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148 336 Besucher auf der Luisenburg

Die Festspielleitung zieht eine äußerst positive Bilanz der Festspielsaison: Das Programm habe das Publikum überzeugt.



Theater von Menschen für Menschen - diesen Anspruch haben die Luisenburg-Festspiele. In diesem Jahr besuchten fast 150 000 Zuschauer die Vorstellungen. Das Foto zeigt die Bühne bei einer Aufführung von "Zucker". Foto: KAL
Theater von Menschen für Menschen - diesen Anspruch haben die Luisenburg-Festspiele. In diesem Jahr besuchten fast 150 000 Zuschauer die Vorstellungen. Das Foto zeigt die Bühne bei einer Aufführung von "Zucker". Foto: KAL  

Wunsiedel - Mit der "Carmina Burana" sind am Sonntag die Luisenburg-Festspiele zu Ende gegangen. Die Festspielleitung hat nun am Dienstag Bilanz gezogen - allerdings nicht in einer Pressekonferenz, sondern mit einer Mitteilung. Darin zeigen sich sowohl die künstlerische Leiterin Birgit Simmler als auch der Verwaltungsleiter Harald Benz sehr zufrieden. Nach dem guten Start der Luisenburg-Festspiele unter der Leitung von Simmler und Benz im vergangenen Jahr ist demnach auch die zweite Spielzeit "sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich ein in jeder Hinsicht großer Erfolg" geworden.

Die Spielzeit in Zahlen

Madagascar 28 Vorstellungen 42 719 Besucher (81 Prozent)

Die Päpstin 19 Vorstellungen 25 508 Besucher (71 Prozent)

Grease 18 Vorstellungen 31 747 Besucher (94 Prozent)

Shakespeare in Love 10 Vorstellungen 7 457 Besucher (40 Prozent)

Zucker 4 Vorstellungen 3 046 Besucher (41 Prozent)

Arturo Ui 7 Vorstellungen 1 129 Besucher (54 Prozent)

Ein Walzertraum 10 Vorstellungen 15 092 Besucher (90 Prozent)

Fidelio 3 Vorstellungen 2 174 Besucher (43 Prozent)

Konzerte 12 Vorstellungen 15 702 Besucher (70 Prozent)

LuisenburgXtra 638 Besucher

Junge Luisenburg 3124 Besucher


"Mit insgesamt 148 336 Besuchern liegt das Jahr 2019 nur knapp 2000 Besucher hinter der Vorsaison", erläutert Harald Benz die aktuellen Zahlen. Die Anziehungskraft der Luisenburg-Festspiele sei nach wie vor ungebrochen und das Interesse an den weit über 100 Vorstellungen unverändert groß. Kontinuität und behutsame Erneuerung hätten in einem umfangreichen und in seiner Vielfalt einmaligen Programm ihren Ausdruck gefunden.

Tradition und Innovation haben demnach im Programm zusammengefunden. Neben bekannten Klassikern und Publikumsrennern ("Grease" und "Madagascar") gab es neue Formate ("Zucker", "Arturo Ui" im Zirkuszelt) und Schauspiel, das von dramatisch ("Die Päpstin") bis komisch ("Shakespeare in Love") reichte. "Das hat gezeigt, dass ein vielseitiges Angebot mit hoher Qualität und einem dezidiert künstlerischen Anspruch durchaus vereinbar sind", heißt es in der Mitteilung.

Mit der fünften Eigenproduktion "Zucker", die regionale Motive in ein großes Musicalformat überträgt, sei erstmals ein Theater gezeigt worden, das für die Gegenwart eines zeitgenössischen Publikums geschaffen wurde. Damit habe das von Birgit Simmler angekündigte Theater der Autoren einen ersten eindrucksvollen Erfolg feiern können.

Außer im Musiktheater sei Musik auch im Schauspiel ein zentrales Element gewesen, das unter anderem dazu beitrug, die Erwartungen an das Gesamtkunstwerk Luisenburg zu erfüllen. Wie in "Die Päpstin", die bei den 25 508 Zuschauern und der Kritik eine überwältigende Resonanz gefunden habe. "Ob im Musiktheater oder im Schauspiel, wieder standen die Geschichten vom Menschen und seinen Lebensschicksalen im Mittelpunkt", heißt es in der Mitteilung.

Erstmals sei auch im Schauspiel die akustische Verstärkung durch Mikroports gezielt eingesetzt worden, was zu einer besseren Verständlichkeit in allen Spielsituationen geführt habe.

"Vom Menschen gedacht und für ihn gemacht: Das traf auf alle Produktionen zu, die das ganze Spektrum des Lebens auf die Bühne brachten", heißt es in der Mitteilung. Die Gastspiele mit "Ein Walzertraum" und der Oper "Fidelio" hätten das Programm komplettiert. Neben den fünf großen Eigenproduktionen, die laut Mitteilung mit insgesamt 110 477 Besuchern die Erwartungen erfüllt haben, bildeten mit den Gastspielen (18 423 Besucher) die Konzerte (15 702 Zuschauer) in diesem Jahr ein Angebot, das so vielfältig wie selten zuvor gewesen sei. Ein Höhepunkt der Konzerte sei die neue Reihe "Rock im Fels" gewesen, die mit Manfred Mann und Glenn Hughes Weltstars der Rockmusik auf die Luisenburg gebracht hat.

Für Kabinettstücke und künstlerische Spezialitäten sei das Programm der Luisenburg-Xtra-Reihe in Wunsiedel prädestiniert, das mit 610 Zuschauern wieder gut besucht gewesen sei.

In dieser Spielzeit widmeten sich die Festspiele laut Mitteilung erstmals Fragen der Theaterkultur und der Zukunft des Musicals. In einem internationalen Kongress sei an drei Tagen intensiv über die Bedingungen und die Möglichkeiten des unterhaltenden Musiktheaters in Europa diskutiert worden. "Es zeigte sich, dass die Festspiele sowohl bei der Entwicklung neuer Stoffe und Themen als auch bei der europäischen Vernetzung der kreativen Potenziale federführend sind", schreibt die Festspielleitung.

Die erfolgreiche Förderung regionaler Talente sei in dieser Spielzeit fortgesetzt und die aktive Arbeit der "Jungen Luisenburg mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (insgesamt 3124 Teilnehmer und Besucher) ausgebaut worden. Die Festspiele seien kulturell und sozial in der Region so fest verankert wie nie zuvor.

Das Publikum und dessen Interessen würden eine zentrale Rolle spielen. So sei auch heuer der Spielplan an einigen Stellen flexibel gehalten worden, um der spontanen Reaktion der Zuschauer und deren Wünschen besser zu entsprechen. Es wurden zusätzliche Vorstellungen angesetzt und Umstellungen des Spielplans gewährleistet. Diese Reaktionsfähigkeit sei einhellig begrüßt worden.

Die enge Verbindung zwischen der Stadt Wunsiedel und ihrem Theater sei auch in dieser Spielzeit vielfach spürbar gewesen. Daran werde sich auch in Zukunft nichts ändern.

Nun seien sind die Vorbereitungen für 2020 in vollem Gange. "Der bereits vorgestellte Spielplan der kommenden Saison wird an den Erfolg dieses Sommers anschließen und wieder neue Akzente setzten", ist sich die Festspielleitung sicher.

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Veröffentlicht am:
10. 09. 2019
18:22 Uhr

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10. 09. 2019
18:22 Uhr



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