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Fichtelgebirge

Sicherer Lebensabend inmitten einer Oase

Nach dreijähriger Bauzeit ist nun das Alten- und Pflegeheim Sankt Michael in Bad Alexandersbad saniert. Der Deutsche Orden hat zwei Millionen Euro investiert.



Pflanzten einen Edelflieder-Baum vor der sanierten Altenhilfe-Einrichtung Haus Sankt Michael in Bad Alexandersbad (von links): Bürgermeister Peter Berek, Direktor Peter Konrad und Bereichsgeschäftsleiter Severin Kuhn vom Deutschen Orden. Fotos: Rainer Maier
Pflanzten einen Edelflieder-Baum vor der sanierten Altenhilfe-Einrichtung Haus Sankt Michael in Bad Alexandersbad (von links): Bürgermeister Peter Berek, Direktor Peter Konrad und Bereichsgeschäftsleiter Severin Kuhn vom Deutschen Orden. Fotos: Rainer Maier   » zu den Bildern

Bad Alexandersbad - Direktor Peter Konrad dankt beim Festakt am Freitag vor allem dem Personal und den Bewohnern. Mit viel Geduld hätten sie in den vergangenen gut drei Jahren Staub, Lärm und Behinderungen ertragen, die die Sanierung der traditionsreichen Altenpflege-Einrichtung mit sich brachte. "Jetzt ist es geschafft", sagt Konrad. "Und das wollen wir feiern."

Der Deutsche Orden

Die römisch-katholische Ordensgemeinschaft des Deutschen Ordens geht auf die Kreuzzüge zurück. 1190 wurde er in der heute israelischen Hafenstadt Akkon gegründet. Heutzutage widmet sich der Orden vorwiegend karitativen Aufgaben. Er hat rund 1100 Mitglieder, davon etwa 100 Priester und zirka 200 Ordensschwestern. Sein Hauptsitz befindet sich in Wien.


Zwei Millionen Euro hat der Betreiber, die Ordenswerke des Deutschen Ordens, in Bad Alexandersbad investiert. Der Brandschutz wurde ertüchtigt, der C-Trakt wurde abgerissen und an seiner Stelle ein neuer Haupteingang geschaffen, die Zimmer wurden modernisiert, ihr Mobiliar erneuert. Zudem erhielt das Haus das Pall-Cert-Zertifikat des bayerischen Hospiz- und Palliativverbands.

Konrad betont, der Name "Heim" solle für die der Einrichtung anvertrauten Bewohner ein Stück weit Heimat bedeuten, aber auch Sicherheit und Geborgenheit. Dem habe der Deutsche Orden mit der Brandschutz-Ertüchtigung Rechnung getragen. "Den Bewohnern wurde Sicherheit nach dem neuesten Stand gegeben." Besonders bedankt sich der Direktor bei den 86 Mitarbeitern. Sie hätten während der Bauphase "einen Einsatz weit über die normale Tätigkeit hinaus" erbracht. Es sei immer schwieriger, gutes Personal zu finden, sagt Konrad. "Wir haben es!"

Bereits in der Endphase der Bauarbeiten sei das Pflegepersonal mit weiteren Aufgaben betraut worden. Die schon immer praktizierte Pflege und Betreuung Schwerstkranker und Sterbender sei mit der Verleihung des Zertifikats Pall-Cert belohnt worden. Konrad hebt hier Alten- und Palliativpfleger Stefan Spindler hervor, der die Weiterbildung zum Vorsorgeberater absolvierte. Und er dankt der Hospizinitiative Fichtelgebirge und dem SAPV-Team Hochfranken für die Zusammenarbeit sowie den Ordensschwestern und dem Hausgeistlichen Pater Irenäus Goor für deren Einsatz.

Ganz besonders bedankt sich Konrad bei Bürgermeister Peter Berek: Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren in der unmittelbaren Nachbarschaft von Sankt Michael "eine Oase" geschaffen: "Hier kann man einen ruhigen Lebensabend verbringen."

Severin Kuhn, Bereichsgeschäftsleiter des Deutschen Ordens, erinnert an die fast fünf Jahre seit der Übernahme der über Jahrzehnte von den Ordensschwestern geleiteten Bad Alexandersbader Einrichtung durch die Ordensbrüder, die schon das Haus Sankt Elisabeth in Wunsiedel betreiben. Auch er lobt den Bürgermeister: "Die Gemeinde hat viel getan, dass wir und unsere derzeit 105 Bewohner uns hier wohlfühlen." Man habe in Bad Alexandersbad ein gut geführtes Haus übernommen.

Stefan Spindler, der auch Vorsitzender der Mitarbeiter-Vertretung ist, sieht die Weichen für Sankt Michael gestellt. Er dankt Kuhn dafür, dass man nach viel Unsicherheit nun das Vertrauen des Betreibers spüre und sich dieses Vertrauen auch in den Investitionen manifestiert habe. Schwester Magdalena dankt, dass das Haus auf diese Weise in der Ordensgemeinschaft habe bleiben können. Das gute Miteinander im Team sei ein Geschenk, betont auch Spindler.

Als "Stimme der Bewohner" meldet sich Heimbeiratsvorsitzender Lothar Matter zu Wort. Er lobt besonders die Deutschordensschwestern, die das Heim geprägt hätten: "Sie haben ihm einen Geist und eine innere Seele gegeben." Das Heim sei ein Juwel, weil es mitten in einem wunderbar gestalteten Kurbad liege, das zwar klein sei, aber viel zu bieten habe, vor allem eines: den Wald. "Er bedeutet Ruhe, er gibt uns Ausgeglichenheit. Das ist ein Riesen-Vorteil."

Stellvertretender Landrat Roland Schöffel spricht die Sankt-Michael-Mieter gleich als "liebe Oasen-Bewohner" an. Der Festakt zeige einmal mehr, dass der Landkreis Wunsiedel aufhole. Investitionen wie diese seien dabei der Schlüssel zum Erfolg.

Bürgermeister Peter Berek gratuliert dem Deutschen Orden im Namen der Gemeinde. Die Heilbad-Erneuerung und die Entwicklung in Sankt Michael seien in den vergangenen Jahren parallel verlaufen. Der Abriss des C-Trakts habe der Gemeinde städtebaulich gut getan: "Ein wirklich wuchtiges Gebäudestück wurde weggenommen, der gesamte Komplex hat damit an Dominanz verloren." Dennoch präge Sankt Michael Bad Alexandersbad weiter, vor allem ideell: "In diesem Haus wird jeden Tag und jede Minute mit Herz gearbeitet", sagt Berek. Darüber hinaus biete das Heim 86 Arbeitsplätze und ziehe auch Gäste an, die hier ihre Angehörigen besuchen wollen.

Pater Irenäus Goor hat die kirchliche Segnung des sanierten Heimes vorgenommen. Der Posaunenchor hat die Feier musikalisch gestaltet.

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Rainer Maier
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Veröffentlicht am:
06. 09. 2019
17:16 Uhr

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Rainer Maier

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Veröffentlicht am:
06. 09. 2019
17:16 Uhr



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