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Nahtloser Übergang gelingt nicht

Nach dem Aus des Akutkrankenhauses hofft man in Waldsassen auf ein Modellprojekt. Es heißt "Intersektorales Gesundheitszentrum".



Zuversichtlich zeigte sich Bürgermeister Bernd Sommer am Montag im Stadtrat im Hinblick auf das Intersektorale Gesundheitszentrum, das am Standort Waldsassen der Kliniken AG entstehen soll. Foto: G. K.
Zuversichtlich zeigte sich Bürgermeister Bernd Sommer am Montag im Stadtrat im Hinblick auf das Intersektorale Gesundheitszentrum, das am Standort Waldsassen der Kliniken AG entstehen soll. Foto: G. K.  

Waldsassen - Es ist ein schwerer Einschnitt für die Menschen in Waldsassen, im Stiftland und auch im Raum Arzberg gewesen: Zum 1. Juli hat der Akutbereich des Waldsassener Krankenhauses geschlossen. Am Tag darauf hätte eigentlich, wenn es nach dem Zukunftskonzept der Kliniken Nordbayern AG gegangen wäre, das sogenannte Intersektorale Gesundheitszentrum (IGZ) den Betrieb aufnehmen sollen. Was aber nicht geschah.

Dass sich Bürgermeister Bernd Sommer einen nahtlosen Übergang im Krankenhaus gewünscht hätte, erklärte er am Montag am Ende der Sitzung des Stadtrats. Er gestand ein: "Das haben wir leider nicht hingebracht und versäumt."

Als "Versorgungsform in der Zukunft" bezeichnete Sommer das Vorhaben. "Es gibt sehr gute Anzeichen und Zusagen aus dem bayerischen Gesundheitsministerium, dass sich das tatsächlich umsetzen lässt." Ohne Geld lasse sich so etwas nicht durchführen. "Denn eine Leistung der Krankenkassen ist das IGZ nicht." Laut Sommer handelt es sich aber um ein Modellprojekt. Damit soll versucht werden, die neue Form der Versorgung bundesweit in den Leistungskatalog der Kassen aufzunehmen.

"Bei den Pflegekräften sehe ich kein Problem", sagt der Bürgermeister. Viele Mitarbeiter würden wohl gerne wieder in Waldsassen arbeiten. Zuversichtlich zeigt sich Sommer auch im Hinblick auf die medizinische Fachkompetenz: "Ich habe so viele Arztgespräche geführt." Er habe schon so viele Zusagen, dass das Vorhaben starten könne. "Ich glaube fest daran, dass es kommt", so Sommer über das IGZ. Dort ließe sich dann mit zwischen 12 und 15 Betten Pflege anbieten, sicher aber keine Operationen. Doch für größere Eingriffe müssten Patienten ohnehin in größere Zentren. "Und die Notfallversorgung benötigt entsprechende Ausstattung. Die ist in Tirschenreuth und in Weiden gegeben."

Das IGZ ermögliche Pflege vor Ort, ohne hoch technisierte Gerätemedizin. Der Waldsassener Bürgermeister unterstrich aber auch unverhohlen: "Ohne Kommunen und ohne die Stadt würde sich gar nichts bewegen, wie in vielen anderen Bereichen auch." Er, Sommer, habe im Schnitt pro Woche 10 bis 20 Stunden mit dem Thema zu tun." Aber am Ende lohne sich der Aufwand, wenn das IGZ komme. Im Haus Waldsassen der Kliniken AG werde dann wieder Leben einkehren, wenngleich es dann kein Krankenhaus im klassischen Sinne mehr sei.

Nach den Worten von Sommer hat sich in den vergangenen Wochen ausgezahlt, dass Pflegepersonal und ausdrücklich auch die Bevölkerung "zähneknirschend", so Sommer, diesen Weg mitgegangen seien.

Zuvor ging Sommer auf die Orthopädie-Reha in Waldsassen ein. "Es gibt durchwegs nur positivste Rückmeldungen", weiß Sommer von Patienten, die in der Einrichtung behandelt wurden. "Das sollte man einfach mal herausstellen", so der Bürgermeister. "Sehr erfolgreich" laufe die Einrichtung. Die Belegung sei noch einmal gesteigert worden, erklärte Sommer, ohne aber konkrete Zahlen zu nennen. pz

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Veröffentlicht am:
24. 09. 2019
17:18 Uhr

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24. 09. 2019
17:18 Uhr



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