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Fichtelgebirge

Konkrete Hilfe für die Einzelhändler vor Ort

Die Stadt Weißenstadt macht mit bei der Kampagne "Ich kauf in der Region". Sie will ihre Geschäfte gegen die Konkurrenz aus dem Internet stärken.



Die Weißenstädter Einzelhändler werden sich an der Kampagne "Ich kauf in der Region" beteiligen. Auch Optikerin Katrin Matthäus findet die Aktion gut und macht mit. Ihr Kunde Klaus Tuchbreiter sagt: "Man sollte nie auf fachmännische persönliche Beratung verzichten." Als Vorsitzender des Gewerbevereins weiß er, wovon er redet. Foto: R. M.
Die Weißenstädter Einzelhändler werden sich an der Kampagne "Ich kauf in der Region" beteiligen. Auch Optikerin Katrin Matthäus findet die Aktion gut und macht mit. Ihr Kunde Klaus Tuchbreiter sagt: "Man sollte nie auf fachmännische persönliche Beratung verzichten." Als Vorsitzender des Gewerbevereins weiß er, wovon er redet. Foto: R. M.  

Weißenstadt - Einhellig begrüßt haben die Mitglieder des Stadtrats von Weißenstadt die Kampagne "Ich kauf in der Region", die am 3. Dezember in ganz Hochfranken starten soll. Thomas Edelmann, der Chef der Entwicklungsagentur Fichtelgebirge im Landratsamt, stellte die Aktion vor, die der Landkreis Wunsiedel gemeinsam mit Stadt und Landkreis Hof, der Wirtschaftsregion Hochfranken und der Frankenpost organisiert. Drei Wochen lang soll demnach intensiv für die Einzelhändler der Region geworben werden. Die Kommunen liefern Listen von den Geschäften in ihrem Gemeindegebiet. Diese werden dann auf der "Freiraum für Macher"-Seite im Internet verlinkt, ein Blog und Social-Media-Posts unterstützen die Kampagne.

"Wir wollen mit dieser Aktion den Einzelhandel vor Ort unterstützen und ihn stärken gegen die Konkurrenz des Online-Handels", sagte Edelmann. Slogans wie "Fühlen statt klicken" oder "Beratung statt ratlos" sollen die Vorteile der regionalen Geschäfte herausstellen. "Im Landkreis Wunsiedel gibt es etwa 800 Einzelhändler", sagte Edelmann. Viele von ihnen seien online noch schwer zu finden. Deshalb will die Entwicklungsagentur auch konkrete Hilfe anbieten, um Geschäfte zum Beispiel auf das Portal "Google My Business" zu bringen. "Wir wollen alle ansprechen, die das noch nicht machen oder denken, sie würden das nicht können. Tatsächlich ist es aber gar nicht so schwer, da reinzukommen", sagte Edelmann.

Bürgermeister Frank Dreyer (SPD) nannte die Kampagne "hervorragend": "So etwas brauchen wir!" Natürlich sei Internet-Einkaufen bequem, aber: "Man darf dabei nicht vergessen, dass man die Strukturen vor Ort nicht unterstützt." Er dankte der Entwicklungsagentur, dass sie sich auch um diese Themen kümmere. Und er lobte die Aktion "Freiraum für Macher", deren aktuelle Entwicklung Edelmann den Räten zuvor präsentiert hatte: "Diese Aktion hat uns deutschlandweit sehr bekannt gemacht."

Verschoben wurde die Abstimmung über den Standort der Ladestation für Elektro-Autos. Die Verwaltung hatte fünf mögliche Stellen für eine Ladesäule mit zwei E-Auto-Parkplätzen vorgeschlagen: den Kurpark neben der Info-Scheune des Naturparks Fichtelgebirge, das Areal vor den ehemaligen Stadtwerken in der Kirchenlamitzer Straße, den Marktplatz, den Seeparkplatz beim Segelgelände und den Parkplatz am Tennisplatz. Für alle Standorte wurden detailliert Vor- und Nachteile aufgelistet. Steffen Langer (FW) brachte allerdings einen weiteren möglichen Platz für die Ladesäule ins Spiel: das Gelände des ehemaligen Diska-Marktes in der Straße Am Lohbrunnen. Die Fläche gehört zwar einem Privatmann, doch der Eigentümer sei bereit, sie für öffentliche Parkplätze zur Verfügung zu stellen.

Die Räte beschlossen, auch hier Vor- und Nachteile zu prüfen und dann erst in der Dezember-Sitzung abzustimmen, wo die öffentliche E-Auto-Ladestation in Weißenstadt installiert wird. Bürgermeister Dreyer sagte, die anderen Standorte würden vorgemerkt, da man später wohl weitere Ladesäulen anbieten müsse. Diese erste Station werde vom Landkreis gefördert. Für die nächste erwartet Dreyer Unterstützung vom Bund.

Zustimmung im gesamten Gremium fand ein Antrag der CSU-Fraktion: Sie will Mitfahrbänke innerhalb von Weißenstadt festlegen und entsprechend beschildern. Weniger mobile Interessenten sollen dadurch die Möglichkeit bekommen, mit anderen Bürgern zu den Märkten am Ortsrand zu kommen. Nach dem Umzug des Edeka-Marktes in die Wunsiedler Straße sei dieser für Weißenstädter aus der Innenstadt deutlich schwerer zu erreichen. Die Dezentralisierung von Märkten sei kein spezifisches Weißenstädter Problem, sagte Matthias Beck (CSU). Auch die Nachbarorte wüssten um dieses Problem. Aber es gebe oft auch gute Ideen, um den Bürgern den Einkauf zu erleichtern.

Klaus Hüttelmeyer (CSU) regte an, die Edeka solle neben einer Einfahr- und zwei Ausfahr-Spuren am neuen Markt auch einen Weg für Fußgänger anlegen, um die Gefahr für diese zu minimieren.

Die Sportvereine erhalten nach dem einstimmigen Votum des Gremiums 2000 Euro als Zuschuss aus der Stadtkasse. Berechnet nach Mitgliedereinheiten gehen die Gelder an den TV (903 Euro), die DLRG (360), die SpVgg (351), den WSV (256) und die SWW (130 Euro).

Einverstanden waren die Stadträte mit folgenden Bauanträgen: Bau eines Gartenhauses in der Schneebergstraße 16, Bau einer Halle in Schönlind, Erweiterung eines Carports an einer bestehenden Garage in der Bürgermeister-Pöhlmann-Straße 18 und Anbau einer Unterstell-Scheune in Schönlind 13.

Aus nichtöffentlichen Sitzungen gab der Bürgermeister bekannt, dass die Objektplanung für die Sanierung der Schulturnhalle an Drenske-Architekten in Kulmbach vergeben worden sei. Die technische Gebäudeausrüstung übernehme das Schredl Planungsbüro für Haustechnik in Fürth. Die Licht- und Kraftwerke Helmbrechts dürften öffentliche Verkehrswege weiter zur Gasversorgung nutzen.

Autor

Rainer Maier
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Veröffentlicht am:
14. 11. 2019
17:36 Uhr

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Rainer Maier

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14. 11. 2019
17:36 Uhr



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