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Fichtelgebirge

Vision von der "Herberge am Waldbad"

Maximilian Zapf stellt im Kirchenlamitzer Stadtrat seine Idee eines etwas anderen Hostels vor. Dadurch enststünden günstige Übernachtungsplätze.



Maximilian Graf Foto :Fischer
Maximilian Graf Foto :Fischer  

Kirchenlamitz - Das städtische Waldbad in Kirchenlamitz ist zu Höherem geboren. Dies ist das Ergebnis einer Präsentation, die im Stadtrat vorgestellt wurde. Der Clou: Bei einer Realisierung könnte das Waldbad ganzjährig genutzt werden, ganz gleich ob die Sonne scheint, es stürmt oder schneit. Das Einzige, was noch fehlt, ist ein Investor, der die Idee in die Tat umsetzt.

In der Stadtratssitzung hieß Bürgermeister Thomas Schwarz dazu den Kirchenlamitzer Maximilian Zapf willkommen. Dieser hat an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig studiert und in diesem Jahr seine Bachelorarbeit im Bereich Tourismus/Kultur erfolgreich beendet.

Maximilian Zapf hat sich als Kirchenlamitzer einem örtlichen Thema zugewandt und wissenschaftlich untersucht, in welcher Form das städtische Waldbad aufgewertet werden kann. Der Titel seiner erfolgreichen Tourismus-Bachelorarbeit lautet "Herberge am Waldbad"

In der Stadtratssitzung stellte Maximilian Zapf das von ihm erarbeitete Konzept für das Waldbad sehr anschaulich vor. Dazu dienten nicht nur die von ihm angefertigten Modelle, sondern auch wissenschaftlich aufbereitete Schautafeln. Zapf erklärte, dass er es als Kirchenlamitzer für angebracht gehalten habe, etwas zu entwerfen, das seiner Heimat nutzen kann. Dies habe ihn dazu ermuntert, sich mit dem Waldbad zu beschäftigen. Er sei zu dem Schluss gekommen, dass mit einer "Herberge am Waldbad" eine zukunftsträchtige Aufwertung erfolgen könnte. Als Pluspunkte dafür wertete er den in der Nähe befindlichen Epprechtstein und die bereits vorhandenen Tourismuseinrichtungen. Auch das Radquartier in Kirchenlamitz könnte einen Impuls für seine Idee mit den Übernachtungsmöglichkeiten am Waldbad geben. Maximilian Zapf hat herausgefunden, dass Deutschland in Europa die meisten Übernachtungen aufweist. Deshalb habe ihn die Schaffung einer Jugendherberge zur Übernachtung auch mit dem Fahrrad oder E-Bike für Kirchenlamitz besonders inspiriert. Die Realisierung dieses Projekts wäre nicht nur vor allem für junge Menschen wünschenswert, sondern würde auch eine Bedarfslücke in unserem Bereich schließen. Dabei sei zu berücksichtigen, dass das Fichtelgebirge einen Tourismuszuwachs von 30 Prozent verzeichnet. Das Waldbad würde sich für dieses Vorhaben mit seiner idyllischen Lage und den bereits vorhandenen baulichen Anlagen hervorragend eignen. Hinzu kommt, dass Kirchenlamitz mit dem nahe gelegenen Bahnhof in Kirchenlamitz-Ost auch eine Bahnverbindung an einer Hauptstrecke besitzt. Das Vorhaben würde sowohl für Kirchenlamitz als auch darüber hinaus einen erstrebenswerten Synergieeffekt besitzen. Zapf stellte fest, dass der von ihm angestrebte Hostel-Typ im Umkreis sehr dünn gesät ist. Der Vorteil des Areals des Waldbades sei, dass die bereits vorhandenen Hochbauten zweckentsprechend erweitert, saniert und in das Vorhaben integriert werden könnten. Das Projekt könnte mit der Schlagzeile "Übernachtung mitten im Wald" erfolgreich beworben werden. Besonderen Wert legte der Referent darauf, dass die Bauten barrierefrei zu erreichen sind. Sie sollten sich in Holzbauweise im Modular-System gut in das Landschaftsbild einfügen. Mit dieser Bauweise könnte zugleich eine erhebliche Kosteneinsparung erzielt werden. Eine sinnvolle Ergänzung wäre das Angebot der Vermietung von Fahrrädern mit einer E-Bike-Ladestation. Im Zentrum der Anlage sollte ein Platz für Veranstaltungen und Grillmöglichkeiten geschaffen werden. Ein Gemeinschaftsraum würde der Geselligkeit dienen. Die Schlafnischen (-boxen) mit Stockbetten könnten ebenfalls in Modellbauweise errichtet werden. Ergänzt werden sollte das Areal mit einer Sauna-Anlage. Besonderer Wert ist nach seiner Vorgabe darauf zu richten, dass sich die baulichen Anlagen gut in das Gelände einfügen. Das Projekt "Erlebnis und Übernachten im Wald" sollte besonders der Erholung und Entspannung dienen. Als Zielgruppe sei vor allem an Jugendliche, Wanderer und Radfahrer gedacht.

Die Stadträte quittierten die Ausführungen mit großem Beifall. Bürgermeister Thomas Schwarz konstatierte, dass Alexander Zapf das Projekt mit viel Herzblut und Heimatverbundenheit erstellt habe. Sein Planungsentwurf lasse deutlich erkennen, dass er sich genauestens mit den Örtlichkeiten vertraut gemacht habe.

CSU-Fraktionssprecher Friedrich Gräßel vertrat die Meinung, dass die Idee eine immense positive Ergänzung zu dem in der Nähe befindlichen Kornbergprojekt sein könnte. Zugleich wären damit auch preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten für die aus ganz Deutschland kommenden Besucher des Kirchenlamitzer Radquartiers vorhanden.

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Willi Fischer

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Veröffentlicht am:
13. 10. 2019
16:22 Uhr

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Willi Fischer

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