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Weißenstadt saniert sein Stadtbad

Der Stadtrat will einen neuen Fördertopf nutzen. Dafür ist eine schnelle Antragstellung nötig.



Soll mit Fördergeldern aus einem Sonderprogramm des Freistaats saniert werden: das Stadtbad am Weißenstädter Campingplatz. Foto: Rainer Maier
Soll mit Fördergeldern aus einem Sonderprogramm des Freistaats saniert werden: das Stadtbad am Weißenstädter Campingplatz. Foto: Rainer Maier  

Weißenstadt - Vom Sonderförderprogramm zur Sanierung kommunaler Schwimmbäder in Bayern will auch die Stadt Weißenstadt profitieren. Der Freistaat hat dafür einen neuen, mit zwanzig Millionen Euro gefüllten Zuschusstopf bereitgestellt. Voraussetzung für die Förderung ist, dass in den Bädern Schulschwimmen oder Schwimmkurse angeboten werden. Wie Bürgermeister Frank Dreyer (SPD) bei der Stadtratssitzung am Mittwochabend mitteilte, hat er von der Schule die Zusage bekommen, dass sie ein modernisiertes Stadtbad im Sportunterricht mit nutzen wird. Zudem halten Dreyer zufolge auch Rettungsorganisationen hier Schwimmkurse. Die Fördervoraussetzungen seien also erfüllt.

Positiver Rückblick

Einen sehr positiven Rückblick auf das Volks- und Wiesenfest gab der Bürgermeister im Anschluss. Die Feiern seien gut besucht, harmonisch, friedlich und erfolgreich gewesen. Alle Beteiligten hätten vor, während und nach dem Fest routiniert zusammengearbeitet.


Von der "maximalen Idee", ein komplett neues Bad für Weißenstadt zu bauen, sei man aus Kostengründen ohnehin abgekommen. Die Sanierung sei die bessere Lösung, zumal sie mit 40, möglicherweise sogar mit 55 Prozent der Kosten gefördert werde. "Wir müssen aber schnell sein, denn zwanzig Millionen sind nicht viel für ganz Bayern", sagte Dreyer. Trotz des vermutlich beträchtlichen Eigenanteils für die Stadt bat er die Räte, die Antragsstellung zu beschließen. Das Gremium stimmte einmütig zu.

Laut Dreyer sollen bei der Sanierung die Bodenbereiche der Becken neu asphaltiert werden, die Treppenanlage erneuert sowie eine lecke Beckenwand abgebrochen und neu aufgebaut werden. Auch die WC-Anlage wolle man erneuern. Mit Gesamtkosten von 120 000 bis 135 000 Euro werde man den Minimaleinsatz zur Fördergeld-Gewährung von 100 000 Euro "mit Sicherheit reißen". Die Mittel sollen im Haushalt 2020 eingeplant werden.

Ein weiteres Projekt ganz in der Nähe fand ebenfalls die grundsätzliche Zustimmung des Stadtrats: die Sanierung des Stadtbad-Restaurants. Bauleiter Thomas Protschky vom Architekturbüro Fröhlich in Marktredwitz stelle das Vorhaben vor, das zum Pächterwechsel von Werner Hüttel auf Rüdiger Jähn Mitte Oktober in Angriff genommen werden soll. Da man zeitlich unter erheblichem Druck stehe, bat Dreyer den Stadtrat, er möge die Verwaltung ermächtigen, entsprechende Anträge zu stellen, Aufträge auszuschreiben und zu erteilen.

Laut Protschky ist geplant, zunächst das Hauptgebäude energetisch zu sanieren, einen barrierefreien Zugang zu schaffen und den Bodenbelag zu erneuern. Zudem solle die Küche vergrößert werden. Im Frühjahr 2020 sollen dann Protschky zufolge der bisherige Saal und die Toilettenanlagen abgerissen werden, da ihre Sanierung teurer käme als ein Neubau. Leicht nach vorne versetzt werde man einen neuen, größeren Saal bauen, der 160 Personen (also zehn mehr als bisher) Platz bieten und ebenfalls einen barrierefreien Zugang haben wird.

Die mit dem Gebäude verbundenen Toilettenanlagen werden ebenfalls erneuert und vergrößert, wie der Bauleiter erläuterte. Dies alles werde im laufenden Betrieb der Gaststätte geschehen, während der Arbeiten würden WC-Container aufgestellt. Der Campingplatzbetrieb, den ebenfalls Rüdiger Jähn übernehmen wird, laufe von der Sanierung unberührt normal weiter.

Keine Einwände hatten die Stadträte gegen folgende Bauanträge, wo nötig sprachen sie Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes aus: Anbringen von mehreren Werbeanlagen in der Wunsiedler Straße 75; Anbau einer Terrassen-Verglasung am Ledererring 3; Umnutzung eines Ladens und einer Gaststätte in der Kirchenlamitzer Straße 14 zu Büroräumen im Erdgeschoss inklusive Umbau des Eingangsbereichs und Rückbau einer Schaufensteranlage; Bau einer Scheune und eines Zauns in Voits-umra 28; Aufbau eines Balkons in der Schulstraße 40: Voranfrage zum Bau eines Doppelhauses und eines Einfamilienhauses in Ruppertsgrün.

Aus nichtöffentlichen Sitzungen gab der Bürgermeister folgende Auftragsvergaben bekannt: Freianlagen Grundschule an die Firma Punzmann Garten- und Landschaftsbau in Windischeschenbach; Übergang zur Turnhalle an die Firma Schimmel in Marktschorgast (Rohbau), die Firma Distner in Wiesau (Kunststofffenster) und die Spenglerei Bär in Kulmbach (Flachdacharbeiten); Fluchttreppe für das Haus der Kinder an die Firma Sell in Helmbrechts; Malerarbeiten am Feuerwehrhaus-Anbau an die Firma Näther in Thurnau; Gehwegbau in der Ortsdurchfahrt Franken am Egerradweg an die Firma Günter Reinel Tiefbau in Marktleuthen; Ingenieurleistungen zur Erneuerung des Regenwasserkanals in Birk ans Ingenieurbüro USS-Consult in Naila.

In der Fragestunde wies Stefan Langer (FW) auf den maroden Zustand des Geländers der Egerbrücke an der Steinau hin. Bürgermeister Dreyer antwortete, man habe diese Brücke bei der regelmäßigen Brückenprüfung stets im Blick, werde aber das Geländer noch einmal ansehen und nötigenfalls erneuern.

Matthias Beck (CSU) bat, in den Kurvenbereichen des Egerradwegs einen anderen Belag einzubauen, um die Sicherheit zu erhöhen. Der Bürgermeister sicherte zu, dies zu prüfen. Hans Jahn (SPD) forderte, die Rondelle in den beiden Kreisverkehren vom Stadtbauhof ordentlich pflegen zu lassen, "auch wenn die uns eigentlich gar nichts angehen". Frank Dreyer sagte, er sei deswegen schon im Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt in Bayreuth. Es gebe beispielsweise den Vorschlag, ein Modell des Backöfeles in einem der Kreisverkehre aufzustellen. Andererseits, sagte Dreyer, "sind dem Bauamt eigentlich jetzt schon die Fahnen darauf zu viel".

Autor

Rainer Maier
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Veröffentlicht am:
01. 08. 2019
16:30 Uhr

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Rainer Maier

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Veröffentlicht am:
01. 08. 2019
16:30 Uhr



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