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Sportfreaks bewältigen 661 Kilometer zu Fuß

45 Extremsportler aus aller Welt machen sich von Marktredwitz aus auf eine einwöchige Tour auf dem Goldsteig. Voraussichtlich nur die Hälfte wird das Ziel des Ultra-Laufs erreichen.



Beim Start im Auenpark in Marktredwitz hatten die Läufer noch gut lachen. Nun geht es für sie 661 Kilometer zu Fuß entlang des Goldsteiges.	Foto: David Trott
Beim Start im Auenpark in Marktredwitz hatten die Läufer noch gut lachen. Nun geht es für sie 661 Kilometer zu Fuß entlang des Goldsteiges. Foto: David Trott  

Marktredwitz - Zum sechsten Mal starten Extremsportler in Marktredwitz eine Tour die sie an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit bringen wird. "Im ersten Jahr konnten nur sechs von 90 Startern die kräftezehrende 661 Kilometer-Tour über Stock und Stein vor Ablauf des Zeitlimits meistern", weiß der Organisator und selbst Laufsport-Begeisterte Michael Frenz.

Bei Durchschnittsgeschwindigkeiten von fünf Kilometern pro Stunde seien aber nicht die Kraft, sondern die Ausdauer und der Wille entscheidend. Frenz kenne viele der 45 Starter persönlich und sei sich sicher, dass es diesmal bestimmt die Hälfte der Läufer innerhalb des Zeitlimits von 192 Stunden, bis ins Ziel schaffe. "Weil Blasen am Fuß oder andere Schmerzen schnell einen Strich durch die Rechnung machen können, ist die Erfolgsquote aber nur schwer zu erahnen."

Die Teilnehmer kommen aus aller Welt extra für diese Veranstaltung nach Marktredwitz. Neben der Leidenschaft für den Sport ist es auch die Liebe zur Natur, die Menschen aus ganz Europa, den USA oder Japan nach Bayern lockt. "Der Goldsteig ist der längste zertifizierte Qualitätswanderweg Deutschlands und in Japan mittlerweile ähnlich populär wie die Alpen. Da liegen im Hotel in Osaka ganz selbstverständlich Werbeflyer vom schönsten Wanderweg Deutschlands", erzählt Michael Frenz. Es sei sehr beliebt, die idyllischen kleinen Orten Bayerns abseits der Touristenzentren kennenzulernen. Häufig würden die Sportler in den Folgejahren mit ihren Familien wieder in die Region kommen.

Die weiteste Anreise mit über 10 000 Kilometer Luftlinie hatte ein Athlet aus Paraguay auf sich genommen. Generell hätten viele der Teilnehmer einen stressigen Job und würden in gehobenen Positionen arbeiten. "Diese Menschen genießen es, sich körperlich an die Grenzen zu bringen." So könnten sie dem Büro entfliehen, komplett abschalten und eine Woche lang die Seele baumeln lassen. Da gebe es im Kopf nur noch laufen, essen und schlafen."

Viel Schlaf werden die Sportfreaks aber nicht bekommen. Bei den großen Etappenpunkten wie in Gütenland nach 160 Kilometern wird meist nur zwei bis drei Stunden geschlafen. Wer sich mehr Schlaf gönnt, wird das Zeitlimit wohl kaum schaffen.

Autor

David Trott
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Veröffentlicht am:
13. 09. 2019
17:02 Uhr

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David Trott

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Veröffentlicht am:
13. 09. 2019
17:02 Uhr



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