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Fichtelgebirge

77 Götter finden richtige Abfahrt

Die "Abikropolis" am Lugy in Wunsiedel löst sich auf - mit sehr guten Ergebnissen. 25 Mal steht eine Eins vor dem Komma. Der Schulleiter lobt den "ausgesprochen angenehmen" Jahrgang.



Lugy-Leiter Joachim Zembsch (links) mit den Abiturienten, die mit einer Note bis 1,5 abgeschlossen haben.
Lugy-Leiter Joachim Zembsch (links) mit den Abiturienten, die mit einer Note bis 1,5 abgeschlossen haben.   » zu den Bildern

Wunsiedel - "Abikropolis" - 77 Götter verlassen den Olymp beziehungsweise das Luisenburg-Gymnasium. Im Rahmen einer stimmungsvollen Abschlussfeier nahmen am Freitag 77 Abiturienten Abschied von ihrem bisherigen "zweiten Zuhause".

Die Besten

Leonie Glombitza 1,0; Eva Pöhlmann 1,0; Katharina Sturm 1,2; Antonia Daubner 1,3; Emilia Fuchs 1,3; Sophie Hüttel 1,3; Paul Wabel 1,3; Yvonne Voit 1,4; Ines Bauer 1,5; Justin Dudley 1,5; Celina Greger 1,5; Johanna Hofweller 1,6; Jessica Lang 1,6; Martha Meyerhöfer 1,6; Bastian Bauriedel 1,7; Aaron Orejuela de la Torre 1,7; Felix Hasselbacher 1,7; Antonia Heinl 1,7; Regina Lehmann 1,7; Dominik Plötz 1,7; Florian Thiem 1,7; Marlene Haas 1,8; Theresa Bachmann 1,9; Elena Glombitza 1,9; Tom Ziegler 1,9;

 

"Götter und Göttinnen" in festliche Gewänder gehüllt, bestimmten die Szenerie rund um die Fichtelgebirgshalle. Den jungen Frauen und Männern stand die Freude über ihr bestandenes Abitur ins Gesicht geschrieben. Auch Eltern und Lehrern war der Stolz anzumerken. Immerhin hatte der Abiturjahrgang am Luisenburg-Gymnasium - trotz vermeintlich schwerem Mathe-Abitur - beachtliche Ergebnisse erzielt: 25 Mal stand eine Eins vor dem Komma. Elf Abiturienten konnten sich über eine Abiturnote von 1,5 und besser freuen. Leonie Glombitza und Eva Pöhlmann erzielten gar die Traumnote 1,0.

 

"Echte Bildung ist nicht Bildung zu irgendeinem Zwecke, sondern sie hat, wie jedes Streben nach Vollkommenheit ihren Zweck in sich selbst", mit Hermann Hesses Definition von Bildung begann Schulleiter Joachim Zembsch seine Abschiedsrede. Die Bildung sei eine Erweiterung der Lebens- und Glücksmöglichkeiten und helfe, dem Leben einen Sinn zu geben, die Vergangenheit zu deuten und der Zukunft in furchtloser Bereitschaft offen gegenüberzustehen. "Wir freuen uns alle mit euch", betonte Oberstudiendirektor Zembsch. Auf diesen Tag hätten die Abiturienten lange hingearbeitet, mal enthusiastisch, mal weniger begeistert. Aber auch hinter den Eltern lägen Abschnitte des Hoffens, Phasen der Ohnmacht und nun die Zeit des berechtigten Stolzes. Bei einem Abiturdurchschnitt von 2,22 "seid ihr ein sehr guter und ausgesprochen angenehmer Jahrgang", stellte Zembsch fest. "Wir behalten euch in guter Erinnerung."

Landrat Dr. Karl Döhler wies darauf hin, dass man im Fichtelgebirge gute Rahmenbedingungen vorfinde, um sich zu entwickeln. Mit dem Abitur stünden nun alle Möglichkeiten offen,wenn man sie denn erkenne. Durch Stress und Hektik würden manche Gelegenheiten verpasst. "Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende", zitierte Landrat Döhler Oscar Wild.

Auch Landtagsabgeordneter Martin Schöffel beglückwünschte die Abiturienten. "Ich hoffe, dass das Fichtelgebirge immer euer Heimathafen bleibt, denn wir brauchen Leute wie euch", so der Abgeordnete. Die Suche nach neuen und eigenen Wegen sei das Kennzeichen der heranwachsenden Generationen, betonte zweiter Bürgermeister Manfred Söllner. "Es ist nun an Ihnen, Ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen", sagte Söllner. Elternbeiratsvorsitzende Sabine Hoffmann bescheinigte den Abiturienten, dass diese verstanden hätten, dass sie Verantwortung für sich und andere übernehmen müssten. Matthias Merkel als stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins rief die Abiturienten dazu auf, ihre Träume und Ziele zu verwirklichen und, wie Goethe schon sagte, "ihren Gedanken Flügel zu verleihen". Einen Vergleich zwischen Bauhaus und Abitur zog Oberstufenkoordinatorin Ursula Waldmann. Bauhaus sei Reduktion und Funktionalität. So viel anders verhalte es sich beim Abitur auch nicht, mit minimalistischen Begriffen werde die Bandbreite der gymnasialen Fächer abgekürzt.

Martha Meyerhöfer und Bastian Bauriedel blickten im Namen der Abiturienten auf ihre Zeit am Luisenburg-Gymnasium zurück und verglichen sie mit einem Straßennetz. Auf der Landstraße zum Luisenburg-Gymnasium hätte man sich zunächst durch die "Engstelle Latein" oder durch die "Baustelle Englisch" quetschen müssen. Über die "Bundesstraße" ging es in den Kreisverkehr Richtung Autobahn. Hier hätten viele die richtige Ausfahrt genommen, andere dagegen drehten eine Extrarunde, ließ Bastian Bauriedel wissen. Außerdem habe man auch eine Gruppe Tramper aus der Realschule noch mitgenommen. Während die Motivation auf der A 11 zunächst unbegrenzt gewesen sei, hätten dann einige nach der anfänglichen Euphorie von der linken doch wieder auf die mittlere Spur gewechselt und es etwas gemütlicher angehen lassen. Auf den letzten Kilometern bis zum bestandenen Abitur hätten dann jedoch manche mit Kraftstoffproblemen zu kämpfen gehabt, erklärte Martha Meyerhöfer. "Jetzt haben wir unser Ziel Abitur erreicht und nun beginnt eine neue, lange Fahrt, bei der wir wohl sehr unterschiedliche Richtungen einschlagen werden", sagte Martha Meyerhöfer nicht ohne ein bisschen Wehmut. Mit stehendem Applaus bedankten sich die Abiturienten bei "Jahrgangs-Mami" Ursula Waldmann.

Autor

Daniela Hirsche
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Veröffentlicht am:
01. 07. 2019
00:00 Uhr

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Daniela Hirsche

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Veröffentlicht am:
01. 07. 2019
00:00 Uhr



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