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Fichtelgebirge

Bundespolizei begrüßt die Bahn-Neulinge

Für viele Kinder ist der Zug ein Teil des täglichen Schulweges. Beamte aus Selb informieren die Schüler über die Gefahren am Gleis und bauen reichlich Vertrauen auf.



Heidi Schrögel und Präventionsbeauftragter Manfred Ludwig von der Bundespolizei Selb informieren die Schüler über die Gefahren am Gleis. Foto: David Trott
Heidi Schrögel und Präventionsbeauftragter Manfred Ludwig von der Bundespolizei Selb informieren die Schüler über die Gefahren am Gleis. Foto: David Trott  

Marktredwitz - Der Wechsel zu den weiterführenden Schulen bedeutet für viele Kinder große Veränderungen. Nicht nur ein neues Umfeld, sondern häufig auch ein längerer Schulweg stehen den Mädchen und Jungen bevor. Seit vielen Jahren nutzen die Beamten der Bundespolizeiinspektion Selb die ersten Schultage, um die Nachwuchspendler über das richtige Verhalten im Bahnverkehr zu informieren. Mit viel Einfühlungsvermögen und kleinen, aber nützlichen Geschenken brechen die Beamten das Eis und schaffen Vertrauen.

"Für die Jüngsten ist der Schulweg mit der Bahn etwas ganz Neues", sagt der Präventionsbeauftragte der Selber Bundespolizei, Manfred Ludwig. Deshalb sei es wichtig, gerade den Jüngsten in den ersten Schultagen in persönlichen Gesprächen Tipps rund um den Bahnhof und die Züge zu geben. So sind aktuell zahlreiche Beamte der Bundespolizei Selb an den wichtigsten Bahnhöfen in den Landkreisen Hof, Wunsiedel, Bayreuth und Kulmbach im Einsatz.

"Wir erklären den Kindern, dass am Bahnsteig besondere Vorsicht geboten ist und die weiße Linie den Sicherheitsabstand vorgibt", sagt Manfred Ludwig. So soll den Schülern klar werden, dass die Bahnsteigkante keine Wartezone ist. Allein wegen der Sogwirkung durchfahrender Züge sei es lebensgefährlich, sich in diesem Bereich aufzuhalten. "Man bedenke, dass in Bahnhöfen wie Neusorg oder Pechbrunn einige Züge mit gut 100 Kilometern in der Stunde durchrauschen", gibt der erfahrene Bundespolizist zu bedenken. Auch im Zug selbst können die Kinder einiges lernen. Die Beamten erklären, wo die Notbremse zu finden ist und wann sie betätigt werden darf. Auch die Notausgänge und die Positionen der Feuerlöscher werden den Schülern gezeigt.

Obendrein geben die Polizisten wichtige Tipps zu den Verhaltensweisen im Zug. "Wer sich anstatt ans Fenster an den Mittelgang setzt, kann schwerer eingeengt werden", erklärt der Präventionsbeauftragte. Auch ein Platz in Abteilen mit weiteren Reisenden gebe Sicherheit. Und falls im Notfall kein Zugbegleiter an Bord sei, sollte man die Sprechverbindung zum Zugführer benutzen.

Schüler würden sich und andere manchmal leichtsinnig in Lebensgefahr bringen, bloß weil sie "cool" wirken möchten. Darüberhinaus werde oft übersehen, dass regelwidriges Verhalten im Bahnbereich sogar als Ordnungswidrigkeit oder Straftat verfolgt wird. So ist das Betreten der Gleise generell verboten und unter Strafe gestellt. "Weil die Züge häufig sehr schnell fahren, aber dennoch sehr leise sind, enden Selfies auf Schienen oder das Spielen am Gleis viel zu häufig tödlich", sagt Ludwig. Und er warnt auch vor Münzen, Steinen oder Hölzern auf den Bahnschienen: Die würden zu gefährlichen Geschossen. Über diese und weitere Gefahren werden die Beamten die Schüler in den kommenden Wochen auch im Unterricht an vielen Schulen informieren.

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David Trott
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Veröffentlicht am:
11. 09. 2019
18:10 Uhr

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David Trott

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Veröffentlicht am:
11. 09. 2019
18:10 Uhr



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