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Fichtelgebirge

Abc-Schützen gehören wieder zum Straßenbild

Autofahrer sollen in der nächsten Zeit besonders vorsichtig sein: Im Landkreis sind viele Schulanfänger unterwegs.



Sie haben den Abc-Schützen der Klasse 1b persönlich die Sicherheitsdreiecke umgelegt (von links): Die Marktredwitzer Schulweghelfer, der Leiter der Polizeiinspektion Marktredwitz, Robert Roth, die Klassenlehrerin der 1b, Andrea Schindler, Johannes Drechsler, Katrin Schelter, Duygu Cakir, Markus Reichel, die Fachberaterin des Schulamts für Verkehrs- und Sicherheitserziehung, Barbara Zöllner, Horst Geißel, Günter Tauber sowie Herbert Fischer. Foto: Peter Pirner
Sie haben den Abc-Schützen der Klasse 1b persönlich die Sicherheitsdreiecke umgelegt (von links): Die Marktredwitzer Schulweghelfer, der Leiter der Polizeiinspektion Marktredwitz, Robert Roth, die Klassenlehrerin der 1b, Andrea Schindler, Johannes Drechsler, Katrin Schelter, Duygu Cakir, Markus Reichel, die Fachberaterin des Schulamts für Verkehrs- und Sicherheitserziehung, Barbara Zöllner, Horst Geißel, Günter Tauber sowie Herbert Fischer. Foto: Peter Pirner  

Wunsiedel/Marktredwitz Kinder sollen sicher zur Schule und sicher wieder nach Hause kommen, darüber sind sich Eltern und Schüler, Lehrer und Verkehrserzieher einig. Dazu tragen viele Menschen bei, das wurde bei der Aktion "Sicher zur Schule - Sicher nach Hause" am gestrigen Mittwoch in der Dörflaser Turnhalle deutlich. Erstklässler und ihre Eltern haben bei der Veranstaltung viel über das richtige Verhalten im Straßenverkehr erfahren.

Tipps für die Eltern

Schulweg mit dem Kind mehrmals üben

Kind hell kleiden und Sicherheitstrapez überziehen

Kind im Auto im Kindersitz sichern

Mit dem Auto nur an gefahrlosen und zulässigen Stellen halten

Mit dem Kind rechtzeitig und entspannt zur Schule gehen

Vorbild sein - denn die Kinder machen das eigene Verhalten nach!


Schulleiter Johannes Drechsler betonte: "Allein in Marktredwitz sind es 130 Erstklässler, insgesamt 526 Grundschüler, die sich jeden Morgen auf den Weg in die Schule machen. Gerade zu Beginn des Schuljahrs sprechen die Lehrer mit den Schülern über das richtige Verhalten auf dem Schulweg." Es brauche aber weitere starke Partner für die Verkehrserziehung. Wichtiger Akteur dabei sei die Verkehrswacht Fichtelgebirge. Sie kläre Verkehrsteilnehmer das ganze Jahr über Sicherheit im Straßenverkehr auf. Ein wesentlicher Aspekt für den Vorsitzenden Herbert Fischer ist die "Sicherheit durch Sichtbarkeit". "Denn die Autofahrer denken nicht immer daran, dass ihr Abc-Schützen euch im Straßenverkehr noch nicht so gut auskennt." Fischer hängte sich selbst ein gelbes Signaldreieck um: "Könnt ihr mich jetzt besser sehen als vorher?" Zur Antwort ertönte ein vielstimmiges "Ja" der Kinder. Ein Junge durfte ihn mit einer Taschenlampe anleuchten. "Schaut mal, wenn es von Licht angestrahlt wird, leuchtet es ganz hell!" Als ehemaliger Lehrer wusste er, dass die Schüler es in den ersten Tagen gerne tragen, aber bald damit nachlassen. Er appellierte an sie: "Bitte tragt das Dreieck das ganze Jahr über, bald ist es morgens dunkel, da müssen euch die Autofahrer besonders gut sehen können."

Als "Schutzengel der Schulanfänger" stellte Herbert Fischer die acht Schulweghelfer vor. Sie stünden bei Wind und Wetter morgens und mittags an vielen Übergängen und Bushaltestellen im Landkreis. "Sie sorgen nicht nur für Sicherheit auf dem Schulweg, sondern stehen den Kindern auch als Ansprechpartner zur Verfügung." Alle Autofahrer rief er auf, ihren Anweisungen Folge zu leisten: "Wenn sie kurz warten, tragen sie damit zum Schutz der Schüler bei!"

Die Verkehrserzieherinnen Katrin Schelter und Duygu Cakir von den Polizeiinspektionen Wunsiedel und Marktredwitz machten deutlich, dass Kinder keine kleinen Erwachsenen seien und im Straßenverkehr besonderen Schutz brauchten: "Kinder können nicht so gut über Hindernisse schauen, sie haben einen eingeschränkten Sehwinkel, sie hören, reagieren und empfinden anders." Deshalb baten sie die Eltern, ihren Kindern ein Vorbild zu sein und selbst die Regeln zu beachten, zum Beispiel sich anzugurten, Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten sowie nur an zulässigen Stellen zu halten und zu parken. Auch ihre Angst vor möglichen Belästigungen auf dem Schulweg sollten Eltern nicht auf ihre Kinder übertragen. "Besser ist es, mit den Kindern Verhaltensregeln für solche Situationen einzuüben."

Zweiter Bürgermeister Horst Geißel regte an, dass Eltern ihren Kindern etwas zutrauen sollten: "Üben sie den Schulweg mit ihren Kindern, und wenn sie sicher sind, lassen sie sie alleine gehen oder mit dem Bus fahren." Erfreulich sei, dass die Baustelle in der Bauerstraße zum Schulbeginn soweit fertig ist, dass die Schulbusse wieder die Haltestellen anfahren können. Im Schulumfeld werde aber noch gebaut, sodass nicht alle Straßen uneingeschränkt befahren werden könnten. Geißel bat die Eltern, die Einfahrts-Regelung in die Bauerstraße zur Grundschule zu beachten: "Das dient der Sicherheit aller Schulkinder."

Schulamtsdirektor Günter Tauber unterstrich, der Schulanfang sei ein Meilenstein, Vertrautes werde aufgegeben, Unbekanntes stehe an. Für diese neuen Erfahrungen brauche jedes Kind seine eigene Zeit, bis es sich wieder sicher fühle. Schule sei nicht nur der Ort, an dem Kinder Fähigkeiten und Fertigkeiten lernten, sondern auch soziale Kompetenzen. "Seien sie ein gutes Vorbild für ihre Kinder und unterstützen sie sie auf dem Weg zu neuem Selbstbewusstsein!" Im Landkreis gebe es in diesem Schuljahr 518 Abc-Schützen.

Die Zusammenarbeit aller Beteiligten wirke sich sehr positiv aus. Laut Statistik gebe es im Landkreis Wunsiedel nur zwei leichte Schulwegunfälle pro Jahr. "Wichtiger Partner ist auch die Sparkasse Hochfranken, die jeden Erstklässler mit einem Signaldreieck ausstattet." Gebietsdirektor Markus Reichel betonte: "Wir freuen uns, dass wir den Schulweg der Kinder ein Stück sicherer machen können."

Die Schüler der Klasse 1b durften auf die Bühne kommen. Die Ehrengäste hängten ihnen ihre Sicherheits-Dreiecke um. Schulleiter Johannes Drechsler konnte zum Abschluss auf eine gelungene Veranstaltung für die Erstklässler und ihre Eltern zurückblicken. Er wünschte den Abc-Schützen und ihren Eltern einen guten Schulanfang und einen allzeit unfallfreien Schulweg.

Judith Rösner-Hauswurz, Fachlehrerin für Musik an der Grundschule, gestaltete die Veranstaltung mit der Schulspielgruppe und dem Chor künstlerisch. So zeigten die kleinen Schauspieler den Erstklässlern mit einer Geschichte über die kleine Hexe Rumpelpumpel, wie sie sich gut auf dem Schulweg verhalten können.

Autor

Peter Pirner
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
11. 09. 2019
19:42 Uhr

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Peter Pirner

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Veröffentlicht am:
11. 09. 2019
19:42 Uhr



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