wertpapiere an, für die man immer mehr der traditionell sehr vorsichtigen deutschen Anleger interessieren könne. "Unsere Kunden hier intensiv und fair zu beraten, auch das sehen wir als Aufgabe einer Regionalbank", sagte Mandel. Dazu brauche man aber auch hervorragend ausgebildete Mitarbeiter. "Wir fahren einen hohen Aufwand, um unsere Beschäftigten so zu qualifizieren, dass sie unseren Kunden stets eine professionelle und faire Beratung bieten können", sagte er. "Wir leben in turbulenten Zeiten, aber unsere Kunden vertrauen uns mehr denn je."Das könne man auch am Kundenkreditvolumen ablesen, das mit 398,8 Millionen Euro nahezu stabil geblieben sei. Insgesamt habe sich das Kundengeschäftsvolumen zum 31. Dezember 2018 auf 1,217 Milliarden Euro belaufen.

Nach Einschätzung der Geschäftsleitung hat die VR-Bank auch ihre digitale Kompetenz im Jahr 2018 maßgeblich verbessert. Alle Kanäle, über die die Kunden ihre Bank erreichen können, seien ausgebaut worden, vieles könne man bequem von zu Hause aus erledigen. "Die Kunden erwarten heutzutage, dass ihre Bank online ist", sagte Johannes Herzog. Die VR-Bank-App gehöre zu den besten am Markt, vor allem, was die Sicherheit anbelange. Und das Banking vom Smartphone aus sei der sicherste digitale Zugang überhaupt. "Hier ist noch nie ein Schaden für einen unserer Kunden entstanden", betonte Herzog.

Neu sei die "Scan to Banking"-Funktion, die selbstständig komplette Rechnungen einlesen könne und dann die Bezahlung veranlasse. "Und das Allerneueste", sagte Christian Mandel, "ist unser Robo-Advisor ,MeinInvest‘, mit dem unsere Kunden ganz einfach online herausfinden können, welche Geldanlage zu ihnen passt."

Generalbevollmächtigter Matthias Benesch verwies noch darauf, dass die Bank der Region auch etwas zurückgebe. Nicht nur mit den 1,3 Millionen Euro an Steuern, die zu einem erheblichen Teil als Gewerbesteuer den Kommunen zugute kommen. Auch mit fast 70 000 Euro an Spenden und weiteren gut 15 000 Euro an Ausschüttungen zweier gemeinnütziger Stiftungen in Marktredwitz und Berg. "Damit fördern wir ganz gezielt Kinder und Jugendliche", sagte er.

Autor

Rainer Maier
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
28. 05. 2019
18:58 Uhr

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Rainer Maier

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28. 05. 2019
18:58 Uhr



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