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Fichtelgebirge

Nürnberger verspricht fairen Wahlkampf

Die SPD nominiert in Arzberg 50 Frauen und Männer für die Kreistagswahl. Die erste Hälfte der Liste ist - wegen der Gleichberechtigung - paritätisch besetzt.



Diese Frauen und Männer wollen in den Kreistag einziehen und die Zukunft des Landkreises Wunsiedel mitgestalten. Unser Bild zeigt einen Teil der Kandidatinnen und Kandidaten, die die SPD nominiert hat, mit dem Landratskandidaten Holger Grießhammer (vorne, Vierter von links). Foto: Christl Schemm
Diese Frauen und Männer wollen in den Kreistag einziehen und die Zukunft des Landkreises Wunsiedel mitgestalten. Unser Bild zeigt einen Teil der Kandidatinnen und Kandidaten, die die SPD nominiert hat, mit dem Landratskandidaten Holger Grießhammer (vorne, Vierter von links). Foto: Christl Schemm  

Arzberg - Weil die Einwohnerzahl im Landkreis Wunsiedel unter die Marke von 75000 gesunken ist, werden im nächsten Kreistag statt bisher 60 nur noch 50 Rätinnen und -räte sitzen. Also müssen auch die Parteien nur noch 50 Kandidatinnen und Kandidaten nominieren. Bei der Kreis-SPD ging das am Donnerstagabend in der Arzberger Bergbräu über die Bühne.

Sie treten an

Auf den 50 Listenplätzen treten für die SPD zur Kreistagswahl an: Holger Grießhammer, Weißenstadt; Dr. Birgit Seelbinder, Marktredwitz; Jörg Nürnberger, Tröstau; Dorothea Schmidt, Selb; Stefan Göcking, Arzberg; Ursula Schricker, Thiersheim; Manfred Söllner, Wunsiedel; Anita Berek, Bad Alexandersbad; Michael Rehwagen, Schönwald; Melanie Graf, Selb; Torsten Gebhardt, Röslau; Petra Ernstberger, Marktredwitz; Thomas Schwarz, Kirchenlamitz; Irene Unglaub, Wunsiedel; Florian Leupold, Marktleuthen; Heike Bock, Wunsiedel; Jürgen Hoffmann, Hohenberg; Brigitte Menzel, Röslau; Walter Wejmelka, Selb; Esra Özekimci, Kirchenlamitz; Klaus Haussel, Marktredwitz; Theresa Simon, Wunsiedel; Kai Hammerschmidt, Selb; Katrin Henkel, Selb; Frank Dreyer, Weißenstadt; Stefan Klaubert, Arzberg; Heinz Martini, Tröstau; Maximilian Martini, Tröstau; Reiner Wohlrab, Schirnding; Alexander Wagner, Arzberg; Klaus Jaschke, Schönwald; Hans-Jürgen Wohlrab, Hohenberg; Roland Graf, Selb; Jürgen Lang, Höchstädt; Uwe Kuchenbäcker, Marktredwitz; Konrad Scharnagl, Wunsiedel; Florian Lugert, Marktleuthen; Louis Stingl, Marktredwitz; Markus Korlek, Schönwald; Ingo Schlötzer, Kirchenlamitz; Werner Schlöger, Marktredwitz; Tim Krippner, Selb; Markus Zitzmann, Weißenstadt; Werner Kraus, Selb; Michael Geiser, Marktleuthen; Christine Söllner-Höpfel, Wunsiedel; Murtaza Karakus, Marktredwitz; Christl Schemm, Arzberg; Albrecht Schläger, Hohenberg; Gisela Wuttke-Gilch, Marktredwitz. Ersatzkandidaten sind: Peter Schricker, Thiersheim, und Bettina Bayerl, Marktredwitz.


Die Delegierten, die die Ortsvereine für die Nominierung zur Kommunalwahl am 15. März 2020 ausgesucht hatten, stimmten dem Vorschlag des Kreisvorstands für die 50 Listenplätze zu. Auf den ersten 25 Plätzen wechseln sich Männer und Frauen ab, wie Kreisvorsitzender Jörg Nürnberger sichtlich erfreut und mit dem Verweis auf Gleichberechtigung betonte.

Die bisherige Kreistagsfraktion habe sich hervorragend engagiert und sich kontinuierlich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse im Landkreis eingesetzt, sagte Nürnberger. Die Bedingungen für die bevorstehende Wahl würden schwieriger. Gewählt würden nur noch 50 Mitglieder des Kreistags, weitere Parteien träten an, das Klima werde rauer, prognostizierte der Kreisvorsitzende, der auch die SPD-Kreistagsfraktion anführt. Die SPD wolle den Wählerinnen und Wählern ein Angebot machen, das nicht zu übersehen sei. Aufgrund ihrer Berufe und Erfahrungen deckten die Kandidatinnen und Kandidaten, die aus allen Ecken des Landkreises kämen, sämtliche Lebensbereiche ab. Die Altersstruktur sei gut gemischt.

"Wir sind keine virtuelle Partei", sagte Nürnberger mit einem Schlenker zur AfD in Hof, die von 40 Nominierungsplätzen für den Stadtrat nur zehn besetzt hat. "Wir sind eine Volkspartei. Und wir sollten daran arbeiten, dass das so bleibt", postulierte der Kreisvorsitzende. Er bescheinigte den Ortsvereinen, dass sie alle an einem Strang zögen und zusammen kämpften. Die Kreistagsliste der SPD sei hervorragend besetzt. Nürnberger versprach einen fairen Wahlkampf. "Wir werden nicht holzen, sondern mit Argumenten überzeugen", sagte er und rief zu Geschlossenheit und Zuversicht auf. "Jetzt geht’s auf, jetzt rock mas, jetzt pack mas!"

Den SPD-Landratskandidaten Holger Grießhammer, der mit dem Slogan "Fichtelgebirgslandrat" antritt, beschrieb Nürnberger mit den Worten: "Holger kann das, Holger macht das." Grießhammer dankte für seine Nominierung und sagte, dass er aus der Partei viel Rückenwind bekomme. Auf der Kreistagsliste fänden sich erfahrene Kommunalpolitiker ebenso wie junge Leute im Juso-Alter. Die acht SPD-Bürgermeister im Landkreis seien ein Pfund, mit dem die Partei wuchern könne.

Der Landratskandidat listete eine ganze Reihe von Zielen auf, die er gemeinsam mit allen Gruppierungen im Kreistag realisieren wolle. Das Parteibuch dürfe dabei keine Rolle spielen. Unter anderem nannte er die Etablierung "der kraftvollen Marke Fichtelgebirge". Diese müsse entwickelt werden, um ein Signal der Stärke zu senden. Etliche Begriffe, die in der Vergangenheit konstruiert worden sind, sollten nach Meinung Grießhammers zurückgenommen werden. "Wir sollten unsere Heimat als Fichtelgebirge vermarkten."

Die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft seien in den vergangenen Jahren gut gewesen. "Ich bin gespannt, wie es weitergeht", sagte Grießhammer. Die Automobilzulieferer begännen auch in der Region, Personal abzubauen. Der Wirtschaft müsse ein Rahmen gegeben werden, in dem sie sich entfalten könne - und zwar im Einklang mit der Landwirtschaft.

Holger Grießhammer setzt sich ferner ein für eine "verlässliche Pflege", stabile Einwohnerzahlen ("Wir müssen die Kehrtwende schaffen"), eine gute medizinische Versorgung mit dem Erhalt der beiden Häuser des Klinikums Fichtelgebirge und Hausärzten in möglichst jedem Ort sowie die Stärkung des Tourismus. Die Energiewende müsse kommunal umgesetzt werden, statt mit dem Bau von großen Trassen. Hochschulen in Selb und Marktredwitz sind weitere Ziele. Gute Infrastruktur, sicherer Lebensraum, Stärkung des Ehrenamts, vielfältiges Kulturangebot und Familienfreundlichkeit stehen ebenfalls auf Grießhammers Agenda.

Die Handschrift der SPD müsse auch im Landkreis deutlich erkennbar sein, sagte der Arzberger SPD-Ortsvereinsvorsitzende und dritte Bürgermeister Stefan Klaubert. Die SPD könne in der Kommunalpolitik viele Erfolge vorweisen. Mit Holger Grießhammer als Landrat gehe der Landkreis guten Zeiten entgegen, meinte Klaubert. "Er hat schon oft bewiesen, was er leisten kann." C. S.

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Veröffentlicht am:
18. 10. 2019
17:50 Uhr

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18. 10. 2019
17:50 Uhr



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