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Fichtelgebirge

Beck und eine "große Theatermacherin"

Der Bürgermeister will mit Birgit Simmler verlängern. Die künstlerische Leiterin ist nicht abgeneigt, länger als bis 2021 auf der Felsenbühne zu arbeiten.



Die letzte Eröffnungsrede auf der Luisenburg ist gehalten: Bürgermeister Karl-Willi Beck zeigte sich am Freitagabend wieder als großer Kämpfer für das Freilicht-Theater. Fotos: Florian Miedl
Die letzte Eröffnungsrede auf der Luisenburg ist gehalten: Bürgermeister Karl-Willi Beck zeigte sich am Freitagabend wieder als großer Kämpfer für das Freilicht-Theater. Fotos: Florian Miedl  

Wunsiedel - So eine wichtige Entscheidung will Karl-Willi Beck nicht alleine mit dem Stadtrat treffen, so hat sich der Wunsiedler Bürgermeister Karl-Willi Beck vor dem Premieren-Stück "Die Päpstin" Rückenwind vom Publikum geholt. "Wollt Ihr, wollen Sie, dass Birgit Simmler ihren Vertrag auf der Luisenburg verlängert?", fragte Beck am Freitagabend die mehr als 1500 Besucher, bevor sie überhaupt die diesjährige Regie-Leistung der künstlerischen Leiterin gesehen hatten. Der Applaus für Simmler ist für den Bürgermeister Auftrag genug, um im Herbst in intensive Verhandlungen mit der Luisenburg-Chefin zu treten. Das Ziel ist klar: Sie soll ihren bis 2021 laufenden Vertrag vorzeitig bis 2025 verlängern.

Becks letzte Rede

Karl-Willi Beck zählte am Premierenabend zu den glücklichsten Menschen. Es war ihm ein großes Anliegen, nach seiner schweren Krankheit, die Luisenburg-Festspiele selbst zu eröffnen. "Ich bin froh, dass mir das vergönnt war", sagte der Wunsiedler Bürgermeister. Er habe bewusst darauf verzichtet zu lamentieren. Ihm sei bewusst, dass alles seine Zeit habe. Seine Zeit als Bürgermeister neige sich dem Ende entgegen. Er hoffe darauf, dass er im Ruhestand die Festspiele noch viele Jahre besuchen könne. In den kommenden Monaten werde er sich dafür einsetzen, dass - wie vom Freistaat gefordert - die regionalen Eigenmittel gesteigert werden. Ihm sei bewusst, dass dies keine leichte Aufgabe werde. In Beck‘scher Manier rief er seinen Bürgermeister-Kollegen zu: "Näht‘s Eure Taschen nicht zu."

 

"Diese Frau tut den Festspielen gut. Sie ist mittlerweile eine richtige Wunsiedlerin geworden, das wird sich in den kommenden Jahren immer mehr auszahlen", sagte Beck beim Staatsempfang im Gespräch mit der Frankenpost. Er zollte Birgit Simmler höchsten Respekt dafür, dass sie sich überhaupt an das komplexe Stück "Die Päpstin" herangewagt habe. "Das war ganz großes Theater. So ein Stück gehört auf unsere Bühne", meinte Beck. Er sei immer noch angetan, wie die Regisseurin die ganze Bühne genutzt und viele Effekte eingebaut habe. Zudem sei es ihr der künstlerischen Leiterin gelungen, ein hervorragendes Ensemble mit Franken-Tatort-Kommissarin Eli Wasserscheid als Hauptdarstellerin für dieses Stück zusammenzustellen. "Birgit Simmler hat damit bewiesen, dass sie eine große Theatermacherin ist", sagte Beck. Er gehe mit großer Zuversicht in die Gespräche, er sei guter Dinge, dass sie ihre Unterschrift unter einen neuen Kontrakt setze.

15.06.2019 - Luisenburg-Premiere "Die Päpstin" - Foto: Florian Miedl

Luisenburg-Premiere "Die Päpstin" Wunsiedel
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Birgit Simmler selbst zeigte sich am Freitag nicht abgeneigt, ihre Zeit auf der Luisenburg frühzeitig zu verlängern. "Wir werden uns Ende Oktober an einen Tisch setzen und besprechen, wie wir uns die weitere Zeit vorstellen und wohin wir mit diesem Theater wollen", sagte die künstlerische Leiterin. Sie freute sich sehr darüber, dass sie nach der Premiere "viel ehrliches Lob" erfahren durfte. "Ich bin danach immer noch ganz verwirrt. Da gehen tausend Sachen durch den Kopf", erzählte Simmler. Für sie sei es eine Herzensangelegenheit gewesen, die "Päpstin" auf die Luisenburg zu bringen. "Bei so einem Stück entwickelt man das richtige Gefühl, wie man das Ganze auf der Bühne sehen will."

Stimmen

Sehr angetan von dem Stück „Die Päpstin“ und der Inszenierung Birgit Simmlers war die Wunsiedler Kreisbäuerin Karin Reichel unmittelbar nach dem Schlussapplaus. „Ich bin total begeistert“, sagte sie mit blitzenden Augen. „Das Buch ist sehr gut umgesetzt. Das Stück ist einfach toll!“

Gut gefallen hat „Die Päpstin“ auch Kirchenmusikdirektor Reinhold Schelter, seines Zeichens – evangelischer – Dekanats- und Pfarramtskantor in Wunsiedel. Allerdings hatte ihn wohl vor allem die erste Hälfte der Handlung, wo die Hartherzigkeit und Unerbittlichkeit der Kirchenmänner des Mittelalters dargestellt werden, zum Nachdenken: „War die Kirche damals wirklich so schlimm?!“

Für Günter Vogl, katholischer Pfarrer in Wunsiedel war der Stoff nicht neu. Er kannte die „Päpstin“ schon als Film und als Musical. Die Luisenburg-Version müsse da keinesfalls zurückstecken. „Ich fand die Inszenierung genial – mit dem Tod, mit dem Cello-Spieler und mit dem kompletten-Ensemble.“ Auf die Frage, ob es nicht an der Zeit sei, dass es in der katholischen Kirche wenn nicht eine Päpstin zumindest eine Priesterin geben kann, antwortete Vogl mit einem alten Spruch: „Unsere Kinder werden es nicht mehr erleben, aber vielleicht unsere Enkel.“

SPD-Stadtrat Manfred Söllner war nach der Premiere ganz außer sich. Er meinte, dass sich nun einiges ändern müsse. Fortan dürfe es nicht mehr heißen, dass die Franken-Tatort-Kommissarin Eli Wasserscheid die „Päpstin“ auf der Luisenburg spiele. „Die Luisenburg-Päpstin spielt im Franken-Tatort mit“, das ist nach Söllners Ansicht die richtige Aussage. „Wenn es soweit kommt, dann haben wir es geschafft.“ kst/mavie

 

Ihr Ziel sei es, in den kommenden Jahren mehr und mehr eine eigene Handschrift zu entwickeln. "Das geht bei einem solchen Festival nicht innerhalb von vier Jahren. Deshalb wäre eine längere Planungssicherheit schon von Vorteil", sagte sie.

Das Lob von Karl-Willi Beck an sie gab die Luisenburg-Chefin zurück. "Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass ein Bürgermeister so hinter einem Theater steht, wie das Bürgermeister Karl-Willi Beck tut. Man merkt einfach: Die Luisenburg ist sein Baby. Das verteidigt er mit Klauen und Zähnen", sagte sie.

Nach der Premieren-Vorstellung herrschte bei lauschigen Temperaturen beste Stimmung. Die Begeisterung über das Stück "Die Päpstin" war riesengroß - kein Vergleich zu "Andreas Hofer" im vergangenen Jahr. So sprach Landrat Karl Döhler von einem "besonders beeindruckenden Stück". Birgit Simmler habe "großes Theater" auf die Bühne gebracht. Es lohne sich, sich nach den Vorstellungen noch intensiv mit diesem Stoff auseinanderzusetzen. Birgit Simmler habe gezeigt, dass sie die richtige Frau für dieses Theater, das sehr wichtig für die Region sei, ist.

Gar "geblättet" zeigte sich Landtagsabgeordneter Martin Schöffel, der nur Lob für "die beeindruckende und gelungene Inszenierung" übrig hatte. "Die Päpstin" sei "ganz großes Luisenburg-Theater mit unglaublich guten Schauspielern und einem imponierenden Bühnenbild". Anspielend auf die Thematik sagte er: "Ich bin froh, dass meine Mädchen in einer Zeit aufwachsen dürfen, in der es selbstverständlich ist, dass sie lesen und schreiben dürfen."

Am Bierstand waren dann noch mehr Superlative zu hören. So sagte einer: "Diese ,Päpstin‘ ist besser als das Buch und der Film." Mehr Lob geht nicht.

 

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Matthias Vieweger
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Veröffentlicht am:
16. 06. 2019
19:58 Uhr

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Autor

Matthias Vieweger

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Veröffentlicht am:
16. 06. 2019
19:58 Uhr



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