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Fichtelgebirge

Sabrina Kaestner will auf den Chefsessel

Die 31-jährige CSU-Frau kandidiert in Marktleuthen für das Amt des Bürgermeisters. Damit stehen drei Kandidaten zur Wahl. Sie fordert "Aufbau statt Abriss".



Sabrina Kaestner (vorne, Mitte) ist zur CSU-Bürgermeisterkandidatin nominiert worden. Mit auf dem Bild (von links) Melanie Kurczak von der CSU Niederlamitz, Landratskandidat Peter Berek, Landtagsabgeordneter Martin Schöffel, die Stadträte Klaus Prell und Harald Fischer, Doris Lempenauer von der CSU Kirchenlamitz, dritter Bürgermeister Andreas Ritter und CSU-Ortsvorsitzender Christoph Haas. Foto: Hans Gräf
Sabrina Kaestner (vorne, Mitte) ist zur CSU-Bürgermeisterkandidatin nominiert worden. Mit auf dem Bild (von links) Melanie Kurczak von der CSU Niederlamitz, Landratskandidat Peter Berek, Landtagsabgeordneter Martin Schöffel, die Stadträte Klaus Prell und Harald Fischer, Doris Lempenauer von der CSU Kirchenlamitz, dritter Bürgermeister Andreas Ritter und CSU-Ortsvorsitzender Christoph Haas. Foto: Hans Gräf  

Marktleuthen - Zum ersten Mal treten in der Geschichte Marktleuthens drei Kandidaten zur Bürgermeister-Wahl an. Nach der Neubewerbung des derzeitigen Bürgermeisters Florian Leupold von der SPD und dem Kandidaten der Wahlgemeinschaft, Christof Wunderlich, strebt erstmals auch eine Frau den Sessel im Rathaus an: Sabrina Kaestner geht für die CSU ins Rennen.

Sabrina Kaestner ist 31 Jahre jung und arbeitet als Geschäftsführerin des Vereins für Wirtschaftsförderung Hochfranken. "Ich lebe gerne mit meiner Familie hier in Marktleuthen und bin von Geburt an auch hier zu Hause", verdeutlichte sie bei ihrer Vorstellung in der Gaststätte Ritter, nachdem CSU-Vorsitzender Christoph Haas eine große Anzahl von Mitgliedern und Ehrengästen begrüßt hatte. Haas betonte: "Der CSU-Ortsverband möchte den Mitgliedern nach eingehenden Gesprächsrunden eine engagierte Bürgermeisterkandidatin für Marktleuthen vorstellen. Sie wird sich bestimmt recht intensiv für ihre Heimatstadt einsetzen und die nicht besonders erfreuliche Entwicklung auch mit Unterstützung des CSU-Ortsvereins nach vorne bringen."

"Marktleuthen braucht baldmöglichst einen Aufbau statt Abriss", unterstrich die Kandidatin. Objektiv gesehen gebe es viele Argumente für eine aufstrebende Stadt, die in einer idyllischen Lage mitten im Fichtelgebirge an der Eger liegt. Als Geschäftsführerin der Wirtschaftsregion Hochfranken erlebe sie tagtäglich hautnah die Entwicklungen in anderen vergleichbaren Städten der Region mit und habe durch ihren Berufsalltag viel Kontakt zu Unternehmen, Initiativen und verschiedensten staatlichen Stellen. "Dabei sehe ich, wie erfolgreich andere Kommunen mit den Herausforderungen unserer Region zurechtkommen", sagte Sabrina Kaestner. "Es wird Zeit, Marktleuthen auf denselben Weg zu bringen, was in den letzten Jahren nicht der Fall war." Kaestner wolle der Bevölkerung eine attraktive sowie liebens- und lebenswerte Stadt bieten, in der sich die Menschen auch wohlfühlen könnten.

"Unsere Stadt hat ein aktives Vereinsleben", fuhr sie fort. Aber auch ein gutes Angebot in der ärztlichen Versorgung und den Kindereinrichtungen sowie bei Geschäften des täglichen Bedarfs sei vorhanden. Die CSU-Bürgermeisterkandidatin verwies auch auf das vorhandene Verkehrsangebot der Bahn- und Busverbindungen sowie die nahe Autobahn.

In diesem Zusammenhang wolle sie nicht vergessen, dass die Stadt Marktleuthen in mehrerer Hinsicht große Probleme habe. "Die Bevölkerung schrumpft, wir haben viele freie Gewerbeflächen, freie Baugrundstücke und leere Wohnungen sowie Häuser, in die teilweise Jahrzehnte nicht mehr investiert wurde. Trotz großer Leerstände fehlt attraktiver Wohnraum, gerade im Miet-Bereich." Die Altstadt sei zum großen Teil in einem katastrophalen Zustand, und das Erscheinungsbild der Stadt wirke an vielen Stellen gerade auch für Ortsfremde und Touristen derzeit nicht einladend. In anderen Orten im Fichtelgebirge könne man dagegen sehen, dass Baugrund knapp werde, Gewerbeflächen stark nachgefragt seien und zahlreiche Altbauten saniert würden.

"Wir müssen deshalb auch die städtische Wirtschaft stärken und Fördermittel für Investitionen im privaten wie im unternehmerischen Bereich zugänglich machen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass unsere Heimatstadt attraktiver und moderner wird", versicherte CSU-Bürgermeisterkandidatin Sabrina Kaestner.

Der CSU-Landratskandidat Peter Berek, amtierender Bürgermeister von Bad Alexandersbad, leitete die Wahl zur Nominierung Kaestners als Bürgermeisterkandidatin der CSU bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr. Unter dem Applaus der Mitglieder gab der Wahlleiter bekannt, dass die 31-Jährige fast einstimmig zur Kandidatin für den Bürgermeistersessel in Marktleuthen gewählt worden sei. Peter Berek berichtete aus seinem aufstrebenden Kurbad, wofür er sich in den letzten Jahren tatkräftig und erfolgreich eingesetzt habe. "Das ist ja am Geschaffenen mit den Freianlagen und dem Neubau der Badelandschaft zu sehen." Er sei sich deshalb sicher, dass es auch in Marktleuthen mit Sabrina Kaestner als Bürgermeisterin wieder erfolgreich aufwärts gehen könne.

Landtagsabgeordneter Martin Schöffel, der auch Kreisvorsitzender der CSU im Landkreis Wunsiedel ist, nannte die Nominierung von Sabrina Kaestner als Bürgermeisterkandidatin " einen guten Tag für den CSU-Ortsverband Marktleuthen". Sie habe dabei positiv dargestellt, dass sie in Marktleuthen aufgewachsen sei und gerne hier leben möchte. Kaestner liege es bestimmt sehr am Herzen, alles zu unternehmen, um die Stadt für die Bürger lebenswerter zu machen. Auch werde sie sich dafür einsetzen, Gewerbe anzusiedeln und weitere Arbeitsplätze zu schaffen sowie die vorhandenen Unternehmen tatkräftig zu unterstützen.

Zum Abschluss bedankte sich die frischgebackene Bürgermeisterkandidatin für die Wahlentscheidung der CSU-Mitglieder. "Ich hoffe, dass mir alle Mitglieder bei der weiteren Vorbereitung zur Kommunalwahl und in Zukunft voll zur Seite stehen und mich unterstützen."

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Hans Gräf
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Veröffentlicht am:
28. 10. 2019
16:58 Uhr

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Hans Gräf

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Veröffentlicht am:
28. 10. 2019
16:58 Uhr



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