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Beste Bedingungen für Luisenburg-Akteure

Der Stadtrat beschließt den Umbau der Talstation. Die Arbeiten für die 2,2 Millionen Euro-Investition müssen während der Probephasen ruhen.



Beste Bedingungen werden die Luisenburg-Schauspieler in den Räumen der Talstation erhalten. Foto: Florian Miedl
Beste Bedingungen werden die Luisenburg-Schauspieler in den Räumen der Talstation erhalten. Foto: Florian Miedl  

Wunsiedel - Schon heute proben die Luisenburg-Schauspieler in der sogenannten Talstation. Der einstige Audi-Showroom samt Werkstatt-Trakt des früheren Autohauses König bewährt sich schon das zweite Jahr als Proberaum für die Schauspieler. Auch die Bühnenbildner und sonstigen technischen Mitarbeiter arbeiten in dem weitläufigen Komplex. Auch wenn sich die Talstation jetzt schon bewährt hat, ist es doch eine improvisierte Lösung. "Vor allem das Dach bereitet Sorgen. Auch die Elektrik und die Wärmedämmung müssen erneuert werden", sagte in der jüngsten Stadtratssitzung Architekt Sven Hackl. Er hat ein Konzept für den Umbau des Gebäudes entwickelt.

Wie Bürgermeister Karl-Willi Beck sagte, handelt es sich nicht um eine Generalsanierung. "Die wäre wesentlich teurer gekommen, da hätten wir gleich einen Neubau hinstellen können." Doch die Räume an sich seien für die Zwecke der Luisenburg bestens geeignet, sodass ein Umbau die wirtschaftlichste Lösung sei. Schon nach der aktuellen Luisenburg-Saison sollen die Bauhandwerker das Luisenburg-Personal ablösen. Hackl erläuterte die Pläne. Demnach wird der einstige Ausstellungsraum in einen professionellen Probenraum umgestaltet. Dies beinhaltet unter anderem den Einbau eines Tanzboden. Zudem wird es einen weiteren Raum für die Künstler geben, in dem unter anderem auch Castings veranstaltet werden können.

Beste Arbeitsbedingungen erhalten auch die Luisenburg-Techniker. Für die Schreiner und Schlosser werden die Werkstätten so hergerichtet, dass sie die aktuellen Standards erfüllen. Wichtig ist auch das Kostüm- und Requisiten-Lager. Noch immer müssen vor allem Requisiten in zwei Hallen in Schönbrunn aufbewahrt werden. "Demnächst wird alles in der Talstation zentralisiert", sagte Beck.

Ein Rätsel werden in Zukunft wohl so manchem Passanten die auf dem Asphalt aufgebrachten Linien aufgeben. "Es mag sein, dass diese etwas wirr aussehen, aber es handelt sich um eine Eins-zu-Eins-Kopie des Bühnenraums auf der Festspielbühne. Wir werden sämtliche Felsen mit einzeichnen", erläuterte Sven Hackl. Das "Gemälde" wird den Schauspielern zu ersten Schritt-Proben dienen. Auch die Bühnenbildner können ihre aufwendigen Bauten hier aufstellen.

Die vier Übersee-Container, die auf dem Gelände nach wie vor lagern, wird die Luisenburg als zusätzliches Lager nutzen. Schließlich wird ein weiteres Lagerzelt aufgestellt. "Hier können große Teile montiert oder zerlegt werden", erläuterte der Architekt.

Wegen des Festspielbetriebs müssen die Bauarbeiten immer wieder zwischendurch eingestellt werden. "Wir arbeiten daher nach dieser Saison bis April kommenden Jahres und ab Oktober 2020 bis April 2021", sagte Hackl. In den Investitionskosten in Höhe von 2,2 Millionen Euro ist auch der Grunderwerb mit enthalten.

Die Bauuntersuchungen haben ergeben, dass das Dach an vielen Stellen nicht mehr dicht ist. "Da ist schon viel geflickt worden." Als etwas wirr hat sich auch die Elektro-Installation herausgestellt. "Ich habe mit Elektrikern darüber gesprochen. Sie haben mir gesagt, dass sie die Finger davon lassen, da sie sämtliche Leitungen ausmessen müssten. Letztlich käme es teurer, die Leitungen zu entwirren, als wenn wir die Elektrik jetzt komplett erneuern." Für die Bauarbeiten inklusive Wärmedämmung sind Kosten in Höhe von 686 000 Euro veranschlagt. Ein Posten ist auch mit "Kunstwerke" umschrieben. Dabei handelt es sich aber nicht um Kunst am Bau, sondern um die Bestuhlung, Beleuchtung, ein Mischpult und besagten Tanzboden.

Auch in Zukunft sollen wieder kleinere Veranstaltungen in der Talstation stattfinden - allerdings für maximal 199 Besucher. Käme nur einer mehr, würde aus der Talstation eine Versammlungsstätte. "Dann würde sich alles ändern, da wir nach dem Gesetz dann immense Auflagen zu erfüllen hätten", sagte Beck.

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Matthias Bäumler
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Veröffentlicht am:
30. 06. 2019
16:12 Uhr

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Autor

Matthias Bäumler

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Veröffentlicht am:
30. 06. 2019
16:12 Uhr



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