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Fichtelgebirge

Fichtelgebirgs-Verführung auf 304 Seiten

Der Bamberger Selekt- Verlag präsentiert die neue Auflage des Image-Buches für die Region. Die Vielfalt des Angebots steht im Mittelpunkt.



Sehr zufrieden mit dem neuen "Fichtelgebirgs-Verführer" sind dessen Macher und Unterstützer Ferdinand Reb, Sybille Kießling, Oliver van Essenberg, Thomas Edelmann und Birgit Simmler (von links). Foto: Rainer Maier
Sehr zufrieden mit dem neuen "Fichtelgebirgs-Verführer" sind dessen Macher und Unterstützer Ferdinand Reb, Sybille Kießling, Oliver van Essenberg, Thomas Edelmann und Birgit Simmler (von links). Foto: Rainer Maier  

Wunsiedel - Nur fünf Jahre nach der Erstauflage ist es schon wieder Zeit für ein neues Image-Buch über das Fichtelgebirge. Zu viel hat sich in den vergangenen Monaten getan, als dass man mit dem bisherigen, auch schon sehr gelungenen Werk von 2014 noch weiter werben möchte. 11 700 Mal ging das erste Fichtelgebirgs-Buch über den Ladentisch, öfter als jedes andere Buch der Reihe "Lebensart genießen" des Bamberger Selekt-Verlags. "Das lag an der großen Unterstützung", sagt Verleger Dr. Oliver van Essenberg. "Ich spürte viel Rückenwind aus der ganzen Region."

Auch für die Neuauflage konnte sich van Essenberg auf die Unterstützung seiner Partner im Fichtelgebirge verlassen: Die Tourismuszentrale ist wieder mit im Boot, ebenso der Förderverein Fichtelgebirge und die Entwicklungsagentur mit ihrer Aktion "Freiraum für Macher", der Naturpark und die Luisenburg-Festspiele. Viele Gastautoren, durchwegs profunde Kenner der Region, haben das reich bebilderte Nachschlagewerk mit ihren Beiträgen bereichert und aus ihrer ganz individuellen Sicht dargelegt, was das Fichtelgebirge lebens- und liebenswert macht.

"Die Geschichten dahinter" sind es Oliver van Essenberg zufolge, die das Buch so gehaltvoll und lesenswert machen. "Das Fichtelgebirge hat ein ganz besonderes Profil. Das merkt man am breit gefächerten Themen-Spektrum." Fünf Jahre nach er Erstauflage sei er aufs Neue von der Fülle des Angebots erstaunt gewesen, sagt der Verleger. Unter die Überschrift der Reihe, "Lebensart genießen", passe das Fichtelgebirge besonders gut: "Hier gibt es diese einmalige Kombination von Anregung und Ruhe."

Sybille Kießling, Vorsitzende des Fördervereins Fichtelgebirge, sagt, das Buch sei nicht nur ein großartiger Ver-Führer für Besucher der Region. Es gebe auch den Einheimischen viele Anregungen, "ihr Fichtelgebirge wieder neu zu entdecken".

Entwicklungsagentur-Chef Thomas Edelmann betont, das Projekt "Freiraum für Macher" habe es 2014 noch gar nicht gegeben. "Die Region hat sich in diesen fünf Jahren spürbar verändert. Es hat sich ein neues Selbstbewusstsein entwickelt." Das drücke das neue Buch deutlich aus. Die Region habe so viel zu bieten. "Lebensart genießen" sei eines der wenigen Bücher, die diese Vielfalt wirklich zeige. "Gerne geben wir es an Menschen von außen, die sich für das Fichtelgebirge interessieren."

Kießling pflichtet ihm bei: "Das Buch ist eine perfekte Hilfestellung für die Fachkräfte-Akquise unserer Unternehmen. Oder ein schönes Geschenk für bewährte Mitarbeiter." Und potenziellen Zuzüglern, die Vorbehalte hätten wie "Im Fichtelgebirge gibt es keine Kultur" oder "Diese Region hat keinen Lifestyle", belege das Buch das Gegenteil. Besonders freut sie sich, dass die Hälfte der Geschichten ganz neu sind und die andere Hälfte komplett überarbeitet und aktualisiert wurde: "In den vergangenen fünf Jahren hat sich bei uns ganz viel getan."

Stellvertretendem Landrat Roland Schöffel gefallen die Kapitel-Überschriften, denn sie beschrieben genau sein "Stärkenprofil" als Fichtelgebirgler: "Essen - Trinken - Ausgehen" oder "Kunst - Kultur - Natur"; gerne auch mal "Ausstattung - Design - Architektur". Für Schöffel ist der Band "ein toll gemachtes Marketing-Instrument". Schon die erste Auflage habe der Landkreis viel verschenkt. "Das Buch ist immer gut angekommen."

Obwohl sie erst seit zwei Jahren hier ist, hat Birgit Simmler den Leitartikel zu dem neuen Image-Buch verfasst. Die künstlerische Leiterin der Luisenburg-Festspiele fühlte schon durch die erste Auflage ihren Abenteuergeist angeregt. "Es gibt im Fichtelgebirge noch so vieles, das ich noch nicht kenne", sagt sie. Mit dem Ver-Führer in der Tasche könne man die über die Region verstreuten Highlights ganz wunderbar entdecken. Schon die erste Auflage sei "von unschätzbarem Wert" gewesen für die jährlich bei den Festspielen angestellten ortsfremden Künstler und Mitarbeiter, die an ihren spielfreien Tagen natürlich auch die Region entdecken wollen. Simmler: "Dr. Oliver van Essenberg weiß das noch nicht, aber mit seinen Geheimtipps in der Neuauflage hat er meinen nächsten Urlaub geplant."

"Was man selbst entdeckt, bleibt viel besser in den Köpfen hängen", sagt auch Ferdinand Reb. Der Chef der Tourismuszentrale findet es gut, dass das Fichtelgebirge ein wenig Eigeninitiative verlangt, denn: "Vorgekautes Erleben auf ausgelatschten Trampelpfaden ist langweilig." Reb hat in der Region "eine anhaltende Dynamik hin zum Positiven" ausgemacht: "Das Fichtelgebirge entwickelt sich permanent." Auch diesen Prozess bilde das neue Buch ab. Man müsse als Region interessant bleiben. Für die Gäste von außen. Aber auch für die einheimischen Bewohner. Reb: "Ich bin wirklich viel im Fichtelgebirge unterwegs. Trotzdem gibt es auch für mich immer wieder etwas Neues zu entdecken." Für Reb ist das Buch bestens geeignet als Anregung und Nachschlagewerk für Reisejournalisten auf Recherche-Tripps in der Region und andere Multiplikatoren.

Sybille Kießling findet es besonders schön, dass das Buch nicht im üblichen Reiseführer-Sprech verfasst ist: "Es sind spannende Geschichten, erzählt von authentischen Menschen, die über ihre Erfahrungen und ihre Erlebnisse im Fichtelgebirge berichten."

Herausgeber Oliver van Essenberg bezeichnet sich selbst als Wahl-Fichtelgebirgler. Seit Jahren ist er in der Region unterwegs, auch, weil er als Chefredakteur das jährlich erscheinende Magazin "Zukunft Fichtelge-
birge" betreut. Zudem zeichnet er verantwortlich für das Publikationsprojekt "Hüben und Drüben", das Entdeckertipps aus dem Fichtelgebirge und dem Karlsbader Land präsentiert. Sein "Lebensart genießen" sieht er als "Top-Medium für die Region, optisch hochwertig aufbereitet, mit sorgfältig ausgewählten Adressempfehlungen und interessant zu lesenden Hintergrundbeiträgen". Der Band trage komprimiert nach außen, was das Fichtelgebirge zu bieten hat.

Van Essenberg räumt ein, dass er vom Erfolg des Erstlings überrascht worden sei. "Erstmals stand eine ländliche Region im Mittelpunkt der Reihe. Und die ist besser angekommen als die städtischen Konzepte." Bei genauerem Nachdenken habe er aber erkannt, woran das liegt: "Im Fichtelgebirge geht harmonisch zusammen, was in einer Stadt eher einen Bruch ergibt." Außerdem: "Viele Metropolen sind einfach schon zu voll. Auch deshalb ist das Fichtelgebirge ein Geheimtipp."

—————

"Lebensart genießen - im Fichtelgebirge"; broschiert, 304 Seiten, rund 500 Abbildungen; Verlag Selekt, Bamberg; 19,95 Euro; ISBN 978-3981855111; seit Montag überall erhältlich, wo es Bücher gibt.

Autor

Rainer Maier
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Veröffentlicht am:
16. 10. 2019
18:40 Uhr

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Rainer Maier

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Veröffentlicht am:
16. 10. 2019
18:40 Uhr



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